Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

21. April 2018
von JvHS
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Das Völkerrecht wird im Zuge der Seilschaften und neoliberalen Interessen ignoriert

„Alle Kriege sind nur Raubzüge.“ – Voltaire

 

Auf die Fahnen geschrieben – auch der aktuellen Bundesregierung – sei nachfolgender Artikel allen Kriegstreibern und Staatenlenkern:

„Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

Charta der Vereinten Nationen und Statut des Internationalen Gerichtshofs, Kapitel 1, Artikel 2 Absatz 4: Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa
 
Auf diesem Blog ist nicht zuletzt aktuell auf die Unversehrtheit der Völkerrechte hingewiesen worden, gegen die dennoch und auch von NATO-Staaten wie die USA, GB und Frankreich verstoßen wurde. Erst recht ist der Einmarsch der Türkei in ein anderes Land ein exemplarisches Beispiel für den Verstoß gegen das Völkerrecht.
 
Nun wird die Bundesregierung vom eigenen Wissenschaftlichen Dienst gerügt, das den Militärschlag -ohne UN-Mandat- der  agierenden Koalition von USA, GB und Frankreich als Völkerrechtsbruch in einem Gutachten beurteilt.
 
 
 

Alle Menschen verfügen von Geburt an über die gleichen, unveräußerlichen Rechte und Grundfreiheiten.

Die Vereinten Nationen bekennen sich zur Gewährleistung und zum Schutz der Menschenrechte jedes einzelnen. Dieses Bekenntnis erwächst aus der Charta der Vereinten Nationen, die den Glauben der Völker an die Grundrechte des Menschen und an die Würde und den Wert der menschlichen Persönlichkeit bekräftigt.

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte haben die Vereinten Nationen in klaren und einfachen Worten jene Grundrechte verkündet, auf die jedermann gleichermaßen Anspruch hat.

 
Erklärung der Menschenrechte als Text hier: Menschenrechte
 
Zudem sei auf die Charta der Vereinten Nationen (UNO) nochmals hingewiesen.

19. April 2018
von JvHS
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Der „Teufel“ sitzt immer auf der anderen Seite

 

„Der Krieg besteht nicht nur aus Schlachten oder Kampfhandlungen, sondern auch aus einer Zeitspanne, in der der Wille, sich zu bekriegen, ausreichend vorhanden ist.“ – Thomas Hobbes

Der Teufel sitzt immer auf der anderen Seite – wenn diese Denkweise Oberhand gewinnt, gepaart mit „strategischen Lügen“ und Halbwahrheiten und der Zeitgeist der Gesinnungsethik (und der Rechtsruck in vielen Staaten) schleichend in alle gesellschaftlichen Bereiche Einzug gehalten hat, dann ist der Weg zum nächsten weltweiten Krieg nicht mehr weit. Die Stellvertreterkriege im Bereich des nahen Ostens legen davon Zeugnis ab. 

Ein Indiz scheint dabei auch die Bereitschaft zu sein, dem Gegenüber Ultimaten zu setzen. Wer diesen Weg beschreitet, der steht schon in den Startlöchern mit seinen bewaffneten Kriegstreibern. Parallel dazu nimmt die Bereitschaft zum Dialog extrem ab. Mit Fake-News und taktischem Kalkül begegnen sich die Blöcke und Gegner wieder, um die Meinungsmacht zu sichern und eigene Handlungen zu rechtfertigen. Statt Diplomatie wird mit allem Verfügbaren auf den Gegenspieler gezeigt, der als „Teufel“ auf der anderen Seite sitze. 

Das Gespenst des Krieges geht wieder um. Das „Nie wieder Krieg“ ist längst vergessen. Die Zeitzeugen des letzten großen Sterbens in der Mitte Europas sind längst in der Minderheit und deren Stimme wird kaum noch gehört. Die „Anatomie des Faschismus“ (Hass und Gewalt gegen das Andere!) und die „Eigentümlichkeit des Nationalkonservativen“ (Wir zuerst!) übertönen die Rufe nach Besonnenheit und Vernunft. Seilschaften der Irrationalität haben Konjunktur. Die Courage zur Kritik wird gemobbt und notfalls rausgeprügelt.

