Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Verschlimmbesserung statt Balance zwischen Gemeinwohlinteressen und Urheberrechten

Was oben ist unten!

“Das Freisein von etwas erfährt seine Erfüllung erst in dem Freisein für etwas. Freisein allein um des Freiseins willen aber führt zur Anarchie.” – Dietrich Bonhoeffer

“Das hochfliegende Wort »Freiheit« bedeutet hienieden, fürcht’ ich, immer weniger, je mehr man sich’s ansieht.” – Wilhelm Busch

“Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.” – Baruch de Spinoza, Ethik

Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom [von Seilschaften freien] Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.” – Karl Raimund Popper

Das was nunmehr – nach den gewaltigen Protesten mit rund 5 Millionen Unterzeichnern der Petition gegen das vorgesehene Mittel der Uploadfilter-Lösung – die in die Kritik geratene Abstimmungsvorlage ersetzen soll, ist von noch weitergehenden Folgen gekennzeichnet als es bisher geplant war.

Der zwischen Kommission und dem Parlament vereinbarte endgültige Text zur Urheberrechtsreform ist der Supergau für ein freies Internet. Der Bericht auf dem Portal “Internet-Law” lässt deutlich erkennen, dass bei dem Willen der EU (des “Staates”),  alles zu kontrollieren, jegliche Vernunft verloren gegangen ist. Ohne Rücksicht auf Verluste wird das Internet nur noch den Machtinteressen weniger Verlagskonzernen unterworfen. Willige Vertreter wie Axel Voss leisten dann die Vorarbeit.

Wie schon auf diesem Blog dargestellt, kommt von den Urheberrechten und der Beteiligung an eine Vergütung bei den wirklichen Rechteinhabern (Journalisten, Schriftsteller, Musiker etc.) kaum etwas an, sondern lediglich bei den Verlagen und Rechteverwertern. Zudem wird mit der Kontrolle, welche Informationen auch Unregelmäßigkeiten, Korruption oder Seilschaften zum Nachteil der Bevölkerung aufdecken könnten, die Transparenz verhindert.

So kommt denn der Kommentator auf “Internet-Law” zu folgendem Fazit:

Zitat:

“Das Urheberrecht beachtet die Interessen der Allgemeinheit in immer geringerem Maße. Das ist für eine Informationsgesellschaft generell keine gute Nachricht. Es gelingt speziell der EU-Gesetzgebung nicht, die notwendige Balance zwischen den Gemeinwohlinteressen und den Interessen der Rechteinhaber herzustellen.”

Zitatende (Quelle)

Update vom 20.02.2019

Stunk im eigenen Hinterhof – CDU/CSU 

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