Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

7. September 2021
von JvHS
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Blogphilosophie

Dieser Blog generiert seine Texte mit dem Ziel, den Blick zu schärfen für aktuelle Entwicklungen im wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und historischen Umfeld sowie ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf die individuell bedingten Gestaltungen für ein gelingendes Leben. Basierend auf den Menschenrechten, den demokratischen Grundrechten und rechtsstaatlichen Verfassungen sowie den Erkenntnissen der Sozialwissenschaften und der Philosophie stehen Kommentare, Essays und Berichterstattungen dem Leser zur Verfügung. Bild- und Textsprache sind die Mittel der Darstellung. Sie stehen im Spannungsfeld von Vernunft und Emotionen. 
 
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3. Februar 2023
von JvHS
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Gegen die Methoden der politischen und gesellschaftlichen Brandstifter, Populisten, Autokraten und Diktatoren

Jeder Mensch, der auf der Grundlage der Grundrechte der Europäischen Union  ein gelingendes Leben aufbauen will, wird immer wieder von den ständigen Verstößen gegen die Grund- und Menschenrechte (bestehend aus der Würde des Menschen, Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Bürgerrechte und justizielle Rechte)  in einen Konflikt geführt, der nicht selten zum Dilemma führt, sich zu wehren gegen Übergriffe, Angriffskriege und gegen politische und wirtschaftliche Grenzüberschreitungen durch Narzissten. Macht- und Habgier, aber auch gesinnungsmäßiges Handeln auf der Grundlage von Hass, Rassismus und Faschismus münden in Verbrechen bis hin zu Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Aufbau von Strukturen, in denen die Umsetzung der zuletzt genannten Motivationen im Vordergrund steht, ist geprägt von den Eskalationsstufen und Methoden: Brandstifter, die eine Umkehrung der Bedeutung und Inhalte propagieren und als Populisten die Menschen aufs Glatteis führen. Damit wird der Boden  bereitet für Autokraten und Diktatoren á la Putin, Erdogan, Trump und  Jinping.

Wer innerhalb von noch bestehenden Demokratien die eigene Partei und die persönlichen Ziele (Kanzlerschaft und politische Mehrheit) über das Wohl der Bevölkerung stellt [und Beispiele dafür gibt es zuhauf wie Friedrich Merz (gesinnungsträchtiger Akteur), Nancy Faeser (Egoistin wegen der persönlichen Vollkaskomentalität bei der Kandidatur in Hessen und Freibrief für die Rückkehr auf den Bundesministerin-Posten), Christian Lindner (Neoliberalist mit Orientierung an die Gesinnung der Superreichen) etc.], der agiert nicht nur als Brandstifter, sondern bereitet den Boden für Autokraten und Diktatur.

In den nachstehenden Hinweisen auf Beispiele für diese Entwicklungen sind Beiträge, die verdeutlichen, dass der bekannte Spruch „es kann der bravste Mensch nicht in Frieden leben, wenn der böse Nachbar es nicht will!“  ein Beispiel dafür ist, dass wir nach 78 Jahren Frieden immer weiter in einen neuen Krieg hineinschlittern.

Verschiedene Positionen vermitteln nochmals das Dilemma, auch wenn die Bevölkerungen der verschiedenen Nationen keine Kriegsbeteiligung will, jedoch ein verbrecherischer Angriffskrieg dennoch zwingen könnte, sich mit Waffen gegen den Angreifer zu wehren. An diesem Punkt angekommen aber bedeutet, dass die Menschen mit unpolitischen Verhalten sich selber täuschten (niemand kann nicht-politisch agieren) und darüber nach rund acht Jahrzehnten wieder erkennen müssen, dass es wieder mal zu spät erkannt wurde, nicht diejenigen von der Macht fern zu halten, die nur ihre persönlichen und allgemein negative Ziele erreichen wollen.

Wenn darüber aber verbrecherische Strukturen sich etablieren konnten, wie aktuell in Putins Russland, in den Figuren wie der Chef der Wagner-Söldner: Jewgeni Prigoschin oder der brutal-tumbe tschetschenische Clanchef: Ramsan Kadyrow ihre Machtpositionen festigen konnten, dann haben wir Wiederholungen historischer Beispiele verbrecherischer Personen, deren Entmachtung nur durch Krieg beendet werden kann. Der zweite Weltkrieg steht dafür Pate mit Hitler und Stalin. (Putin bedient sich der letzteren Figur und die Menschen, die ihm folgen bei seiner Geschichtsverfälschung und Propaganda, verdrängen die Verbrechen Stalins gegen die eigene Bevölkerung!) 

