Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

31. Juli 2010
von JvHS
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Begrüßung und Abschied – ein vorläufiger?

  

In Memoriam –  Blogseite  Johannes von Heinsberg

Mit Wirkung vom 25. Mai 2018 tritt die DSGVO –  EU-Datenschutz-Grundverordnung  –  endgültig in Kraft.

Upgrade vom 20.06.2018

Und nun besteht die Gefahr für diesen Blog und hunderttaussender solcher freien Meinungsäußerungen, dass die Tür ganz zugeht! Denn was im Rechtsausschuss des EU-Parlaments heute beschlossen wurde – unter kräftigem Lobbyismus des CDU-EUP-Abgeordneten Axel Voss – ist von deutlich stärkerem Tobak als die Einschränkungen und Unwägbarkeiten der DSGVO!!!

Update: 26.05.2018

Die Tür ist wieder ein wenig geöffnet – möge Artikel 5 des Grundgesetzes wirksam bleiben! 

Und Humor ist das Salz in der Suppe der Freiheit.

Ergänzung: Grundsätzlich stimme ich dem Anliegen, den Datenschutz für den Bürger zu erhöhen, zu. Es sind neben den handwerklichen Mängeln der DSGVO und der fehlenden nationalen Umsetzung – hier Klarheit im Sinne des Artikel 5 einerseits, sowie Klarheit für die Aufgaben von Presse (Pressefreiheit) und Kunst/Kultur (KUG) zu schaffen – vor allem die fehlende Konsequenz hinsichtlich der Grundsatzentscheidung, warum Geschäftsmodelle wie die von Facebook und Konsorten nicht grundsätzlich verhindert werden, welche zur berechtigten Kritik an der DSGVO führen.

Grundsätzliches: Verlinkte Inhalte stellen einen Hinweis auf weitere Quellen und Möglichkeiten zur alternativen Information dar und geben nicht zwangsläufig die Meinung des Autors wider.

Weiterlesen →

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10. November 2018
von JvHS
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Die aufrechten Kämpfer für die Einflusswahrung des Kapitals in Deutschland und Europa

„Gerechtigkeit ohne Stärke ist Ohnmacht, Stärke ohne Gerechtigkeit ist Tyrannei.“ – Blaise Pascal

Ja, so sind sie, die Büttel und Verteidiger der Privilegien der Vermögenden und des Kapitals. Da wird lobbyiert und gemauschelt, gelogen und betrogen, dass der Baron Münchhausen vor Neid erblassen würde. Wenn alles nichts hilft, wird eben heimlich nach der erschlichenen Zustimmung zu Uploadfiltern und Leistungsschutzrecht genau letzteres aus den Vereinbarungen rausgestrichen.  So sollte in den Artikeln 14 bis 16 nachfolgendes festgeschrieben sein“ Artikel 16 – 16 .. regeln die Transparenz und Fairness bei Verhandlungen von Kunst- und Kulturschaffenden mit Verwertern wie großen Musiklabels oder Verlagen“… Das von Axel Voss gegen die Intention des Parlamentsbeschlusses vom September 2018 vorgesehene verwässerte Papier zugunsten der Kunst-Verwertungsindustrie und Internetkonzerne ist hier einzusehen und downloadbar! 

Wo kämen wir denn hin, wenn die Künstler tatsächlich in den Genuss der Entlohnung kämen, die doch für die globalen Verlagskonzerne vorgesehen sind. Ziel ist und bleibt, den Schutz der Künstler zu verwässern und die unmoralischen Knebelverträge weiterhin zu erlauben.

Das Verhalten, welches Axel Voss (CDU) als Oberlobbyist im EU-Parlament im Verlauf seiner Kampagne praktiziert, wiederholt sich in ähnlicher Weise beim CDU-Vorsitz-Kandidaten Friedhelm Merz. Um sein Ziel zu erreichen, werden Versprechen gegeben von Loyalität und Kooperation zur Partei-Intimfeindin Merkel. Ist er jedoch erstmals im Amt, wird sein Griff nach der Kandidatur als Bundeskanzler auf jeden Fall erfolgen. Dafür wird dann jede hinderliche Aussage aus dem Gedächtnis gestrichen. Und ist der Merz erstmals Bundeskanzler, dann stimmen Blackrock und Amigos den Reim an: „Im Märzen der Merzen die Dollars vermehrt…“.

