Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Denn sie wissen nicht, was sie tun in Sachen Internetnutzung – oder doch?

In Anlehnung an den Film mit James Dean könnte wohlwollend formuliert werden, dass sie nicht wissen, was sie tun,  wenn ein Vorgang wie den um das Abstimmungsverhalten der EU-Abgeordneten im Rechtsausschuss des EU-Parlaments in Sachen Leistungsschutzrecht und Uploadfilter betrachtet wird. 

Nicht zu wissen, was sie tun, das wäre schon schlimm genug! Es ist jedoch kaum mehr nur eine Mutmaßung, wer das Verhalten der EU-Abgeordneten genauer hinterfragt und zu einer anderen Einsicht gelangt. Zwangsläufig muss die Schlussfolgerung gezogen werden, dass sie sehr wohl wissen, was sie anstellen – denn sie betreiben eiskalt Lobbyismus zum Schaden der überwiegenden Mehrheit der Gesellschaft. 

Am 07. Juli wird das EU-Parlament die Vorlage, die schon im Rechtsausschuss beschlossen wurde auf Betreiben des EU-CDU-Abgeordneten Axel Voss, wohl beschließen. 

Was dies bedeutet, kann an einem exemplarisch Fall nachvollzogen werden. Ein Forumsbetreiber, der eine Plattform für Fotografie rund um die Marken Leica und Fuji zur Verfügung stellt und damit ein Geschäftsmodell entwickelte, das ihm und seiner Familie eine Existenzsicherung ermöglichte, den Nutzern einen Mehrwert für ihre Freizeitbetätigung schaffte, wird extrem in seiner Existenz gefährdet, wenn die gedachte Kontrolle in Form der Uploadfilter und das nur für das Verlegertuminteresse gestaltete Leistungsschutzrecht und die Urheberrechtsreform in der vorliegenden Form umgesetzt werden. 

Hier und hier sind die entsprechenden Inhalte und die Folgen für den Forumsbetreiber – und damit auch für die Nutzer des Hobbyforums – nachvollziehbar.

Erbärmlich  – und wider jeder gedachten Form der Abgeordnetentätigkeit, für diejenigen Ansprechpartner zu sein, die ihn wählten- stellt sich das Verhalten fast aller Abgeordneten der etablierten Parteien – von der CDU über die SPD – dar.  Anfragen werden nicht beantwortet, nicht einmal die Bestätigung des Erhalts eines Schreibens, so geschehen beim EU-Abgeordneten der SPD, Arndt Kohn. 

Ein Protest gegen das Vorhaben kann in Form der Unterstützung einer Petition formuliert werden.

Petition unterschreiben!

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