Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

22. September 2017
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Was wir brauchen als Ergebnis nach der Wahl

„Die Liberalen um Lindner sind nicht liberal, sondern immer noch Wirtschaftslobbyisten!“

„Die AfD ist keine demokratische Partei, sondern rechtsnational, neoliberal (urkapitalistisch) und grundgesetzverächtlich!“

…. Warum nur erhalten solche Gefährder einen Stimmenzuwachs, welche die Sicherung des demokratischen Sozialstaates gefährdet?

Untertauchen ist keine Option für die Haltung eines Abgeordneten

Was wir brauchen, sind Menschen als Abgeordnete, welche die Interessen aller vertreten, nicht nur einer kleinen, vermögenden Klientel und das Recht auf Teilhabe an einem würdevollen Leben für alle sichern.

Was wir brauchen, sind Abgeordnete, die nicht untertauchen und nur ihren eigenen Interessen folgen.

Was wir brauchen, ist gelebte Solidarität.

Solidarität passt nicht in einen Minikarren

Was wir brauchen, ist eine Politik der Zivilcourage durch Abgeordnete, die sich gegen den Einfluss der vermögenden Klientel auch in den eigenen Parteien stemmen.

Was wir brauchen, ist eine Gesetzgebung zu einer gerechteren Gesellschaft durch Abgeordnete, die sich Partei übergreifend nur dem Volk verpflichtet fühlen.

Was wir brauchen, sind Abgeordnete, die Ausgrenzung, Vorurteile, Egozentrik, Nationalismus und Rassismus zurückweisen und bekämpfen.

Was wir brauchen, sind Abgeordnete, die sich dem Einfluss des Wirtschaftslobbyismus entziehen und den  Terror des Neoliberalismus zurückdrängen.

Warum wir genau diese Haltung und Verantwortungsethik bei unseren neuen Abgeordneten brauchen, lässt ein junger Mensch in einem Bericht in der „Zeit“ sichtbar werden.

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21. September 2017
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Was wir nicht brauchen als Ergebnis der nächsten Wahl

 

„Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht.“ – Paul Valéry

„Was moralisch falsch ist, kann nicht politisch richtig sein.“ – William Ewart Gladstone

„Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach.“ – Stefan Zweig

Was wir nicht brauchen in unserem Land sind Brandstifter jeglicher Couleur, die mit ihren Aussagen an Ausgrenzung, Vorurteile, Nationalismus, Rassismus und Egoismus appellieren und Menschen ermutigen, diese Unwerte umzusetzen. Was wir nicht brauchen sind politische Brandstifter, die mit ihrer Sprache heimliche und offenen Signale senden und zur Gewalt gegen andere Menschen aufrufen, jedoch tatsächlich nur ihre eigenen Vorteile im Blick haben.

Was wir nicht brauchen sind Brandstifter, die ihr verkommenes Weltbild des Recht des Stärkeren manipulativ einsetzen, um Menschen wieder in die Irre zu führen. Was wir nicht brauchen sind Brandstifter, die versprechen, sie würden ihre Armut im Materiellen wie im Geiste verringern können. Was wir nicht brauchen sind die politischen und wirtschaftlichen Brandstifter, die von der Ausbreitung ihres rückständigen und rückwärtsgewandten Weltbildes sich die Mitentscheidung im parlamentarischen Alltag versprechen, um dann im Falle einer „Machtergreifung“ zukünftig genau diese demokratischen Strukturen zu zerstören und ihre so gewonnenen Macht zu sichern. Die negativen Vorbilder sind sowohl in unserer Geschichte von vor rund 85 Jahren als auch in der jüngsten Vergangenheit in Europa und der Türkei zu finden.