Die aufrechten Kämpfer und ihre Unterstützer tanzen weiter ums goldene Kalb des Neoliberalismus.

Verwandte Themen auf diesem Block:

Meinungsfreiheit ade …

 

 

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8. November 2018
von JvHS
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Bald wird es wieder zu spät gewesen sein oder vom Blindsein für die wirklichen Gefährder

Da ohne das Denken – auch und gerade das der Art nach philosophische – kaum jemand der Menschen etwas über Moral wüsste, ist die Schlussfolgerung wohl legitim, wenn auch nicht zureichend, dass diejenigen, die keine Moral haben, wohl auch nicht richtig denken. Das Böse nannte Hannah Arendt im Blick auf Adolf Eichmann gedankenlos. Dabei bedachte sie, dass gerade in der Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile bis hin zur Stigmatisierung die Quelle der Banalität des Bösen liegt, weil für die ausgegrenzten Mitmenschen nicht mehr der Schutz, der Respekt  und die Solidarität gelten solle, wie für die privilegierte Klientel.

Das traf auf die Taten der Nazis hinsichtlich der vernichteten Menschengruppen ebenso zu, wie es heute zutrifft auf die Taten der von Trumps hofierten „weiße Rassisten“ oder den von der AfD hofierten rechtsradikalen Kräfte. Dass diese Kräfte die eigentlichen Gefährder der Demokratie darstellen, scheint nun auch den Verfassungsschützern aufzugehen. Dass genügend Brandstifter unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit sukzessive ihre Gesinnung unters Volk bringen und alle Mitmenschen, die außerhalb ihres rechtsnationalen und neoliberalen Weltbildes stehen, auch sprachlich diffamieren („Linkgsgrüne ähneln immer mehr politischen Zombies…“)  und damit die Ausgrenzung salonfähig machen und  vorantreiben, ist an genügend Beispielen nachvollziehbar.

Das Selberdenken schützt nicht automatisch vor Destruktionsverhalten und bestätigt, dass Gedankenlosigkeit zur Ursache der Banalität des Bösen werden kann, vor allem, weil zwar Erkenntnisvermögen vorhanden ist, es aber nicht eingesetzt wird aufgrund fehlender positiver Moral. Deshalb gehört zur Aufklärung auch, auf fehlende Verantwortung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufmerksam zu machen und Täter auch Täter zu nennen. Nur so kann Schaden anzurichten verhindert werden.

Ein Trump befeuert ebenso skrupellos den gefährlichen Mangel an Urteilskraft bei seiner Klientel, wie dies auch die Figuren der AfD von Gauland, Weigel, von Storch bis zu Höcke und Konsorten  mit ihren Grenzüberschreitungen praktizieren. Eine solche Kritik ist notwendig, aber nicht ausreichend. Es muss seitens der  sozialliberalen und demokratischen Kräfte auch endlich politisches Handeln erfolgen  und in exekutive Aktivitäten gegen die rechten Brandstifter und Gefährder münden. Denn die Akzeptanz, dass Menschen unter dem Etikett von Meinungsfreiheit und Besorgnis oder Angst ihre Ressentiments, Menschenfeindlichkeit und Hassbereitschaft ausleben können, ist unerträglich.

Nach 70 Jahren Ächtung der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und des rechtsradikalen Denkens, wird die Akzeptanz zur Antiaufklärung und Täuschung ebenso immer größer, wie der Glaube eines beachtlichen Anteils der Bevölkerung an die Propagandainhalte und Dumpfheit der Trumps  dieser Welt. Somit wird es zur Notwendigkeit, das Recht auf jeden unmoralischen und unethischen Gedanken zu verweigern.

