Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Fridays for Future – Klimawandel

Der Club of Rome hatte 1972 in Die Grenzen des Wachstums, 1972, ISBN 3-421-02633-5 vor den Bedrohungen der Menschheit durch den Glauben an unbegrenztes Wachstum gewarnt. Risikoanalysen, alternative Zukunftsszenarien und das Hinterfragen der der Ziele und Fehlentwicklungen der Wirtschaftssysteme – hier des Neoliberalismus und des Kapitalismus – sowie alternative Lebensentwürfe zu erforschen und vorzuschlagen, sind die Methoden zur Rettung der Menschheit.

Zitat: “Das aktuelle Arbeitsprogramm des Club of Rome konzentriert sich auf die Themenbereiche 1) Umformulierung der Ziele und Veränderung der Funktionsweise unserer Wirtschaftssysteme; 2) Entkopplung von Wohlstandsentwicklung und Ressourcenverbrauch; und 3) Sicherung von Lebensgrundlagen, Arbeitsplätzen und Einkommen.” Zitatende [Quelle]

Mit der Bewegung und den Protesten von “Fridays for Future” nimmt das Thema endlich Fahrt auf. Fast 50 Jahre haben die Regierungen weltweit nichts wirklich wirksames getan, um der Klimakatastrophe zu entgehen. Bis heute leugnen sehenden Auges Parteien (AfD) und Regierungsoberhäupter (Trump) den menschengemachten Klimawandel. Und ignorieren selbst neue Erkenntnisse aus den Klimasimulationen wie an der University of Michigan:

Zitat: “Die globale Erwärmung wird voraussichtlich die Verteilung und Art der Wolken in der Erdatmosphäre verändern, und Wolken können sowohl wärmende als auch kühlende Auswirkungen auf das Klima haben. In ihren Simulationen des frühen Eozäns fanden Zhu und seine Kollegen eine Verringerung der Wolkenabdeckung und -trübung, die die CO2-induzierte Erwärmung verstärkte. Die gleichen Wolkenprozesse, die für die erhöhte Klimasensitivität in den Eozän-Simulationen verantwortlich sind, sind nach Ansicht der Forscher heute aktiv.”  Zitatende (Quelle: Klimamodell CESM1.2 – Berechnungen und Simulation – University of Michigan) 

Wissenschaftler haben in dem Klimasimulationsmodell festgestellt:

Zitat “Die wichtige Erkenntnis nach dem Klimamodell ist, dass die Erwärmung mit der CO2-Konzentration in der Atmosphäre schnell wächst, also sich beschleunigt. Der Planet wird zunehmend sensitiver gegenüber ansteigenden CO2-Emissionen.”  Zitatende (Quelle: Telepolis) 

Dass auch die jetzige Regierung kaum die notwendigen Konsequenzen ziehen wird, ist zu unterstellen. Dafür sind in dem Kabinett mit dem CSU Ministern Scheuer (Verkehr) und der CDU-Ministerin Klöckner (Agrar) sowie CDU-Minister Altmaier  (Wirtschaft) zu schwache Persönlichkeiten zu sehr lobbyistisch verbandelt, um sachgemäß notwendige Maßnahmen in die Wege zu leiten für die Bereiche, die am meisten Einfluss auf die Fehlentwicklungen in Sachen Klima haben.

Update: Klimagipfel der Koalition hat sich scheinbar geeinigt auf ein Maßnahmenpaket. Mal sehen, wenn alle Einzelheiten bekannt sind, ob dies ausreichend für die gesteckten Ziele ist – oder ob hier faule Kompromisse gemacht wurden.

Ein Projekt zur persönlichen Prüfung des eigenen Ressourcen-Verbrauchs 

Unter dem 2000m²-Projekt wird sichtbar, welche Möglichkeiten für den Einzelnen in Sachen tägliche Ernährung bestehen und welchen Anteil an Boden/Ackerfläche er nutzen sollte können. Bei rund 7.5 Mrd. Menschen auf Welt und ca. 1,5 Mrd. Hektar Ackerfläche ergibt das 2000 m² für jeden Menschen. Täglich stehen für jeden Menschen 4.2 m² zur Verfügung. Mit einem online-Rechner kann jeder berechnen, wie viel dieser Fläche er für ein Gericht/Essen er verbrauchen würde.  Für eine Pizza Salami mit rd. 1090 kcal würden die dazu benötigten Lebensmittel, die auf den 4.2 m² wachsen würden, schon 1,63 m² in Anspruch genommen worden. Damit wäre für eine Mahlzeit schon 39 % der täglichen Fläche in Anspruch genommen.

Als weitere Mahlzeit dürfte dann nur noch ein Schnitzel mit Bratkartoffeln zu sich genommen werden – und schon sind die täglichen Ressourcen von 4.2 m² verbraucht. Dass nicht jedem Menschen gerechter Weise soviel Anbaufläche zur Verfügung steht, kann unsere Lebensweise und der Verbrauch an Lebensmitteln nicht gerecht sein.

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