Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Syrien – wie das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und die Blöcke des Kalten Krieges wieder aufeinander zu rasen!

 

„Der Terrorismus ist ein Krieg der Armen gegen die Reichen. Der Krieg ist ein Terrorismus der Reichen gegen die Armen.“ – Peter Ustinov

Syrien – ein Land, das unter den Blockinteressen zugrunde gerichtet wurde. Ein Land, das Heimat für Menschen war, die abgeschlachtet und vertrieben wurden von den pseudo-religiösen Menschenrechtsverächtern des IS. Ein Land, dessen ethnische Gruppen sich gegenseitig bekämpfen und Gräueltaten begehen. Ein Land, das beim Versuch, ein diktatorisches System durch Bürgerrechtsbewegungen zu ersetzen, in einen Bürgerkrieg geriet und zwischen den Fronten der geopolitischen Machtinteressen  fremder Staaten zerrieben wurde.

Syrien – ein Land in dem stellvertretend die Wahrheit das erste Opfer war und die Lüge ihren Ausbreitungsfeldzug begann.

Syrien – ein Land, in dem seit 2011 täglich gegen das Völkerrecht verstoßen wird.  Exemplarisch dafür stehen alle Kriegsbeteiligten und ihre Verbündeten: die Türkei, die ins Land einmarschiert, ohne dafür ein Mandat der UNO zu haben, um seine Menschenrechts verletzende Genozid-Aktionen durchzuführen. Russland, das seine Einflussbasis und den Zugang zum Mittelmeer nicht verlieren will und Menschenrechtsverletzungen des Diktators Assad deckt. NATO-Staaten wie die USA, GB und Frankreich, die ohne UNO-Mandat „Vergeltungsangriffe“ durchführen und sich des „Unrechts des Stärkeren“ als Legitimierung bedient. Ihre Regierungen unter den fragwürdigen Regierungsverantwortlichen wie Trump, May und Macron desavouieren ohne Skrupel die UNO.  (Update vom 17.04.18: Und was bleibt sind Zweifel! Und Zweifel berechtigen kaum zu einer einseitig festgelegten Berichterstattung, sondern sollte so viele Aspekte und Facetten wie möglich zu Wort kommen lassen! Leider geschieht dies nicht mehr durchgängig bei den Mainstream-Medien in unserem Land! Wie man´s machen sollte, kann jedoch bei SPON am 13.04.18 nachvollzogen werden.)

Und dann sind da die Weltgemeinschaft und die restlichen Staaten der jeweiligen Allianzen, die kuschen und sehenden Auges in die Eskalationsspirale sich reinziehen lassen. Auch Deutschland und die EU des Neoliberalismus. 

EU-Kommission, NATO  und Bundesregierung spielen das Lied vom Tod nach den Vorgaben des Neoliberalismus

Parallel dazu erfolgt eine Desinformationswelle in den Medien, die vermutlich längst zum Büttel des eiskalten neoliberalen Machtkonstruktes geworden sind. So gestaltet werden die Irritationsabsichten für die Öffentlichkeit gelingen und immer mehr  Transparenz verdrängen

Das kann gerade auch am Beispiel des möglichen Giftgasangriffes in Syrien und der verhinderten Aufklärung nachvollzogen werden. Während die Mainstream-Medien ohne Zögern ins gleiche Verwirrungshorn stoßen, sind nur wenige  Medien bereit, alternative Ursachen und Wirkungszusammenhänge zu untersuchen.  

 

Update vom 17.04.2018

Vorfälle wie dieser, müssen jeweils einzeln bewertet werden. Daraus eine Beweisführung für die „Verdorbenheit“ eines Regimes abzuleiten und die zuvor zugeordneten Verantwortlichkeiten in Sachen „Giftangriff in Syrien“ ebenfalls zu belegen, wäre ein rein gesinnungsethischer Journalismus. Blinde Seilschaften zum eigenen Block als den der „Gerechten“ zu praktizieren, ist Ursache für den Vertrauensverlust in die Glaubwürdigkeit des jeweiligen Bündnisses.

Bemerkenswert ist auch die Analyse der ARD-Sendung „Anne Will“ vom letzten Sonntag durch die Nachdenkseiten.  Zurecht wird auf die Gesinnungshaltung (Zitat:…“durch fehlende Ausgewogenheit [und] Meinungsvielfalt. Also genau das, was ein Journalismus leisten muss, der, soweit möglich, sich um Objektivität bemüht. “ Zitatende) dieser Moderation verwiesen, die noch die objektive Faktenlage durch ein Fragezeichen versieht, bei der  jedes Kind im vierten Schuljahr dies beantworten könnte: Ja, die Angriffe der USA und von GB und Frankreich waren ebenso völkerrechtlich ein Verstoß wie so manche andere Aktion in diesem geschundenen Land. Verantwortungsvoller Journalismus sieht anders aus: er verschweigt nicht, sondern macht transparent, wer die Gäste sind und in welchen Funktionen sie agieren! Das hat zurecht die Plattform meedia kritisiert. 

 

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