Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Dämonisierung des politisch-gesellschaftlichen und gegnerischen Gegenübers

Wer die Fülle an aufklärenden Informationen betrachtet, die sachlich, konsistent und verifizierbar sind, fragt sich, warum dennoch in den Staaten mit aktuellen Demokratien ein ungeheuer erfolgreicher Rechtsruck zu rechtsnationalen, über rechtskonversativen bis rechtsradikalen Positionen erfolgt ist?

Ein Wechsel zu Parteien und Regierungen, die die Abschaffung der Demokratie zum Ziel haben und stattdessen eine Autokratie oder Diktatur errichten, ist zu verzeichnen. Beispiele dafür sind zuhauf auch in EU-Ländern zu sehen. In Ungarn profitiert davon Orban, in Polen Kaczyński, in der Türkei Erdogan, in Israel Netanjahu und in den USA Trump. Alle Genannten schränken die Grundrechte ein, sichern ihre Macht durch die Entmachtung oder Parteinahme der Gerichtsbarkeit und durch die Diskreditierung der Medien respektive durch die Umwandlung der Presse zu einer staatlich kontrollierten Medienkonzentration. Alle diese Figuren wollen das Gegenteil einer “offenen Gesellschaft”, wie sie Karl Popper einmal definierte. Allen Beispielen ist gemein, dass die Dämonisierung  der bestehenden rechtsstaatlichen Demokratie und die personifizierte Verteuflung des alternativen Gegenübers mittels propagandistisch und kampagnenmäßigen Vorgehens zu beobachten ist.

Entwicklungen zu diesem “Erfolgsmodell” der Zerstörung der Demokratien sind auch in Österreich und Schweden nachvollziehbar. Die Grundlage zum Regierungswechsel und des Abbaus der rechtsstaatlichen Ordnung führte zunächst über einen Wahlsieg, der nach der Formel: negative campaigning und voter supression  eingeleitet  und geführt wurde. In Deutschland eifert die AfD den genannten Beispielen nach.

Zitat:

“Finkelstein folgte dabei einer Formel, die er fortlaufend weiterentwickelte: negative campaigning. Bei dieser Wahlkampfmethodik geht es darum, die Kampagne des Gegners anzugreifen, statt ein eigenes Programm anzupreisen.”

“…voter suppression, Wählerunterdrückung. Brad Parscale, der Leiter von Trumps Digitalkampagne, hat diese als eines der wichtigsten Instrumente der 2016er-Wahl beschrieben. Die Methode liest sich wie das How-to (do) des modernen Rechtspopulismus.”

Zitatende (Quelle: BaZ-online)

Die Basler Zeitung (*) beschreibt diese Methoden als Strategie des A.J. Finkelstein (Berater der Republikaner in den USA) und seines Kumpanen und Eleven George Eli Birnbaum.

 

(*) (Dass diese Zeitung selber zum Spielball von Investoren und rechtskonservativen Politikern geworden ist, sollte bei der Wertung des Artikels im Hinterkopf bleiben und die Aussagen des Berichterstatters sollten hinterfragt werden.)

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