 

 

 

19. April 2018
von JvHS
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Kunsttour – etablierte Einrichtung in der Kulturwelt im Kreis Heinsberg

„Aber hat Natur uns viel entzogen, war die Kunst uns freundlich doch gewogen, unser Herz erwärmt an ihrem Licht.“ – Friedrich Schiller

Leo Windeln ist Konstrukteur im Hauptberuf. Nicht weniger wichtig ist ihm die Landschaftsmalerei. Sein Vater war ihm als Kind schon Vorbild und vermittelte ihm die Wertschätzung für diesen kreativen Vorgang. Seine erste Ausstellung hatte er schon 1980 als Jugendlicher. Den Kunstinteressenten empfängt Leo Windeln in einem großzügigen Raum, in dem er eine Auswahl seiner Werke zeigt.

„Ihre Bilder sind Balsam für die Seele“, habe einmal eine Besucherin seine Exponate beschrieben. Sowohl seine Bilder wie der gesamte Raum strahlen eine Ruhe aus, die sich nicht zuletzt aus der sorgsam komponierten Form- und Farbgestaltung seiner Motive speist. Sie zeigen oft Landschaften aus der Heimat, die so detailgenaue Ausschnitte wiedergeben, dass der Betrachter den Ort wiedererkennt. Und dennoch haben sie weit über ihren Realismus hinaus eine innere Leuchtkraft, auch weil das heimliche und eigentliche Motiv seiner Landschaftsbilder die unterschiedlichen Lichtsituationen sind. „Das Licht einzufangen ist eine Leidenschaft“, bekennt Windeln und fügt an, dass William Turner und Caspar David Friedrich zu seinen Vorbildern gehören.

An der Technik seiner in Öl gemalten Bilder arbeitet er ständig. Die Liebe zum Detail und die notwendige Geduld beim Aufbringen der Farbschichten mit der „Nass-in-Nass-Technik“ bringe er gerne auf, betont er im Gespräch. Das Malen auf Leinwand sei für ihn auch der Gegenpol zur Hektik in seinem Arbeitsleben als Konstrukteur. Die Ölfarben mischt er selber aus der ganzen Farbpalette, nur Schwarz habe er bewusst daraus verbannt.

„An dem Bild aus dem Kitscher Bruch zwischen Karken und Haaren habe ich rund 150 Stunden gearbeitet“, betont Windeln. Das fast nur aus Grüntönen bestehende Bild fasziniert durch seine Lichtstimmungen und die meditative Wirkung für den Betrachter. Es sei an einen Kunstsammler nach Hongkong verkauft, verrät er nicht ganz ohne Stolz. Die Nähe zu den englischen Landschaftsmalern wie John Constable ist Windeln wohl selber nicht bewusst.

Auch seine anderen Motive wie der Blick auf den Lago Laprello oder auf die winterliche Rur oder eine Wiesenlandschaft zeigen die innewohnende Leuchtkraft seiner Bilder. Die Liebe zum Detail, sei es die Ausgestaltung einer Brennnessel oder das sich verfärbende Blatt an einem Strauch, gehört ebenso zu seinen Bildern wie das Einfangen der Lichtstimmungen. Das Streben nach der Perfektion, wie bei seinen künstlerischen Vorbildern, wird nachvollziehbar und macht den Charme seiner Malerei aus.

Kontakt und erste Eindrücke sind über das Internet „www.leo-windeln.de“ möglich. Am 05. und 06. Mai ist die Ausstellung für alle Interessierten während der Kunsttour – Tag der offenen Ateliers und Galerien im Kreis Heinsberg – geöffnet. (jwb)

(c) Alle Rechte liegen beim Autor. Unberechtigte Nutzung wird anwaltlich geahndet. 

16. April 2018
von JvHS
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Syrien – wie das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und die Blöcke des Kalten Krieges wieder aufeinander zu rasen!

 

„Der Terrorismus ist ein Krieg der Armen gegen die Reichen. Der Krieg ist ein Terrorismus der Reichen gegen die Armen.“ – Peter Ustinov

Syrien – ein Land, das unter den Blockinteressen zugrunde gerichtet wurde. Ein Land, das Heimat für Menschen war, die abgeschlachtet und vertrieben wurden von den pseudo-religiösen Menschenrechtsverächtern des IS. Ein Land, dessen ethnische Gruppen sich gegenseitig bekämpfen und Gräueltaten begehen. Ein Land, das beim Versuch, ein diktatorisches System durch Bürgerrechtsbewegungen zu ersetzen, in einen Bürgerkrieg geriet und zwischen den Fronten der geopolitischen Machtinteressen  fremder Staaten zerrieben wurde.

