Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Literarische Inspirationen und kreative Dialoge münden in Skulpturen und Malerei

Wie Kunst Freiraum für bildhaftes Denken schafft und gestalteter Raum der Kunst die Freiheit für Imaginationen beim Betrachter ermöglicht, das aufzuzeigen gelang dem Künstler-Duo Christa Walters und Gert Jäger beeindruckend mit ihrer Ausstellung „Die Füße am Boden, die Gedanken in der Luft“ im Bergfried in Wassenberg. 

Auf drei Ausstellungsebenen zeigten die beiden Künstler die Synergien ihrer kreativen Arbeiten, in dem das feste Material des Stahls, durch Gert Jäger in die Form gezwungen, mit der Leichtigkeit der Papierobjekte von Christa Walters korrespondierten. Der Arbeitstitel – und gleichzeitig Titel der  Ausstellung – sei Dialog gewesen, betonte Walters in ihrer Ansprache.

(vorne) „Gedankengang II“ (Gert Jäger – Stahl) korrespondierend mit „Die Füße am Boden, die Gedanken in der Luft“ von Christa Walters (Collage – Acryl und Papier).

Ein ganzer Raum auf der dritten Etage im Wassenberger Bergfried wird zum Rahmen für den Dialog zweier Exponate. Trotzig und rostig steht Gert Jägers „Gedankengang II“ im Raum. Und doch erscheint die deckenhohe Arbeit „Die Füße am Boden, die Gedanken in der Luft“  von Christa Walters, eine Collage in Acryl und Papier,  eine gleichwertige Antwort zu geben und im Dialog standzuhalten. 

„Auf der Suche nach Balance, war das Jahr voller Ideen, Pläne und Verwerfungen“,  ergänzte sie und ließ den Rückblick auf das Schaffensjahr für die Ausstellung zu.  Mit dem Zitat von Else Lasker Schüler „Mit den Füßen im Schlamm, mit den Kopf in den Sternen“, stellte Walters nicht nur den Bezug zur Lyrik als Inspiration und Kraftquelle, sondern auch zum Ursprung des Titels ihrer Arbeit und der Ausstellung her.

Letzte Handgriffe am Objekt „Gedankenraum“ (Holzstele mit bewegten Objekten) – Christa Walters mit Gert Jäger im Dialog bei ihrer Gemeinschaftsausstellung im Bergfried Wassenberg.

„Die Freiheit der Kunst gilt auch für den Betrachter“, formulierte Gert Jäger bei seiner Ansprache eine Ermutigung für das Publikum. Seine Skulpturen hätten alle den Titel „Gedankengang“, wies Jäger auf eine Besonderheit hin. Es lasse dem Betrachter „alle Möglichkeiten offen“.  Der Start für die Gemeinschaftsausstellung vor einem Jahr sei rückblickend auch ein Start in eine kreative Zeit mit neuen und guten künstlerischen Impulsen gewesen. 

Papierarbeiten von Christa Walters

 

Gedankengang – Gert Jäger

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