Es folgen die Verweise auf Beiträge dieses Blogs, in denen nachvollziehbar wird, warum die Menschen wieder vor europaweite und ggf. weltweite Kriege stehen, die geführt werden müssten, weil die Verursacher niemals Bereitschaft zur Beendigung zeigen werden. Die Verantwortung aber liegt bei allen, die in Führungspositionen ihr Gesinnungshandeln anstelle des Verantwortungshandeln bevorzugt praktizierten. Und sie liegt bei allen Menschen in den jeweiligen Nationen, die dieses Handeln zuließen. 

“ Die Initiative „Für neue Grundrechte in Europa“ moniert Umweltzerstörung, Digitalisierung, Macht der Algorithmen, systematische Lügen in der Politik, ungehemmte Globalisierung und Bedrohungen für den Rechtsstaat als Lücken in der Grundrechtecharta und fordert ihre Erweiterung. Der Vorschlag basiert auf einem 2021 erschienenen Buch des Juristen Ferdinand von Schirach und hat in kurzer Zeit ein großes Medienecho erzeugt.  Quelle: Charta der Grundrechte der Europäischen Union

Angriffskriege bleiben Angriffskriege und Kriegsverbrechen bleiben Kriegsverbrechen – dagegen hilft auch keine Taube!

Volker Eichener in seinem Essay „Russlands Krieg gegen die Ukraine: Kann man mit habituellen Lügnern verhandeln?“:

„Verschwörungstheorien verletzen sämtliche wissenschaftlichen methodologischen Regeln. Und sie wimmeln von logischen Fehlern, obwohl sie sich durch Verwendung von Konjunktionen wie „weil“ oder „deshalb“ den Anschein logischer Argumentationsketten geben. Aber die Schlüsse, die sie ziehen, sind in der Regel Fehlschlüsse:

Wenn jedoch ein Krieg begonnen wurde, dann ist Selbstverteidigung das Recht jedes Angegriffenen. Und dann folgt unweigerlich das, was immer in jedem Krieg passiert: Das Leid der Menschen nimmt noch mehr überhand, als es im kriegslosen Normalleben schon von den meisten Menschen weltweit erlebt werden muss.

Und wie im Beitrag „Krieg oder kein Krieg“ des Kolumnisten Hartmut Finkeldey auf „tell Online“ zwar diskursiv angesprochen: Aber Krieg kann niemals nur das kleinere Übels sein! Entscheiden muss sich jedoch jeder in dieser Situation – aber sich genauso der Konsequenzen bewusst sein! Auf die verweist Finkeldey in seinem Text, in dem er George Orwell zitiert:

„We have become too civilized to grasp the obvious. For the truth is very simple. To survive you often have to fight, and to fight you have to dirty yourself. War is evil, and it is often the lesser evil. Those who take the sword perish by the sword, and those who don‘t take the sword will perish by smelly diseases.“

 „Wir sind zu zivilisiert geworden, um das Offenkundige zu sehen. Denn die Wahrheit ist sehr einfach. Um zu überleben, muss man häufig kämpfen, und wenn man kämpft, macht man sich schmutzig. Krieg ist böse, nur ist er häufig das kleinere Übel. Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen, und wer nicht zum Schwert greift, stirbt durch faule Kompromisse.“ (Quelle: tell Online-Magazin)

 Es bleibt die Frage offen, wie lange es Gültigkeit hat, dass das Wort und die Schrift das „argumentative Schwert“ sein kann, bevor dieser Ansatz dann seine Wirkung verfehlt? Eine Wahrheit haben Menschen schon vor unseren Krisenzeiten aus Erfahrung formuliert: es kann der bravste Mensch nicht in Frieden leben, wenn der böse Nachbar es nicht will!