Syrien – ein Land in dem stellvertretend die Wahrheit das erste Opfer war und die Lüge ihren Ausbreitungsfeldzug begann.

Syrien – ein Land, in dem seit 2011 täglich gegen das Völkerrecht verstoßen wird.  Exemplarisch dafür stehen alle Kriegsbeteiligten und ihre Verbündeten: die Türkei, die ins Land einmarschiert, ohne dafür ein Mandat der UNO zu haben, um seine Menschenrechts verletzende Genozid-Aktionen durchzuführen. Russland, das seine Einflussbasis und den Zugang zum Mittelmeer nicht verlieren will und Menschenrechtsverletzungen des Diktators Assad deckt. NATO-Staaten wie die USA, GB und Frankreich (*), die ohne UNO-Mandat „Vergeltungsangriffe“ durchführen und sich des „Unrechts des Stärkeren“ als Legitimierung bedient. Ihre Regierungen unter den fragwürdigen Regierungsverantwortlichen wie Trump, May und Macron desavouieren ohne Skrupel die UNO.  (Update vom 17.04.18: Und was bleibt sind Zweifel! Und Zweifel berechtigen kaum zu einer einseitig festgelegten Berichterstattung, sondern sollte so viele Aspekte und Facetten wie möglich zu Wort kommen lassen! Leider geschieht dies nicht mehr durchgängig bei den Mainstream-Medien in unserem Land! Wie man´s machen sollte, kann jedoch bei SPON am 13.04.18 nachvollzogen werden.)

Und dann sind da die Weltgemeinschaft und die restlichen Staaten der jeweiligen Allianzen, die kuschen und sehenden Auges in die Eskalationsspirale sich reinziehen lassen. Auch Deutschland und die EU des Neoliberalismus. 

EU-Kommission, NATO  und Bundesregierung spielen das Lied vom Tod nach den Vorgaben des Neoliberalismus

Parallel dazu erfolgt eine Desinformationswelle in den Medien, die vermutlich längst zum Büttel des eiskalten neoliberalen Machtkonstruktes geworden sind. So gestaltet werden die Irritationsabsichten für die Öffentlichkeit gelingen und immer mehr  Transparenz verdrängen

Das kann gerade auch am Beispiel des möglichen Giftgasangriffes in Syrien und der verhinderten Aufklärung nachvollzogen werden. Während die Mainstream-Medien ohne Zögern ins gleiche Verwirrungshorn stoßen, sind nur wenige  Medien bereit, alternative Ursachen und Wirkungszusammenhänge zu untersuchen.  

 

Update vom 17.04.2018

Vorfälle wie dieser, müssen jeweils einzeln bewertet werden. Daraus eine Beweisführung für die „Verdorbenheit“ eines Regimes abzuleiten und die zuvor zugeordneten Verantwortlichkeiten in Sachen „Giftangriff in Syrien“ ebenfalls zu belegen, wäre ein rein gesinnungsethischer Journalismus. Blinde Seilschaften zum eigenen Block als den der „Gerechten“ zu praktizieren, ist Ursache für den Vertrauensverlust in die Glaubwürdigkeit des jeweiligen Bündnisses.

Bemerkenswert ist auch die Analyse der ARD-Sendung „Anne Will“ vom letzten Sonntag durch die Nachdenkseiten.  Zurecht wird auf die Gesinnungshaltung (Zitat:…“durch fehlende Ausgewogenheit [und] Meinungsvielfalt. Also genau das, was ein Journalismus leisten muss, der, soweit möglich, sich um Objektivität bemüht. “ Zitatende) dieser Moderation verwiesen, die noch die objektive Faktenlage durch ein Fragezeichen versieht, bei der  jedes Kind im vierten Schuljahr dies beantworten könnte: Ja, die Angriffe der USA und von GB und Frankreich waren ebenso völkerrechtlich ein Verstoß wie so manche andere Aktion in diesem geschundenen Land. Verantwortungsvoller Journalismus sieht anders aus: er verschweigt nicht, sondern macht transparent, wer die Gäste sind und in welchen Funktionen sie agieren! Das hat zurecht die Plattform meedia kritisiert. 

(*) Update vom 20.04.2018

Bundestags-Gutachten bestätigt, dass die Vergeltungs-Anschläge ein Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen. Und unsere Bundeskanzlerin hatte in vorauseilender Bündnistreue diesen Verstoß als „angemessen“ betitelt. Kommt da nun ein Klarstellung und eine Entschuldigung beim Bürger und den betroffenen syrischen Menschen?