Was wir nicht brauchen sind die politischen Büttel einer gesellschaftlichen Klientel, deren unfassbare Vermögen zur Sicherung des gesellschaftlichen Friedens nicht steuerlich angemessen herangezogen werden. Was wir nicht brauchen sind die politischen Vertreter in Parlament und Regierung,  die eine kleine vermögende Klientel schützt und deren Einfluss ständig geltend macht, ohne Rücksicht auf die Gefährdung unserer Gesellschaft, die durch die weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich droht instabil zu werden. Was wir nicht brauchen sind die politischen Taktierer, die in ihrer Haltung und Orientierung an der kleinen vermögenden Klientel, welche nur rund 10 % der Bevölkerung ausmacht, aber rund 70 % des gesamten Vermögens innehat, sich Vorteile versprechen und die restlichen 90 % der Bevölkerung vernachlässigen.

Was wir nicht brauchen sind die politischen Vertreter, deren neoliberale Haltung mitverantwortlich ist dafür, dass die Brandstifter mit ihren Aktionen gegen die Demokratie an Einfluss gewinnen und diese gefährden können. Was wir nicht brauchen sind die politischen Nutznießer, die mit ihren Abstimmungen eine Haltung zementieren, die die Fähigkeit zur Solidarität und zur Empathie pulverisiert und den tariflichen wie den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel setzen. Was wir nicht brauchen sind die politischen Profiteure die keine Gedanken daran vergeuden wollen, wie das Solidarsystem der Renten mittels Vermögenssteuern, Transaktionssteuern beim Aktienhandel, Besteuerung der Gewinne dort wo sie entstehen und durch die Rücknahme gesetzlicher Regelungen wie den Zeitarbeitsverträgen, den Minijobs und dem Mietwucher in eine gerechtere Gesellschaft überführt und gesichert werden kann.

Was wir nicht brauchen sind Abgeordnete, die sich nicht dem Souverän verantworten wollen, sondern nur ihre eigenen Nebeneinkünfte vergrößern wollen. Der Wählende sollte alle diese Fragen sich stellen, wer denn derjenige ist,  welche Haltung er vertritt und welche Ziele er hat, dem ich meine Stimme geben will.

Was Philosophen, Literaten und Kritiker zu Politik, Gesellschaft und ihre Entwicklung bemerkten:

„Armut beschämt nicht die betroffenen Menschen, Armut beschämt denjenigen, der sie mithervorbringt“ 

„Der Glaube, daß das Wirkliche [das was gerade ist] vernünftig ist und das System die Güter liefert – reflektiert den neuen Konformismus, der eine Facette der in gesellschaftliches Verhalten übersetzten technologischen Rationalität ist.“ – Herbert Marcuse, Der eindimensionale Mensch

„Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit – dies sind die Stützen der Gesellschaft.“ – Henrik Ibsen, Stützen der Gesellschaft, 1877

„Es ist eine andere Welt, in der man zwischen »Freiheit« und »Freizeit« nicht unterscheiden kann, »Gesellschaft« sagt und »Zielgruppe« meint, von einem »Konzept« spricht und nicht einmal eine »Idee« besitzt, von einer »Idee« spricht und nicht einmal einen Einfall hat.“ – Roger Willemsen, Deutschlandreise

„So bereitet der Souverän, nachdem er jeden einzelnen der Reihe nach in seine gewaltigen Hände genommen und nach Belieben umgestaltet hat, seine Arme über die Gesellschaft als Ganzes; er bedeckt ihre Oberfläche mit einem Netz kleiner, verwickelter, enger und einheitlicher Regeln, das nicht einmal die originellsten Geister und stärksten Seelen zu durchdringen vermögen, wollen sie die Menge hinter sich lassen; er bricht den Willen nicht, sondern er schwächt, beugt und leitet ihn; er zwingt selten zum Handeln, er steht vielmehr ständig dem Handeln im Wege; er zerstört nicht, er hindert die Entstehung; er tyrannisiert nicht, er belästigt, bedrängt, entkräftet, schwächt, verdummt und bringt jede Nation schliesslich dahin, dass sie nur noch eine Herde furchtsamer und geschäftiger Tiere ist, deren Hirte die Regierung.“ – Alexis de Tocqueville, Über die Demokratie in Amerika

„Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und bemänteln dessen, was ist.“ – Ferdinand Lassalle, Das System der erworbenen Rechte

12. September 2017
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Die Mittel im Umgang mit der AfD müssen Klarheit in der Haltung und Aufklärung in der Sache sein

 

„Was moralisch falsch ist, kann nicht politisch richtig sein.“ – William Ewart Gladstone

„Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach.“ – Stefan Zweig

 

Die Mittel im Umgang mit der AfD müssen Klarheit in der Haltung und Aufklärung in der Sache sein!