Merz gibt den „Darth Vader“ der Opposition und agiert als Brandstifter mit der Methode der Populisten

Merz gibt den „Darth Vader“ der Opposition und agiert als Brandstifter mit der Methode der Populisten

Politik – Politikersprache – Kommunikationsmittel – Stil der Diplomatie

„Politik unterliegt immer mehr der Verrohung. Aus der Diplomatie als Fähigkeit zur Überzeugung ist nur noch – mit lächelndem Gesicht – Erpressung und Ausbeutung übriggeblieben.“ – JWB

Da kann nur mit Horst-Eberhard Richter gesagt werden:

»Es gibt eine kreisförmige Wechselbeziehung zwischen (Macht und Vorteilsnahme), Machen und Erkennen. Wenn man nicht macht, was man als notwendig erkannt hat, wenn auch mit persönlichen Unannehmlichkeiten behaftet, dann kann man irgendwann auch nicht mehr erkennen, was zu machen ist.

Wer Anpassungszwängen taktisch nachgibt, wohl wissend, dass er ihnen mit vertretbarem Risiko widerstehen könnte und auch sollte, wird nach und nach die Unzumutbarkeit von Anpassungsforderungen gar nicht mehr wahrnehmen, d. h., die eigene Gefügigkeit auch nicht mehr als Fluchtreaktion durchschauen.«

Beiträge zur Zeitenwende durch Putins Angriffskrieg und anachronistischer Okkupation

„Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein, das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? … Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat.“ – Karl Kraus

Wie die Realität die Spezial-Operations-Lüge entlarvt – Putins Mobilmachung

 

„Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann.“ – Karl Popper: Alles Leben ist Problemlösen, Zur Theorie der Demokratie

“Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ (Karl Raimund Popper)

„Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ – Karl Popper,  Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

„Wir müssen für Frieden sorgen und nicht nur für die Sicherheit, einzig aus dem Grund, weil nur der Frieden Sicherheit sicher machen kann.“ – Karl Popper, Logik der Forschung

Inneres und äußeres Exil – Ergebnis ausgrenzender und despotischer Politik

 

Putins Angriffskrieg in der Ukraine ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – da hilft auch keine Staats-Propaganda

 

 

 

 

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2. Februar 2023
von JvHS
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Kraft der Kreativität im Widerstreit mit den realen Begebenheiten – Philosophie, Fotografie + bildende Künste

Mit dem Hinweis auf meinen Text, den ich 2015 als Blogbeitrag schrieb, nehme ich Bezug auf den Fotografen Sebastião Salgado, den der bekannte Filmemacher Wim Wenders zum Mittelpunkt seines Films „Das Salz der Erde“ machte.

Es ist Zeit, nochmals die Skepsis wieder stärker zu beleben, was Politik betrifft. Die These, dass unsere Demokratie am Abgrund steht, ist nicht von der Hand zu weisen. Im Film von Wim Wenders „Das Salz der Erde“  (in Zusammenarbeit mit Salgados Sohn, Juliano) über Sebastião Salgado, einen bekannten Fotografen, sagte jener im Vorfeld zum Film:

«Ich glaube inzwischen, unsere wahre Bestimmung ist es, dass wir uns bewaffnen. Und dass wir uns gegenseitig töten bis zum Ende», sagte Salgado in einem «Spiegel»-Interview. Bei seiner Arbeit in Kriegsgebieten habe er unvorstellbare Brutalität erlebt. «Dieses Wissen über uns Menschen, das ich durch mein Leben als Fotograf erlangt habe – ich sage Ihnen, dieses Wissen ist kaum auszuhalten. Ich habe den Glauben an uns verloren.»

Soweit ist die Skepsis beim mir noch nicht gediehen, aber dass ein solches Fazit am Ende des Arbeitslebens gezogen werden kann, ist nachvollziehbar, wenn auch nicht nachzueifern. Manchmal hilft dann der Rückzug in das Studium der Philosophen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Rahmenbedingungen für ein Leben nicht durch Kriege und Oligarchien diktiert werden.

Es hat sich am damals beschriebenen Zustand nichts verbessert. Und so manches Mal ergibt sich die Situation zu fragen, ob das Schreiben gegen die Zustände eine Veränderung bewirken kann. Diese Skepsis gegenüber dem eigenen Tun ist berechtigt. Dennoch ist es weiterhin notwendig, den Blick nicht abzuwenden von der Erkenntnis, dass es „kein richtiges Leben im falschen“ geben kann.  

Den Glauben an die Menschen nicht verlieren

Den Glauben an die Menschen nicht ganz zu verlieren – obwohl Typen wie Trump, Putin, Erdogan, XiJinping und wie sie alle sich gleichen bei der Praktizierung der Unmenschlichkeit, der Menschenfeindlichkeit und ihrer Verbrechen gegen die Menschlichkeit genügend Anlass dazu geben würden – dazu sind einerseits die Erkenntnisse der Philosophen ebenso Hoffnung gebend, wie auch das Wissen um die Kraft der Kreativität in der bildenden, schreibenden und Musik machenden Kunst.

