Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

25. Juli 2018
von JvHS
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Street or not Street – that´s the question II

„In jedem Bild gibt es zwei Personen: Den Fotografen und den Betrachter.“ – Ansel Adams

Was Portraitfotografie ist, dürfte jedem nachvollziehbar sein. Das gilt ebenso für die Landschschaftsfotografie. Selbst Architekturfotografie und Modefotografie lassen sich als Kategorie noch mit eindeutiger Zuordnung nutzen. Und nicht zuletzt die Dokumentationsfotografie scheinen die meisten Menschen noch sicher zuordnen zu können. Obwohl  Fotos enstanden sind, bei denen Überschneidungen in den aufgezählten Kategorien feststellbar sind. Da möge nur an die Industriegebäude oder die Fachwerkhäuser erinnert werden, die das Ehepaar Hilla und Bernd Becher im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts fotografierten. So sind Elemente des Dokumentarischen ebenso enthalten, wie die der Architekturfotografie und in der Gesamtschau dieses Werkes von einer Kunstfotografie gesprochen werden kann.

Was aber umfasst die immer mal wieder vorzufindende Rubrik „Streetphotography“? Kann diese an bestimmten Merkmalen festgemacht werden? Aktuell wurde diese Frage in einem Fotoforum diskutiert und der Versuch gestartet, eine Definition und sprachliche Festlegung von  „Streetphotography“ vorzunehmen. 

Einige der ausgestauschten Standpunkte endeten in Hinweisen auf Zitate und Quellen, die zur Klärung herangezogen wurden:

  1. Quelle: Straßenfotografie (wikipedia/deutsch)
  2. Quelle: Westerbeck, Colin; Meyerowitz, Joel (2001). Bystander: a history of street photography: with a new afterword on street photography since the 1970s. Boston: Bulfinch Press. pp. 440 pages 

Ein Vorschlag wurde in nachfolgendem Zitat und Post in dem Fotoforum gemacht mit: 

Zitat:

Colin Westerbeck ist vielleicht manchem hier ein Begriff. …

Er wurde während eines Podcasts von Ibarionex Perello (https://www.acast.com/thecandidframeaphotographypodcast/tcf-ep-399-colin-westerbeck) gefragt, was denn Street Photography sei. Er meinte, die kürzestmögliche Definition sei wohl „photos of everyday life in the street“, wobei er die Betonung auf „everyday life“ (also das alltägliches Geschehen…) legte. Als „Street“ gilt für ihn jeder öffentliche Ort, an dem dieses „everyday life“ stattfindet.

P.S.: Für mich sind „street photography“ und „Dokumentation“ zwei sehr eng verwandte Begriffe. Als Abgrenzung dazu würde ich „Reportage“ sehen.

Zitatende

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19. Juli 2018
von JvHS
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Und ewig droht der Freihandelsvertragsmissbrauch – oder JEFTA privatisiert die Wasserversorgung

„Das Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet.“ – Heinrich Heine

„Gebt mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es kümmert mich nicht länger, wer die Gesetze macht.“ – Mayer Amschel Rothschild

So wie niemand nicht kommunizieren kann – auch wenn er schweigt – so ist auch kein Mensch unpolitisch in seinem Verhalten, auch wenn er von sich behauptet, sich für Politik nicht zu interessieren oder sich nicht bemühen will, die politischen Entscheidungen zu verstehen. Sein Nicht-Handeln ist mit politischen und gesellschaftlichen Folgen verbunden, die gegen die Interessen von Menschlichkeit zielen. Und genau dieses angebliche unpolitische Verhalten in der Bevölkerung ist oft der Grund, warum undemokratische Kräfte an Zuwachs und Einfluss gewinnen.

Eine AfD nutzt demokratische Einrichtungen um sie abzuschaffen und stattdessen einen Staat aufzubauen, in dem Kategorien der Menschenfeindlichkeit und staatlicher Unterdrückung vorherrschend sein werden. Brandstifter in den etablierten Parteien spielen auf der gleichen Leier.

