Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Herbstwind entblätterte selbsternannte gelbe Pracht

Was von der selbsternannten gelben Pracht mit dem scheinbar taffen Drei-Tage-Bart noch wirklich übrigblieb, ist ein jämmerlicher Rest, der nun mit einer durchschaubaren Kampagne versucht, das Sichtbare und die Essenz wieder umzudeuten.

Und der scheinbar strahlende Erneuerer wurde schon im ersten lauen Windchen des Herbstes 2017 kräftig gerupft. Wie soll so jemand mit seiner Resttruppe den eigentlichen Stürmen der politischen Realität trotzen?

Im Übrigen – und das gilt für alle Parteien – die übertragene Verantwortung als gewählter Vertreter im Parlament ist im Grundgesetz formuliert und lautet: zum Wohle des (gesamten) Volkes zu handeln! Und dies verlangt, das Augenmerk auf die gesamte Bevölkerung zu richten und die Aufgaben zur Weiterentwicklung des Gemeinwohls abzuarbeiten; nicht nur für die eigene Klientel oder die eigene Lebensplanung zu handeln. Da täte es Not, zunächst und nochmals, wenn denn schon mal geschehen, Platons “Der Staat – als Politeia, sprich Verfassung und öffentliche Verwaltung” zu lesen und zu beachten.

Die heutigen Menschen im Land haben gelernt, die vorgesetzten Bilder und Deutungen nicht unbedingt für real zu halten. Das Höhlengleichnis ist dafür ein guter Hinweis. Und Platon gab den Rat, die offensichtlichen Dinge und Erscheinungen zu hinterfragen. Der Staat muss nach dem Prnzip der Gerechtigkeit regiert werden, forderte er. Und ein paar Tugenden setzte er dazu zunächst voraus. Die scheinen in einem egozentrischen Leben heutiger Politdarsteller aber keine Rolle mehr zu spielen. Zu korrigieren oder zu modernisieren wäre allerdings Platons Verständnis von der Gesellschaftsform. Er hielt aus seiner Sicht die Demokratie für zu instabil. Ob er da an Leute wie Christian Lindner gedacht hatte?

Die Verantwortung der Menschen als Wähler liegt darin, nicht dem Schein verhaftet zu bleiben. Nicht dem Üblichen der Scheinwelt von TV-Shows und inhaltsleerem Auftreten zu folgen und dem schönen Schein von Marketing-Bla-Bla verhaftet zu bleiben, sondern zu erkennen, was nur Schatten auf der Wand sind. Und nicht Haben und Sein zu verwechseln.

Update: Wenn die Selbstinszinierung daneben geht

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