Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Vom Heulen, Jammern und dem Vollmond

“Das Ideal meiner Politik ist es, das Leben der Menschen im Laufe der Jahre ein Stückchen menschlicher zu machen.” Johannes Rau, Alt-Bundespräsident und  ehemaliger Ministerpräsident NRW- Dezember 1985

“Eine Gesellschaft, die alle Lebensbeziehungen den Gesetzen des Marktes unterwirft, trägt Anzeichen von totalitärer Ideologie, die lebensgefährlich ist für den Staat.” – Johannes Rau, Süddeutsche Zeitung 14./15. Januar 2005

“Ich habe Sorge, dass eine junge Generation heranwächst, die von allem den Preis und von nichts den Wert kennt.” – Johannes Rau, 2003

Niemand muss im Politikland den Mond anheulen. Und das laute Jammern hilft bei all dem gezeigten Unvermögen unserer politischen Gallionsfiguren rein garnichts. Auch die sogenannten Alternativen sind eher eine Armseligkeit für Deutschland und der Bürger würde vom Regen in die Jauchegrube gelangen. Den Pfad der “Höcke-Linie” zu betreten, hieße, den Brandstifter für die Feuerwehr zu halten. 

Aber so wie Gauner als Gauner zu bezeichnen sind, und Brandstifter als Brandstifter sowie Schwätzer als Schwätzer,  ist auch Klartext zu sprechen, was den Zustand in dieser Republik betrifft. Die Bürgerschaft muss die Forderungen erheben, dass Fehlverhalten in der Politik, Fehlentscheidungen in Regierungsverantwortung und Grenzüberschreitungen einzelner Minister persönliche Konsequenzen folgen müssen!

Denn der Vorrat an Vertrauen ist schon lange aufgebracht. Der Vorrat an Geduld geht ebenso zur Neige, vor allem, wenn sich die etablierte und selbsternannte Politelite dem Diskurs mit der Bürgerschaft entzieht. Vor lauter Rettungsversuche der eigenen Haut wird seit Jahren jede notwendige Innovation vermieden, jeder langfristigen Planung zur Stabilität der Gesellschaft aus dem Weg gegangen. Somit entsteht die Unfähigkeit zur gemeinsamen, im Diskurs mit der Gesellschaft, Lösungsfähigkeit von allfälligen Problemen: von der Infrastrukturschaffung bis zu Sicherung der Daseinsfürsorge durch den Staat als Auftragnehmer der Gesellschaft. Stattdessen wird das Kapital der Gesellschaft weiterhin privatisiert – selbst die Ressource Wasser steht bei den Gierigen auf der Agenda. Still und heimlich und nach alter Machart, wie es schon aus den TTIP-Verhandlungen bekannt ist, werden die Daseinsfürsorge und die Grundbedürfnisbefriedigung verscherbelt. 

 

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