Rechtsextremismus und die Frauen

Rechtspopulismus wird immer attraktiver für Frauen / Warum das so ist und welche Gegenmaßnahmen es gibt, ist für sechs EU-Staaten untersucht worden. Die Publikation ist auf der Seite der Friedrich-Ebert-Stiftung zu erhalten.

Die Untersuchung ist in den nachfolgenden Ländern: Deutschland, Frankreich, Griechenland, Polen, Schweden und Ungarn den nachstehenden Fragen nachgegangen:

  • Mit welchen Inhalten sprechen rechtspopulistische Parteien in diesen Ländern Wählerinnen an?
  • Wie engagieren sich Frauen in rechtspopulistischen Parteien und welche Frauen wählen warum rechtspopulistisch?
  • Welche feministischen und progressiven Gegenstrategien gibt es?
  • Was können wir voneinander lernen?

Die Studie ist zu folgenden Erkenntnisse gelangt:

  • Frauen wählen mehr und mehr rechte/rechtskonservative und völkische Parteien (AfD / PIS / Front Nationale u.a.) in fast allen der untersuchten Länder.
  • Frauen drängen in führende Positionen bei  diesen Parteien und übernehmen wichtige Rollen. Dahinter steht der strategische Ansatz dieser  Parteien, dass in der Öffentlichkeit ein scheinbar sanftes Bild gezeichnet werden soll. um die totalitären Absichten zu verschleiern und Identifikationsfiguren für potenzielle Wählerinnen zu bieten.
  • Eine an die NS-Zeit erinnernde Familienpolitik wird als Aufhänger vermittelt, mit dem diese völkisch-rechtsnationalkonservative Parteien versuchen, ihr Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Das Recht der Frauen, über die Schwangerschaft selber zu entscheiden, wird eingeschränkt. Dafür wird im Gegenzug aber  finanzielle Unterstützung für Mütter und Familien gebeten.
  • Ein wie immer geartetes soziales Gewissen und die damit verbundenen Themen sind ein entscheidender Faktor für die Wählerinnen.