Update vom 09.11.2018:

Ein überlebender Zeitzeuge der sogenannten „Reichspogromnacht“  berichtet in der NZZ und zieht folgende Schlussfolgerung:

“ Ich glaube nicht, dass die Menschen aus der Geschichte lernen. Der Weg von der Zivilisation zur Barbarei ist kurz

Wer die tumben Horden betrachtet, die den 09.11.2018 für ihre böswillige Ignoranz und Gesinnungstrottelei missbrauchen, könnte geneigt sein, dem Zeitzeugen Recht zu geben.

Update II vom 09.11.2018

Die Sprache entlarvt ihn – dem Merz mit dem kleinen „e“. Die Kategorien seines Denkens, die auch sein Handeln bestimmen, sind von reiner Kälte der puren Ökonomie geprägt. Für die sozialen Werte bleibt kein Platz. Menschen sind reine Faktoren im Planspiel der Umsetzung elitärer Ziele. Der Schutz die Vermehrung der Vermögen sind die dominierenden Themen in seinem Weltbild. Das Verkaufen dieser Ziele ist Gegenstand von Propaganda – in seiner Blackrock und Goldman Sachs- Sprache Marketing genannt- und deshalb ist der Diskurs um die inhaltlichen Ziele der Partei, einer Gruppe von Menschen mit ihren Vorstellung von Lebensentwürfen auch nur ein „Markenkern“.

Wer ihn zum Vorsitzenden wählt, ist entweder Anhänger seiner Lebensphilosophie – Finanzmacht ist alles, was die Welt ausmacht – oder zu naiv zu erkennen, welche Verkürzung die politischen Inhalte des „Merz´schen Weges“ bedeuten.

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6. November 2018
von JvHS
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Ein Innenminister und seine Possen

Mit der Entlassung seines Parteifreundes und ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen (1) in den vorläufigen Ruhestand ist die vom Innenminister Seehofer verursachte Posse an einen weiteren Tiefpunkt angelangt, aber leider noch längst nicht beendet. Über Monate gebrauchte Seehofer sein Ministeramt, um einen möglichen Vorteil für seine politischen Positionen und Inhalte, sowie für einen erhofften Wahlvorteil zur Bayern-Landtagswahl zu erreichen.

Leider ließ die Kanzlerin Angela Merkel dieses Treiben zu, ohne von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen. Selbst jetzt schaut sie dem weiteren unsäglichen Verhalten des Ministers zu, anstatt seine Entlassung zu veranlassen. Zudem ist die Orientierungslosigkeit im Umgang mit der AfD und Figuren wie dem nun in die fürstlich entlohnte Rente entlassenen Ex-Verfassungspräsidenten mehr als ärgerlich. Anstatt Maaßen zur juristischen Verantwortung zu ziehen, weil er „Beratungsleistungen“ einer wahrscheinlich verfassungsfeindlichen Partei im Amt hat zu kommen lassen, wie diese vermeiden könnte, dass der Verfassungsschutz sie beobachte, konnte Maaßen weiterhin als „vermutlich wie ein Brandstifter Wirkender“ seine rechtsnationalen und rechtsneoliberalen Thesen und Fehleinschätzungen in Reden verbreiten.

Dabei werden in einem Rechtsgutachten des Prof. Dr. Dietrich Murswiek (2), das die AfD selber in Auftrag gegeben hatte, die Empfehlungen für ein Vermeidungsverhalten hinsichtlich einer Verfassungsschutzbeobachtung gegeben, die genau die verfassungsfeindlichen Verhalten beschreiben, welche die AfD seit Jahren begangen hat! Es liegt somit der schriftliche Beleg dafür vor, dass schon längst verfassungsfeindliche Tätigkeiten durch führende Mitglieder der AfD begangen wurden.

