Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Warum die freie Marktwirtschaft ein Mythos ist – das „Wachstum“ der Aktiengesellschaften zahlen die Steuerzahler

“Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien.” – André Kostolany

“Die EZB hat die Staatsverschuldung geradezu institutionalisiert und der Gesinnung des Neoliberalismus unterworfen.” – jwb

“Ihr Europäer müsst schon verstehen, dass, wenn es in Europa zu einem Konflikt kommt, wir Amerikaner natürlich keineswegs beabsichtigen, mit euch zu sterben.” – Henry Kissinger, Brüssel 1979

“Eine Gesellschaft, die alle Lebensentwürfe dem Mythos der freien  Marktwirtschaft unterwirft, trägt Anzeichen von totalitärer Ideologie, die lebensgefährlich ist für die Demokratie und die Aufgaben der Daseinsfürsorge.” – jwb

Freie Marktwirtschaft, wie die FDP und Propagandisten dieses Enteignungsmodells der sparenden Bürgerschaft als Modell und Mythos verkaufen, schafft weder Wachstum, noch ist es das beste Wirtschaftsmodell aller Zeiten.

Möglicherweise wird da Überfluss und Gier mit Freiheit verwechselt. Die Risiken der Aktiengesellschaften tragen nicht die Aktionäre und Managementsöldner, sondern der Steuerzahler. Und die Wachstumsfantasien durch Übernahmen wie bei Bayer und Monsanto werden mit der Gelddruckerei der EZB und der Haftung durch die Staatsanleihen und ihre Bürgschaften finanziert!

Im Haftungsfall steht der Staat mit seinen Staatsanleihen, sprich der Steuerzahler dann als Bürge bereit. Die durch die Geldschwemme bedingte Inflation enteignet die Sparguthaben der privaten Vorsorgebetreiber indirekt, da einerseits keine Zinserträge mehr auf die Bargeldreserven und Geldvermögen der Sparer gezahlt werden und gleichzeitig alle Unternehmen sich dieser Verschiebung über die billigen EZB-Gelder bedienen, um Risikokäufe zu finanzieren und im Worst Case – Zustand dann durch den Staat und dessen Bürgschaft gerettet werden.

Spannend und gleichzeitig empörend hier nachzulesen:

Lobbyismus bei Bayer/Monsanto 

Monsanto-Skandal

EZB-Skandal

EZB-Stichwort und Berichte zu Staatsanleihen bei Norbert Häring

Da fragt sich der brave Bürger: wo bleibt die Anklage durch die Generalstaatsanwaltschaft gegen die Vertreter des Staats und wo die Kontrolle durch das Parlament?

Update vom 280619

Ergänzende Korrekturen (NDS – Jens Berger) sind notwendig (Klarstellung durch die TAZ) und in die Debatte (Antwort auf den TAZ – Bericht von Gaby Weber) einzubringen, damit Begriffsklarheiten notfalls falsche Schlussfolgerungen korrigieren helfen. Indirekt könnten aber – wie bei der Bankenrettung – bei einer Pleite Bayers aufgrund des Monsanto-Deals dennoch Bürgschaften durch die Bundesregierung irgendwann auf der Tagesordnung stehen. Dann wären auch Steuergelder wieder im Spiel der Gierigen.

Stellungnahme der EZB – veröffentlicht bei Telepolis.

Satirische Aufarbeitung der Arbeit der EZB durch die Sendung Die Anstalt.

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