Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

24. Mai 2017
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Mitgefühl und Trauer ja – aber Gewalt, Kriege und Terror sind die Gesichter des Hasses , der Unterdrückung und der Ausbeutung und haben Ursachen

Wer hätte kein Mitgefühl für das Leid der Betroffenen. Welche Sinnlosigkeit in der Tat eines Menschen liegt, kann nun wieder in Manchester nachvollzogen werden. Eine Gewalt, die sich ebenso in den Kriegen und Terroraktionen weltweit täglich wiederholt und ebenso sinnlos ist, wie die in einer europäischen Stadt. 

Die Frage nach dem „Warum?“ stellen sich die Menschen seit tausenden von Jahren. In jeder erdenklichen Variation mussten Millionen Menschen immer wieder leidvolle Erfahrungen machen, die Verluste von geliebten Menschen hinnehmen, die Zerstörung der Lebensgrundlagen über sich ergehen lassen. Aber nichts hat sich geändert, nichts, was verhindert, dass auch die nächsten leidvollen Erlebnisse wieder vor der Tür stehen.

Feststellbar bleibt, dass die meisten Medien in ihren Berichterstattungen zwar über diese Seite der Medaille berichten und nur ihren Fokus auf das individuelle Leid richten, die Ursachen für Terror, Kriege und Gewalt jedoch nicht in den Blick nehmen.

Einer, der dies getan hat, ist Prof. Dr. Heiner Flassbeck. Auf seinem Blog „Makroskop“ hat er in zwei Artikeln Ursachen für die Radikalisierung benannt:

Teil 1 und Teil 2 sind lesenswert und werden hier empfohlen.

24. Mai 2017
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Fragen zum Gehalt der Wahl- und Parteiprogramme in D

Nachstehend einige exemplarische Fragen, die in einem Wahlprogramm beantwortet werden müssten, sollte die notwendige Neugestaltung der Gesellschaft unter Beteiligung und Mitnahme der Bevölkerung ernst gemeint sein. Eine solidarische Gemeinschaft, eine tatsächliche Mit- und Selbstbestimmung sind Voraussetzungen für eine wahre Demokratie als Gesellschaftsvertrag der Menschenrechte. Die Rechtsstaatlichkeit ist der eine Baustein einer solchen Gesellschaft, die direkte Demokratie als gleichwertige und parallele Beteiligung an der Macht zur parlamentarischen Struktur der andere Baustein. Eine Parteiendemokratie kann diese Form nicht ersetzen. Die nachfolgenden durch Fragen betroffenen Regelungen sind Bestandteil der in direkter Demokratie beteiligten Gesetzesverfahren. Parteien, die sich den Fragen zu stellen haben und beantworten müssten, sind lediglich paritätisch zu beteiligen am Gesetzgebungsverfahren.  

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23. Mai 2017
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Bedingungsloses Grundeinkommen – muss ich arbeiten oder darf ich das selber entscheiden?

Wenn Worte zur Ware werden, befinden wir uns entweder im Einflussbereich der Werbung, oder die Marketing-Haie schwimmen im Becken der Politik. Dementsprechend klingen denn auch in Vorwahlzeiten die Redebeiträge der Kandidaten – mal mehr oder weniger inhaltsleer.

Wahrhaftige Sätze sind in diesem Umfeld so selten zu vernehmen wie die Funde von Edelsteinen auf dem normalen Acker. Dagegen wird der Begriff der Gerechtigkeit inflationär unters Volk gebracht, gelb getüncht vom ewigen Neoliberalismus und dort noch immer beherrscht vom Welt-Bild des „Arbeit muss sich lohnen“ und „wer will, der bekommt auch Arbeit“. Oder deformiert und getrieben vom Fetisch der „Schwarzen Null“ – einer Bigotterie, in der Gerechtigkeit nur Schutz der Vermögenden bedeutet, Gerechtigkeit jedoch erst im Jenseits versprochen wird.

Dazwischen versucht die alte, leicht demente Tante SPD, rosarot getüncht und zurechtgebogen von den Trojanern des Neoliberalismus á la Clement und Steinbrück, Arm in Arm mit dem „Gib mir mal ein Bier – ich wollte rein hier“ – Gerhard, ihren Spagat zwischen der Suche nach alter und neuer Identität. Und im Hintergrund lauert die „Armseligkeit für Deutschand“.