In lockerer Reihenfolge werden deshalb Bezüge zur Fotografie und bildenden Kunst gezogen. Wobei für mich in Sebastião Salgado Fotografie die sozialdokumentatorischen Porträts des Lebens der Menschen und des Lebens der Natur sich vereinen. Themen wie Klimaschutz, Armut und Reichtum und Krieg, die aktuell den Menschen auf der Seele brennen. In der bildenden Kunst sind die Pendants nicht zuletzt Gerhard Richter und quer durch die Kunstgeschichte bekannte Künstler für mich Anregung sowie ihre Werke ästhetischer Genuss.

Fotografie als Kunst und kreatives Mittel

Fotokunst ist eine eigenständige Kunstproduktion und Ausdrucksform wie sie zugleich auch eingebettet ist in die Entwicklung der verschiedenen Kunststile. Die Technik der Fotografie und ihre Gestaltungsmittel sind dabei die Grenzen des Mediums, egal ob auf die durchaus vorhandenen Unterschiede von analoger und digitaler Fotografie sich bezogen wird.

Die Kooperation zwischen Fotografie, grafischer und malerischer Darstellungsmittel lässt sich schon in der Frühzeit der Fotografie nachvollziehen. So diente die Fotografie als „Skizze“ ebenso für die Landschaftsmalerei wie für die Collage. Die gemeinsamen Schnittmengen vereinigen sich in der Technik der Collage und Montage, in der das Gesamtwerk nur durch Fotografien und/oder schon digital veränderten Fotos erstellt wird. Stilmittel und Technik fließen ineinander und ergeben ein eigenes Sujet.

Während in der Zeit der analogen Fotografie noch die Fotos als „Schnipsel“ der Collage und Montage einen Abzug notwendig machten, ist durch die digitale Fotografie mit ihren Verfremdungsfiltern und Farb- und Kontrastanpassungen das kreative Arbeiten deutlich flexibler und variabler ermöglicht worden.

Mit der Fotografie – die in ihrem Ursprung das Festhalten einen Augenblicks und die Reduktion auf ein zweidimensionales Sehergebnis ist, das zudem mit der Begrenzung des Seh- und Wiedergabewinkels einer Gestaltungsform unterworfen ist, die gestalterisch genutzt werden kann – wird das Einfrieren eines Ausschnitts der Realität praktiziert. Dieser Ausschnitt ist einerseits die Chance auf die Konzentration eines Teils einer sehr begrenzten Realität, so dass Fotografie erst in der Serie den Zusammenhang von Raum und Zeit zeigt. 

Subjektivität und Objektivität der Fotografie

„In jedem Bild gibt es zwei Personen: Den Fotografen/Künstler und den Betrachter.“ – Ansel Adams

Ob dieser Ausschnitt einer Wirklichkeit auch einen historisch objektiven Bezug repräsentiert, darüber lässt sich trefflich streiten. Denn die Deutung und Bedeutung des im konkreten Foto gezeigten Ausschnitts hat sowohl subjektive wie kulturelle Ausformungen. Und vor Manipulation und Fälschung ist auch dieses Medium nicht gefeit.

Die streng formalen Zeitdokumente industrieller Architektur von Bernd und Hilla Becher –  ( ein Teil ihrer Schüler aus der von ihnen gegründeten „Düsseldorfer Photoschule“ mit dem Gruppennamen „Struffsky“ umfassen die Fotokünstler Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth) – sind von ebenso bestechender Ästhetik wie Salgados Fotografie

Street or not Street – that´s the question II

Struffsky(*) oder andere Schulen der Fotografie

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1. Februar 2023
von JvHS
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Die Digitalisierung des Geldes und virtuelle Währungen – Bitcoin und Co.

Die Abschaffung des Bargeldes ist auf den Weg gebracht. Der bargeldlose Geldverkehr und die Zahlung mit den Plastikkarten ist in einigen Ländern die einzige Möglichkeit der Zahlung. Die Kontrolle über die Geldflüsse und die Menschen wuchert durch die Weltwirtschaft.