Und selbst in einem formal scheinbaren demokratischen Konstrukt wie jenes der EU ist der Mensch, sprich die große Anzahl der Bürgerschaft, die von Lohnerwerb leben muss und keine Mittel für und keinen Anteil an den Produktionsbedingungen hat oder Vermögen in Form von Boden und Immobilien hat, den einseitigen Interessen ausgeliefert, die in den Mittelpunkt die Stärkung der Finanz-, Banken- und Vermögenswirtschaft stellen und immer wieder ihre Lobbyisten-Divisionen zum Nachteil der Bevölkerung wirksam werden lässt, um in Freihandelsverträgen die Privatisierung der Daseinsfürsorge und der Ressourcen wie Gesundheit, Bildung, Altersversorgung, Wasser und Wohnen voranzutreiben.

Ist der Widerstand der Menschen gegen den Privatisierungswahnsinn in den Bereichen Wohnen, Energie und Wasser und vor allem einer Paralleljustiz wie den privaten Schiedsgerichten in Teilen wirksam geworden – wie bei TTIP -, wird klammheimlich und gegen jeden Anstand beim nächsten Freihandelsvertrag wie bei JEFTA gleichermaßen verstoßen. Es herrscht das Prinzip vor: Gewinne werden privatisiert – Verlust und Schulden werden sozialisiert, sprich: die Schulden und Fehlentwicklungen oder gesetzliche Vorgaben, die die Gewinne schmälern, werden vom Staat abgesichert und durch Steuergelder ausgeglichen. Wer diesem System zustimmt als Abgeordneter, der macht sich mitschuldig an der Umverteilung von unten nach oben.

Eine Übersicht, welche Auswirkungen nun dieser Un-Freihandelsvertrag JEFTA auf die Menschen in Japan und Europa haben wird, ist hier zu lesen.

Sich an Recht und Ordnung zu halten, welche ebenfalls in Teilen der staatlichen Kontrolle entzogen wurde, ist der Unanständigkeit im politischen Handlungsland unterworfen worden. Ein weiteres Beispiel, wie das Grundgesetz den Parteiinteressen unterworfen wird, ist hier nachvollziehbar!

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19. Juli 2018
von JvHS
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Blick nach oben III – oder wem gehört der Mond?

„Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.“ – Mark Twain

Der Trabant ist in den Fokus der neoliberalen Ausbeuter gelangt. Die Erreichbarkeit und seine Verfügbarkeit ist durch neue Technologien in naher Zukunft möglich. Wem gehört er? Denjenigen, die ihn zuerst betreten (haben)? Denjenigen, welche die Mittel haben, die dortigen Ressourcen auszubeuten nach den Mustern, wie die Erde  sich von wenigen einverleibt wurde? Gehört er niemandem oder insgesamt der Menschheit, also allen? Wie soll dies realisiert und verwaltet werden?  Ist die Privatisierung von Teilen des Mondes rechtmäßig? Nach welchem Rechtsverständnis? Beginnt bei diesem Trabanten der Diskurs um Recht, Rechtsprechung auf dem Boden des Mondes, Eigentum und Besitz alles wieder nach den gleichen Mustern, unter denen unser Globus und die Menschen auf ihm schon unterjocht und ausgebeutet wurden? Lässt sich an dem bisher kaum erreichbaren Trabanten ein neues Modell von Gerechtigkeit entwickeln? Real und nicht nur als Gedankenexperiment? Wird eine Mondverfassung notwendig sein und unterscheidet sie sich von der Verfassung á la Grundgesetz auf der Erde? 

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18. Juli 2018
von JvHS
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Blick nach oben II

„Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.“ – Theodor W. Adorno, Minima Moralia

„Kunst ist eine freie Nachahmung der Natur mit Bewusstsein, das höchste Ziel der Kunst ist eine verschönte Natur.“ – Sophie Mereau, Betrachtungen

„Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.“ – Jean-Jacques Rousseau‘

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