Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

TF in den Medien und auf Meedia – Lehr- oder Leerstück?

Die Titelzeile ist keine Codierung für ein bisher unentdecktes Märchen der Gebrüder Grimm, noch versteckt sich dahinter ein neuer Privatsender. TF sind die Anfangsbuchstaben des  nun im Ruhestand lebenden Richters Thomas Fischer.

Der eloquente, ehemalige Vorsitzende Richter des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe betätigt sich gerne als Kolumnist. Lange Zeit für die selbige benannte Wochenzeitung (Die Zeit) und nach Trennung von jener (die ehemalige Kolumne ist eingestellt) nun für SPON (Spiegel online – “Recht Haben”) und auf der Plattform MEEDIA (Fischers kleine Presseschau) tätig.

Unzweifelhaft sind seine Texte geprägt von juristischem Sachverstand, rhetorischer Geschmeidigkeit und bissiger Kritik. Und wie immer bei Personen, die sich in den öffentlichen Diskurs begeben, besteht eine Fangemeinschaft wie auch eine Anti-Fischer-Seilschaft.

Warum nun dieser Verweis auf eine Person, die derart die Leser- und Schreiberschaft trennt? In seinen Kolumnen – die unterhaltsam wie intellektuell anspruchsvoll geschrieben sind – nimmt Thomas Fischer Stellung zu medialen, politisch-gesellschaftlichen Themen und Ereignissen und in den nachfolgenden Kommentaren auch ergänzende und/oder beißende Nach- und Lachjustierungen vor. Nicht selten jedoch auch mit reichlich misanthropischem Zynismus. Für manchen Geschmack und manche Wertung in grenzüberschreitender Realisierung.

An diesem exemplarischen Beispiel des Zustands der Medienlandschaft und des öffentlichen Diskurses lässt sich eindringlich Meinungsbildung und Medienmacht nachvollziehen.

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