Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

AfD inside – Bekenntnisse und Einsichten einer Aussteigerin

„Es ist ja der Schwerpunkt AfD, dass sie die Vernunft ablehnt und an die niedrigsten Instinkte und Emotionen appelliert…“ (jwb)

So manche Diskussion wird um die Fragen geführt, warum sich größere Teile der deutschen wie europäischen Gesellschaft hin zu einem Welt mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bewegen. Dabei werden innerhalb dieser Gesinnung Wut, Angst, Hass und Gewaltbereitschaft immer sichtbarer.

Die Entwertung der Anerkennung von Arbeit (Arbeitslosigkeit, Minijobs und Zeitarbeitsstellen),

das Gefühl der Entwertung der eigenen Identität (Kritik an den Denkweisen und Handlungen mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit) und

die Überbetonung des Emotionalen als dominanter Weg von Wahrnehmung des Weltgeschehens scheinen die beherrschenden Kategorien für die Entwicklung hin zum rechten und rechtsradikalen Weltbild vieler Menschen –  nicht nur in den neuen Bundesländern – zu sein.

Nicht mehr die kritische Auseinandersetzung, das Aneignen von Wissen und Erkenntnissen und die vertiefende Bewertung von Argumenten (als Rüstzeug für die eigene Meinung und den respektvoll geführten Diskurs und besonnene Handlung) werden praktiziert. Sondern der schnelle, oberflächliche Weg von Facebook und Twitter als Ersatz für eigenes Denken sowie das Verinnerlichen von Propaganda insbesondere der rechtsradikalen Netzwerke treten stattdessen an die Stelle. Meistens werden von den Brandstiftern in den rechten Netzwerken und von der AfD angstbesetzte Themen unters Volk gebracht. Die Verzahnung der AfD mit diesen Gruppen der rechtsradikalen Szenen und ihre Propaganda besetzen die Köpfe und produzieren Wut, Hass und Gewalt.

Franziska Schreiber, eine Aussteigerin aus der AfD lässt in ihrem Buch „Inside AfD“  eine Sicht auf eine Szene zu, deren Ziele nur die Durchsetzung ihrer gruppenbezogenen, menschenverachtenden Weltsicht und die Errichtung eines totalitären Umfeldes sind. Diese Bevölkerungsgruppen, die sich von der AfD und dem rechten Netzwerk bestätigt sehen, stehen längst nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes. Das demokratische Staatswesen wird nur solange genutzt, bis sie die Macht haben, den demokratischen Staat zu zerstören.

„Inside AfD“ von Franziska Schreiber macht mehr als deutlich, warum alle demokratischen Institutionen angehalten sind, endlich zu agieren.

Da sind weder die Versagensleistungen von Ministerpräsident Kretschmer in Sachsen noch von Innenminister Seehofer sowie deren Sprache sinnvoll und schon lange nicht mehr  angemessen. Sie belegen nur noch deutlicher, dass sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen – entweder aus Gesinnung oder aus Unvermögen. Ein sofortiger Rücktritt wäre die einzige Akzeptanz!

Hinzu kommt noch, dass immer mehr klammheimliche Anhänger innerhalb der intellektuell geschulten Etablierten ihre wahre Gesinnung und Vorliebe für die gruppenbezogene Entwertung von Lebensentwürfen und Hilfsbedürftigen zu erkennen geben und verstörend bis destruktiv wirken. Die Plattform „Achse des Guten“ ist dafür ebenso ein Beispiel wie der Schriftsteller  Michael Klonovsky, Berater des AfD Vorsitzenden Alexander Gauland. Sie bereiten den Weg in eine Gesellschaft der Vorurteile und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ihre Erkennungszeichen sind Arroganz, Dünkel und Zynismus, verkleidet in der Sprache der Neoliberalen und manchmal den eines Schriftstellers.

Update: Chemnitz ist das punktuelle Brennglas – Interview der Nachdenkseiten mit Prof.Dr. Wilhelm Heitmeyer

UpdateII: Gespaltene Mitte – Rechtsextreme/Rechtskonservative Zustände

UpdateIII: Rechtsextemismus bei Frauen – Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

image_pdf(c) JvHSimage_print(c) JvHS

Kommentare sind geschlossen.