Novembertage – die Büchse der Pandora nach Kubitscheckart ist schon längst wieder geöffnet

Novembertage

Herbstbilder nach Art des “Indian Summer” sind immer wieder augen- und glückserfrischend.

“Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.” Horkheimer

 

Novemberbilder á la Kubitscheck haben ganz andere Farben: Die Geister, welche die AfD rief, wird sie nicht mehr los! Sie haben längst den Pakt mit diesen geschlossen.

Novemberbilder á la Kubitscheck sind dagegen genau die andere Art von Eindrücken, die an die Büchse der Pandora erinnert mit ihren Schrecken und Verwüstungen, wie sie im mythologischen Umfeld wie auch und gerade im Nazi-Terror sich zeigten. Der politische Arm und seine willig- gierige Statthalter-Partei AfD öffnen dabei den Deckel immer weiter. Die Brandstifter-Tätigkeit liegt im Blut der Faschisten und des Rechtsterrors. Ihre tumben Horden marschieren schon seit fast drei Jahrzehnten und hinterlassen eine blutige und brandgeschwängerte Spur quer durchs Land.

Längst marschieren sie schon wieder – auch wenn es noch so aussieht, als strampelten die Rechten in der Luft…!

Statthalter der Strategie Kubitschecks – wie Tabus zu brechen, Grenzüberschreitungen zu begehen, Begriffs-und Bedeutungsbesetzungen vorzunehmen und so die Salonfähigkeit des Rechtsradikalen immer mehr zu erweitern –  sind die willfährigen Figuren von Gauland,  Kalbitz, Höcke und Konsorten bis zu den im eigenen gierigen Machtsumpf versinkenden  Narzzismusbetroffenen á la Meuten und Weidel, die  sich vor den Karren der Neofaschisten spannen lassen. Möglicherweise sind sie jedoch im gleichen Weltbild der Machtversessenheit und des Vernichtungswillen jeglicher historischer Verantwortung gefangen, sodass in diesen neoliberalen Figuren sich jenes kristallisiert, was Horkheimer definierte als systemische Grundlage: “Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Faschismus schweigen.” Mitläufer sind sie schon lange nicht mehr. Die Täterschaft ist nachvollziehbar, wie Rednerbeiträge belegen .

Hierzu ist ein lesenswerter Artikel in der NZZ erschienen, der auf die Vernetzung der AfD und ihrer Leitfiguren mit den Rechtsradikalen und vor allem der Figur “Goebbelscher Provenienz” – Götz Kubitscheck – verweist. 

Ihnen kommt dabei entgegen, dass die rechtskonservativen Teile des Prekariats sich nicht mehr von den linken und sozialdemokratischen Parteien vertreten fühlen und – wie schon in den 12 Jahren des “1000 jährigen Reiches” – zu den Faschisten und Rechtsradikalen überlaufen und diese mitlaufend unterstützen. Auch darin steckt ein Stückchen “Erfolg” Kubitscheck´scher Büchsenöffnung, jene Enttäuschten und vom Neoliberalismus Gebeuteteln mittels Fremdtäuschung zu benutzen. Die Geschichtsverfälschung gehört dabei zu einer alles umfassenden Klammer für diejenigen, denen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Gewaltbereitschaft und Vorurteile praktizierend als Verhaltens- und Denkweisen eigen sind. Die Durchdringung des Faschismus und des Nazi-Weltbildes  bei den gesellschaftlichen Gruppen aus der Mitte der Gesellschaft findet weiterhin statt, auch weil diese vermutlich Institutionen wie Polizei, Geheimdienste, Militär, Feuerwehr und Wirtschaft erreicht hat. Die Aufarbeitung dieser Gefahr und die Abwendung der Anfänge der Durchdringung dieser wichtigen Exekutiveinrichtungen im Rechtsstaat ist dringend geboten. Die jweilige Personalie Maaßen und Wendt stehen dafür stellvertretend. 

Auch hierzu ist ein lesenswertes Interview von Sahra Wagenknecht mit Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten erschienen.