Und dann war da doch noch was?! Die beiden Grundfarben Rot und Grün – ihr Modernisierungspotential längst aufgerieben in den „Parteifreund“-Reibungsverlusten und der sich ausbreitenden Egozentrik der Postenjäger, leidend unter der Harmlosigkeit oder Boshaftigkeit ihres Führungspersonal.

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19. Mai 2017
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Wer den prekären Arbeitsverhältnissen entgegentreten will, geht erfolgversprechender den Weg über den EuGH

Zum Neoliberalismus gehört die Zerschlagung des Sozialstaates (Renten, Gesundheit, Arbeit) ebenso, wie die Privatisierung der Infrastrukturen (Verkehr, Wasser, Energie) und der Bildungsreinrichtungen, begleitet von den Lobbyarbeiten in der Legislative und den Parteien.

Beispiele dafür sind die ÖPPs (Maut und Autobahnen), die Riester-Renten, die Ablehnung von Vermögenssteuer und die Verhinderung von direkter Demokratie.

Von der Agenda 2010 bis hin zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz waren nicht nur die wirtschaftskonservativen Parteien von schwarz bis gelb, sondern auch die rosarote SPD beteiligt. Die „Armseligkeit für Deutschland“ ist in ihrer Weltsicht neben dem rechtskonservativen Weltbild ebenso für die Bevorzugung der Wirtschaft wie der grünmaskierte Ministerpräsident Kretschmann im Autoländle.

Aufklärungsarbeit – anschaulich und wirksam – satirisch gewürzt, brachte die letzte Sendung „Die Anstalt“.

Arbeitnehmer, die in Leiharbeit über die Zeitarbeitsfirmen oder über Werksvertragsfirmen und Werkvertragskonstruktionen vom Jobcenter genötigt und durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz noch weiter in die Bredouille gezwungen wurden, könnten – an den Gewerkschaften vorbei – sich einer Sammelklage anschließen, beraten und betreut von  Prof. Wolfgang Däubler.

17. Mai 2017
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Alice W. – ist nicht im Wunderland, sondern auf dem Boden des Rechtsstaates gelandet

Sie spitzte ihr Mündchen und schrill klang das Stimmchen der Frontfrau der „Armseligkeit für Deutschland“ bei ihrer Bewerbungswahl zur Spitzenkandidatin jener Partei, die sich Alternative nennt, aber meistens offen lässt, was die strategischen Köpfchen als eine solche sich ausdachten.

Alice W. schmetterte ihre Botschaft denn auch mit von Adrenalin und Testosteron überspannten Stimmbändern in die lauschende Masse und fügte – betäubt von soviel Hormonen – am Ende ihr letztes Sätzchen an: „…Denn die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“.

Oh, was war ihr denn da aus dem spitzen Mündchen entwischen? Wessen geistige Kinder wollte sie ansprechen? Demokraten und Patrioten… oder doch das Weltbild der ewig Gestrigen?

Und so war es nicht verwunderlich, dass als Echo eine völlig andere Schlussfolgerung ihr von „extra 3“ entgegenklang, aus dem anders geformten Munde, jedoch mit klarem Verstand und kritischem Geist und als zielgenaue Formulierungen des Christian Ehring, Moderator der satirisch-aufklärenden Sendung im NDR: „Jawoll, Schluss mit der politischen Korrektheit! Lasst uns alle unkorrekt sein, da hat die Nazi-Schlampe doch recht. War das unkorrekt genug? Ich hoffe!“.

Und der Alice, nun im VerWundertland sich wiederfindend, halfen denn auch keine Klagen und kein Wehgeschrei: Das Landgericht Hamburg hat die Äußerung von Christian Ehring als satirische Replik gewertet und anerkannt. Es müsse sich niemand wundern, der die Forderung  „…die politische Korrektheit auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen…“öffentlich erhebt, als Replik eine satirische Überspitzung und konsequente Anwendung des Geforderten in der sprachlichen Praxis vorgeführt zu bekommen.

Da lässt das Doktorchen Alice W. ihre Propaganda los und zetert dann rum, dass ihr jemand den Spiegel vorhält, bei der das Zerrbild ihres rechten und populistischen Weltbild ihr auf die Füße fällt. Nun strampeln die im Gleichschritt losgelassenen Stiefelchen der rechten fünfte Kolonne in der Luft. Und von unten sieht die Welt doch ganz anders aus! Da helfen auch keine sieben Prozent des NRW-Stimmenfangs der „fremdgeistigen“ Poltergeister.