Hieraus ist nicht nur ein Fehlverhalten vom Ex-Präsidenten Maaßen nachweislich ableitbar, sondern es werden sowohl die verfassungsfeindlichen Ziele der AfD wie auch das Fehlverhalten des Innenministers belegbar, der seinen Parteifreund und Untergebenen deckte, in dem er ihn im Amt ließ. Die politische Verantwortung für die Ausbreitung der Gefährdung der Demokratie durch die AfD trägt Innenminister Seehofer. Sein Rücktritt vom Ministeramt ist alternativlos! Frau Merkel handeln Sie endlich.

(1) Opposition forderte zurecht schon 2015 die Ablösung des Hans-Georg Maaßen

(2) Prof. Dr. Dietrich Murswiek – wikipedia-Informationen

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5. November 2018
von JvHS
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Bei verallgemeinerten Begrifflichkeiten wie „die Politik“ und „die Wirtschaft“ ist immer nach den konkreten Personen dahinter zu fragen

Idealismus ist der Despot des Denkens

Politik ist der Despot des Machtwollens

Wirtschaft ist der Despot der lohnabhängigen Menschen

Es wird oft von „der Politik“ gesprochen, wobei nicht selten der Nutzer sowie der Empfänger dieser Sprachformel vernachlässigen zu erläutern,  wer „die Politik“ denn nun verkörpert. Auch ein Nachfragen und Nachdenken über diesen Fakt wäre hilfreich. Wer es tut, dem wird schnell klar: es sind einzelne Menschen, die sich Positionen im Machtzirkel verschafft haben oder als Teil eines Netzwerkes in diese Positionen gehievt wurden. Sind die Positionen nun eingenommen, wird nicht selten eine Seilschaft des gegenseitigen Nehmens und Gebens aktiviert. Je höher der mit der Position verbundene Einfluss auf Entscheidungen, Gesetze, Finanzfreigaben oder auch  auf das  – nicht selten in das Halbdunkel abgerutschte – Gefälligkeitshandeln ist, je größer wird der Schaden für die Gemeinschaft praktiziert. Ein Beispiel wird vom Publizisten Werner Rügemer mit dem ehemaligen sächsischen  Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) vorgestellt.

Die Tradition des auf dem rechten Auge blind sein zu müssen, wird seitdem von seinen Nachfolgern weiter fortgesetzt. Warum ein Auge oder sogar den gesamten Blick auf die Bedürfnisse der anvertrauten Bevölkerung richten, wenn das Mitmachendürfen in der wirtschaftlichen Schickeria und die Annehmlichkeiten des gesponserten Lebens doch so viel gelingender erscheint. Da blitzt sie wieder aus allen Ritzen durch, die Bigotterie der christunionsmäßigen Werte und die Interessenlosigkeit am Fuß- und  Wahlvolk. Vielleicht sollte die Silbe „Un“ vor dem Kürzel von CDU/CSU stehen?

Dass sich das Potenzial des Faschismus, Rassismus und der Gewaltbereitschaft nun Bahn bricht und die Brandstifter wie auch die Mitläufer innerlich und heimlich Beifalls zollen, ist kaum verwunderlich, aber nicht weniger brandgefährlich für die demokratische Gesellschaft. Die Verbohrtheit und Irrationalität bei den ostdeutschen Bevölkerungsschichten verdrängt das Menschliche und die Solidarität mit den Betroffenen und Mitleidenden des Neoliberalismus sprich des rigiden Kapitalismus, anstatt den Verursacher zur Verantwortung zu ziehen. (Wo bleibt denn die strafrechtliche Verfolgung solcher Vorgänge, wie die Causa Verlängerung von Toll Collect-Einnahmen zugunsten des Toll-Collect-Konsortiums durch Dobrindt, oder aktuell bei der Causa Eurofighter wie der im Artikel des Heise-Verlags dargestellten „Verzichtserklärung auf eine Verjährung“, die den Steuerzahler in beiden Fällen Mrd. Euro kosten?)

„Wer aber vom Kapitalismus [und Neoliberalismus] nicht reden will [und Verantwortung ablehnt], sollte auch vom Faschismus schweigen.“ – Max Horkheimer

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