Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Das Törichte kristallisiert sich in der Erstarkung der Armseligkeit für Deutschland

Wer von den negativen Auswirkungen des Neoliberalismus nicht reden will, muss sich über die Erstarkung des Rassismus und Faschismus nicht wundern.

Der angeblich bürgerlich-konservative Boden der AfD geht nicht nur bis ins Hirn der TV-Moderatoren (Wiebke Binder), sondern wird auch zum Narrativ durch die AfD selber erklärt und mit gebetsmühlenartiger Propaganda in die Köpfe der Bevölkerung gehämmert.

Der Osten Deutschlands ist aktuell bis zu einem Drittel der Bevölkerung rechtsnationalistisch, rassistisch und zur Übernahme rechtsradikaler Inhalte bereit. Diese Indizien haben eine lange Tradition in diesem Teil Deutschlands. Zu einer wirklichen Emanzipation und zur Entwicklung freiheitlichen Denkens haben diese Bevölkerungsteile sich in den letzten 30 Jahren nicht entwickelt, sondern sogar nichts dazugelernt. (*) Das „Führerprinzip“ und die Bereitschaft zur ihrer Verinnerlichung ist immanent vorhanden. Über die tiefverwurzelten, rechtsradikalen Netzwerke der Höckes, der Kalbritz, der Kubitschecks et al  mit ihren Inhalten zum Nazitum und zur Menschenfeindlichkeit allen gegenüber, die den Prinzipien der Menschenrechte zugeneigt sind,  wird hinweggeschaut.

Die Fremd- und Selbsttäuschung funktioniert bestens im Sinne der Anti-Demokraten. Das Mitläufertum hat wieder Konjunktur und die gruppenbezogene und auf Vorurteile und Propaganda beruhende Menschenfeindlichkeit wird gepflegt. Die AfD ist weder bürgerlich, noch wirklich demokratisch über das Formale hinaus. Sie ist der Boden der neuen Rechtsradikalität mit unterdrückerischer Natur. Nazis muss man Nazis nennen!

Der Hass auf alles, was zu einer Alternative des Neoliberalismus führt, eint denn auch die rechtsnationalistischen Bewegungen mit den neoliberalen, konservativen Gesinnungsgenossen zur „Verteidigung“ des unsolidarischen Systems Neoliberalismus. Die Mythen „Arbeit muss sich wieder lohnen“ und „Agenda 2010-Systeme retten das Land“ lassen bei den „gebildeten Eliten“ der gesellschaftlich eindimensionalen Wissenschaftler, Unternehmer und Vermögensbesitzer jegliche Solidarität im Gemeinwesen vermissen. Durch die zynische Verteidigung der neoliberalen Gesinnung bewirken sie den Auftrieb der rechtsnationalen Strömungen. Brandstifter-Plattformen des „ach so Guten“ befeuern die Entwicklung und Selbstdarstellung der AfD als „bürgerlich-konservative Partei“ und machen sie so salonfähig für den irregeleiteten Teil der Bevölkerung. Der Selbstbetrug besteht – wie bei den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren – darin, dass selbst diese sich damals als Mitte der Gesellschaft betrachteten, obwohl sie in der Realität zutreffend ultrarechts  waren.

Das Törichte wird so zum Brennstoff des Aufblühens der rechten Gesinnung. Die Phrase und Haltung: “ich bin rechts, und das ist gut so” ist weder förderlich, noch positiv für Deutschland.

Update vom 03.09.2019

(*) SZ mit den Daten, dass die AfD nur im Osten erstarkt ist.

AfD – Die scheinbar Bürgerlichen sind in Wirklichkeit islamophob und im rechten Flügel antisemitisch bis rechtsextrem!

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