Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Beschränkung, Ausgrenzung und Bedrohung – die Weltsicht der AfD

Contra principia negantem non est disputandum

Wer sich bedroht fühlt, wenn Meinungen aufeinander prallen und dem Disput und dem Diskurs ausweicht und mit Ausgrenzungsforderungen, Beschränkungen und Bedrohungen des Gegenüber antwortet, der hat von Meinungsfreiheit und demokratischem Selbstverständnis nichts verstanden, oder will diktatorisch und gewaltsam nur das eigene verquere Weltbild  durchsetzen. Genau dieses Denken und Handeln findet sich in der AfD, ihrer Anhängerschaft, vor allem bei seinem    rechtsradikalen “rechten Flügel” wieder. (Mit Götz Kubitscheck  bietet sich der “spiritus rector” der Rechtsradikalen als “Berater” der Höckes, Seidel et al. an!)

Es wird dem politischen Gegner unterstellt, das einzig richtige Verhalten zu verhindern und das “völkisch-nationalistische” Prinzip der Bewertung anderer Verhalten zu behindern. Nur die “Verabschiedungskultur” (ein Wort mit Hasspotential vom Brandstifter Höcke!) sei der richtige Weg zur Bewahrung der “wahren” Werte. Wobei gleich zu fragen ist, wohin zu “verabschieden” ist? Abschiebung in Kriegsgebiete? Einsperren in besondere Räumlichkeiten? Ausgrenzung vom gemeinsamen Leben?

Das Unwort der “Verabschiedungskultur” ist nichts anderes als der Aufruf zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit!

Kein Wort und kein Ansinnen, die Grundrechte der Menschen zu verteidigen, die in

  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte,
  • der Europäischen Menschenrechtskonvention,
  • der Charta der Grundrechte der Europäischen Union

verankert sind.

Radikalismus: der rechtsvölkische Konservatismus von heute wirkt als Injektion in die Unterdrückungsrealitäten  von morgen.” – jwb

Wie soll mit den Fanatikern und den von Brandstiftern indoktrinierten Anhängern der AfD umgegangen werden? Der Philosoph Hubert Schleichert gibt dazu eine Anleitung in seinem Buch von 1997 ““Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren”. 

Ziel der Aufklärung und des Umgangs mit Fanatiker sei (nach Hubert Schleichert) “nicht eine ‘Widerlegung des Fanatikers”, sondern, dass dessen “Ergüsse nicht mehr auf Interesse stoßen, weil das Publikum dagegen immun geworden ist”.  Dazu ist aber auch dem konservativ-neoliberalen Flügel der ehemaligen Volksparteien zu sagen:

Die Heimat der Menschlichkeit liegt weder im völkisch-rechtsnationalistischen Weltbild der AfD, noch im Neoliberalismus!.

Nachstehend und hilfreich sind die Argumentationsinhalte, um gruppenbezogener Menschfeindlichkeit  bei den AfD-Fundamentalisten zu begegnen.

  • Menschenfreundlichkeit bedarf der sozialen Sicherheit, der Solidarität und der Vermeidung von Krieg als „Eroberung“ von Einflusssphären.
  • Menschenfeindlichkeit ist dagegen Ausdruck der sozialen Unsicherheit, der Privatisierung und der Verteilungskrisen.

Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist erkennbar und lässt sich mit ihren Kategorien:

1. Fremdenfeindlichkeit
2. Rassismus
3. Antisemitismus
4. Islamfeindlichkeit
5. Etabliertenvorrechte
6. Sexismus
7. Homophobie
8. Abwertung von Menschen mit Behinderung
9. Abwertung von Obdachlosen
10. Abwertung von Langzeitarbeitslosen

beschreiben. /Quelle: IKG – Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung 

Update vom 30.08.2019

Böhmermanns Manege – diesmal der Nasenring für die AfD  – Bericht in der FR (Frankfurter Rundschau)

Update vom 28.08.2019

Ausschluss von Doris von Sayn-Wittgenstein aus der AfD

Ergänzung/Update vom 23.08.2019

Aus der Welt des Junkertums – oder aus dem Land der “Bauern – Bonzen – Bomben” (* Hans Fallada)

 

image_pdf(c) JvHSimage_print(c) JvHS

Kommentare sind geschlossen.