Wer Griechenlands Wirtschafts- und Bankenkrise in der Folge durch die Lehmann Brothers ausgelösten Finanz- und Bankenkatastrophe denkt, hat die Bilder vor Augen, dass die Menschen nicht mehr an ihr „Buchgeld“ auf den Girokonten zugreifen konnten. Die Rettung der großen Anlagevermögen durch den Abfluss dieser Vermögen ins Ausland hatte Vorrang. Die drohende Staatsschuldenkrise mit dem realen Staatsbankrott schaffte eine Situation, in der das Geld auf den Bankkonten nicht abgehoben werden konnte. Eine auf die Bevölkerung zugewiesene Höchstverfügungsbeschränkung über die Geldwerte auf den Girokonten von 300 Euro schaffte verzweifelte Situationen für die meisten Privathaushalte.

Selbst die Debit- und Kreditkartenzahlungen funktionierten nur eingeschränkt und wurden durch IWF und Zentralbanken kontrolliert und gesteuert. Zudem wurde Griechenland von IWF und der EU gezwungen, die staatlichen Vermögen zu privatisieren und den internationalen Investoren auszuliefern. Wer als Privathaushalt Bargeld hatte, konnte der Not einigermaßen entgehen und seine Versorgung sichern. Bargeldbesitzer entzogen sich der massiven Kontrolle und den ordnungspolitischen Zwängen.

Die geplante Bargeldabschaffung bedingt zukünftig eine noch größere Steuerungskontrolle der Bevölkerung durch Zentral-, Noten- und Geschäftsbanken, die vor allem die Geldwertschöpfung und den Transfer von Vermögenswerten als Einnahmequelle für die (Noten)-Banken weiterhin unter Kontrolle halten will. Die Digitalisierung des Geldes geht in ihren Auswirkungen noch weit darüber hinaus. Virtuelle Währungen schaffen weitere Abhängigkeiten ganzer Nationen und Regierungen. 

Dem stehen alternative dezentralisierte Währungssysteme gegenüber, bei deren Nutzung die Einnahmen für die Zentralbanken entfallen. 

Wie diese dezentralisierten Systeme – die bekannteste ist unter dem Namen Bitcoin etabliert – funktionieren wird u.a. in dem ZDF-TV-Format-Beitrag „Leschs Kosmos – Bitcoin & Co.“ erläutert. (Alternativ auch als youtube-Beitrag!) 

Welche Gefahren in diesen virtuellen Währungen stecken, vor allem für die privaten Teilnehmer, lassen sich an zahlreichen Beispielen nachvollziehen. Die reichen vom bekannten Schneeball-Betrugssystem über die komplexen und teilweise undurchschaubaren Teilnahmefallstricke bis zum Totalverlust.

Dass dennoch die Systeme von Bitcoin und Co bejubelt werden, das ist Thema eines Beitrages des Magazins „Spektrum der Wissenschaft„. 

Im Zuge der Energiekrise und Verteuerung der Strompreise ist der riesige Verbrauch an Strom durch die alternativen dezentralen Geldschöpfungssysteme mitzudenken!

Infos zum Thema auf diesem Blog  

Zum Thema Bargeldabschaffung – klammheimlich und ohne öffentliche Debatte

Bargeldabschaffung – ein Thema, dass zum Widerstand aufruft

Bargeldabschaffung II – die Pseudoargumente der Befürworter

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29. Januar 2023
von JvHS
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Vom Geschichtsbewusstsein der „Leistungsträger“ der Nation – Lindners Ehefrau Franca Lehfeldt und die RAF

Zum Jahrestag der Befreiung der Überlebenden durch die Rote Armee (Russland) berichtet die Ehefrau von Christian Lindner, Franca Lehfeldt, Chefreporterin Politik beim Springersender „Welt.tv“ am 27.01.2023 dort folgendes:

„Heute vor 78 Jahren befreite die Rote Armee Fraktion (RAF) die Überlebenden des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz im besetzten Polen…“ 

Eine freudsche Fehleistung der Vertreterin der „Leistungsträger der Nation“ nach FDP-Vorstellungen? Ein Schelm, der unterstellt, dass die Assoziation, „Rote Armee =Russland=bolschewistisch=links =Terrorbande RAF“ zu dieser grandiosen Fehlleistung geführt hat.

Zur Erinnerung:

27ter Januar 1945 – Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

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27. Januar 2023
von JvHS
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27ter Januar 1945 – Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Russische Armee am 27. Januar 1945

Gedenkbuch online 

Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945 

Deportations-Chronologie

 

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