Immer wieder wird aus den Reihen der Parteimitglieder und der Sympathisanten das Argument vorgetragen, man sei keine Partei, die im Kern Neo-Nazis beherberge. Das wurde ebenso widerlegt, wie die Behauptung, man mache Politik für „den kleinen Mann“.

Zum ersten Thema stellt die ARD-Tagesschau nun eine Analyse vor, die rechtsradikale Äußerungen und Weltbilder bei den Abgeordneten und Bundestagskandidaten der AfD nicht als Einzelfall werten lässt.

Zum zweiten Thema lässt sich sowohl die fehlende Qualität in der Wirtschaftspolitik nachweisen, wie auch, dass eine Politik für den „kleinen Mann“ gemacht werde. Eine Studie des WZB (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialwissenschaften) der Berliner Humboldt Universität belegt das Gegenteil.

Die gute, alte Herrenzimmerzeit – oder die Tugenden des Nationalkonservativen – heim in neue Zeiten /                                                                     „Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.“ – Platon

Die führenden Köpfe dieser Partei agieren ganz im Stile einer elitären Gruppe mit dem überholten Weltbild der „Herrenzimmer-Romantik“ des zuende gehenden Kaiserreichs vor dem 1. Weltkrieg.

 

 

12. September 2017
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PPP / ÖPP – Öffentlich- Private- Partnerschaften – Belege für eine undemokratische Haltung und überteuerte Lösung

Lassen Sie die verantwortlichen Politiker nicht aus ihrer Veranwortung für die Fehlentscheidungen und das weitere Vorantreiben der Privatisierungen im Bereich der Daseinsvorsorge. In einem Interview belegen die Buchautoren, der Ökonom Kai Eicker-Wolf und der Politikwissenschaftler Patrick Schreiner, warum die Privatisierung öffentlicher Aufgaben keineswegs die bessere Lösung darstellt.

Aktuell zeigt das Beispiel des A1-Autobahn-Desaster um Minister Dobrindt, dass der Staat, sprich die verantwortlichen und entscheidenden Personen der Politik zu Lasten des Steuerzahlers eine Umschichtung der Steuermittel vornehmen. Insbesondere die unter Verschluss gehaltenen Verträge enthalten immer wieder Investitionsschutzklauseln, die auch bei Fehlkalkulationen des Investors das Risiko abfedern, indem Entschädigungszahlungen trotz Versagens beim Staat einklagbar sind! Die Privatisierung der Schulverwaltung und der Schulen im Landkreis Offenbach ist ein weiteres Beispiel, in dem ÖPP bisher schon 370 Mill. Euro mehr gekostet hat, als dies ohne die Privatisierung geschehen wäre.

Demokratie im Visier – Freihandel und ÖPP dienen nur den Investoren

Im Interview und im Buch  Mit Tempo in die Privatisierung. Autobahnen, Schulen, Renten – und was noch? werden die Beispiele aufgezeigt, die das System der ÖPP in Frage stellen müssen. Untersuchungen der Landesrechnungshöfe und des Bundesrechnungshofes belegen ebenso die teuren Fehlentscheidungen der Politik auf jeglicher Ebene.

Der Ökonom Norbert Häring hat sich auf seinem Blog ebenfalls zum Buch geäußert.

11. September 2017
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Propaganda, Medienmacht und Meinungsmacht III

„Wenn man die Töne eines Landes hört, so kennt man seine Bräuche. Prüft man seine Bräuche, so kennt man seine Gesinnung. Schaut man seine Gesinnung, so kennt man seine Art.“ Chin. Sprichwort

Das Zentrum der westlichen Medienmacht – dargestellt in der Studie der Swiss Propaganda Research.