Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Die Steigerung der Widerlichkeit II

Manch einer glaubt, er wäre ein Schwan…. und könne über Wasser gehen!

Was sich so alles liberal nennt, realiter jedoch neoliberal=raubtierkapitalistisch daherkommt. Es ist die gesellschaftliche Schicht des pseudointellektuellen Weltverständnisses, welches sich in einem Pamphlet zeigt und auf der AdG-Achse des Guten veröffentlicht in die weite Welt geschickt wird.

Ein Jüngling, sich einordnend in die Reihe der Autoren, deren Machwerke die Welt nicht braucht, glaubt, seinen wirtschaftswissenschaftlichen Belzebub als Gott verkünden zu müssen. Liberales Denken wird reklamiert, tatsächlich jedoch quillt aus jeder Pore die Vorstellung der von Hayek-Welt mit seiner Propaganda der sich selbst regulierenden Marktwirtschaft hervor.

Die Blase der neoliberalen Gut-Achsen-Welt füllt sich durch sich selbst bestätigendes verbales Schulterklopfen. Es geifert der Hass gegen die Diskursbeiträge, welche die Ausbeutung durch Mietinvestoren und deren verursachende Wohnungsnot geißeln. Da greift man sich an den Händen und hebt einen 17jährigen Gift-Grünschnabel auf den Sockel zu Füßen des Mythos der freien Marktwirtschaft und die Feuchtigkeit nimmt schlagartig zu: beim aufs Schild-Gehobenen hinter den Ohren, bei den Lobpreisenden in so manchem Wäschestück.

Die praktische Umsetzung der von-Hayekschen Wirtschaftsmodelle führte zu den Regimen von Pinochet, Reagan und Thatcher mit den zerstörerischen Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Laut Joseph Schumpeter sei Hayeks Liberalismus zwar theoretisch ein edles Konzept, jedoch ausschließlich betuchten Self-made-Gentlemen und Sklavenhaltern zu empfehlen. (aus Butterwegge u.a.: Neoliberalismus *)

Ich empfehle dem jungen Schreiberling einmal

(*) Christoph Butterwegge, Bettina Lösch, Ralf Ptak: Neoliberalismus. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008

zu lesen!

Nur bin ich skeptisch, ob sich ein 17jähriger, der in der Blase des Neoliberalismus schon heimisch sich fühlt, über den Tellerrand schaut, Solidarität und sozialen Frieden als Wert akzeptiert und die daraus notwendigen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, akzeptiert, wie den Investitionswohnungsmarkt zu untersagen, um ein Grundrecht auf Wohnen zu sichern.

Wer jedoch wie er von Gerechtigkeit faselt, und glaubt, “Gerecht ist eine Gesellschaft, wenn jeder das bekommt, was er verdient und was er sich erarbeitet”, dann habe ich großen Zweifel an seinen Verstand und seine Ehrlichkeit und möchte ihn bitten, offen zu legen, was er denn so alles erbt? Und ob innerhalb der Erbengeneration jenes ererbte Vermögen ein Verdienst ist, das jene sich selbst erarbeitet haben?

Wohnungsnot und Zwangsräumungen… 

 

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