Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Die einzig notwendige Identität, die Menschen brauchen, ist jene der Menschenrechte und Menschenwürde

Was kann besser als einzige Grundlage zu einer universellen Identität dienen, als die unveräußerlichen Menschenrechte und die Würde des Menschen. Nur das macht den einzelnen stark wie auch die Gesellschaft.

Jede andere Interpretation, was Identität sei – ob Heimat (von nostalgischen bis ideologischen Abarten wie den Blut-und-Boden-Irrungen) oder „Mein Ich – Nur Ich“ als Narziss und Selbstdarsteller, immer sind diese Irrläufer des Begriffs „Identität” Wege zur Fremd- und Selbsttäuschung oder Wege zur Gewalt gegen andere. Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind immer noch an der Tagesordnung. Und die Brandstifter des Neo-Nationalismus und der faschistischen Rechtsradikalität sind die Wegbereiter dazu.

So schlagen die Redakteure der Zeitschrift „Hohe Luft“ in einem Essay in der „Der ZEIT“ vor, den Begriff endlich zu entsorgen. Dem ist zuzustimmen, zumindest was die ideologisch besetzten Begrifflichkeiten betrifft. Menschenrechte und Menschenwürde sind Inhalt genug für die Ausfüllung des Begriffs Identität. Die Herbeiführung der Menschenrechte, die Umsetzung derselben in den verschiedensten Situationen ist Herkulesaufgabe genug für die Menschheit. Denn es gibt genügend dieser Spezies, die mit aller Macht versuchen werden, ihren Reichtum, ihre Privilegien und ihre Macht behalten zu wollen auf Kosten der Menschenrechte und der Menschenwürde des überwiegenden Teils der Menschheit!

Dass dieses Verhalten seit jeher Merkmal der negativen Seite der Menschen ist, das fasste der chinesische Dichter Han Shan schon im 7. Jhrdt. n.Chr. in einem Gedicht zusammen:

Nördlich der Stadt lebte Gevatter Chung
In seinem Haus gab es stets reichlich Fleisch und Wein
Damals, als seine Frau gestorben
War seine Halle berstend voll von Trauergästen
Nun ist der Alte selbst dahingegangen
Nicht ein Mensch kam, ihn zu beweinen.   

Die seinen Becher leerten und seinen Braten verschlangen
Was haben sie doch für ein kaltes Herz!

Wir brauchen keine falschen Propheten wie die der Trumps, der Nigel Farage, der Johnsons, der Orbans, Höckes  und Erdogans. Und wir brauchen keine Brandstifter, wie sie sich in neoliberalen und rechtsnationalistischen Parteien wie AfD und Konsorten verstecken.

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