Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Illusion – Erkenntnisse der Beobachtung

“Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.” – Voltaire

“Die wahre Förderung der Menschenwürde hat keine andere Möglichkeit: Entweder wird sie von den Unterdrückten selbst in die Hand genommen, oder sie wird nie über eine Illusion hinaus gelangen.” – Hélder Câmara

Mein Blick auf die Welt ist der eines Beobachters, es ist ein subjektiver oder besser ein sehr persönlicher Blick auf die Welt. Das meint, es ist das Sehen, Erkennen und Darstellen der Gesellschaft und der Politik in dieser Gesellschaft, die gemacht wird von Personen und manchmal auch nur von Figuren, die wie „puppet on the strings“ benutzt und gestellt werden auf den Strategiebrettern anderer Personen mit den daraus resultierenden Handlungen zur Erreichung ihrer Ziele. Es ist der Blick auf die Akteure auf der lokalen, regionalen und globalen Bühne, auf ihren Habitus und auf ihre Einflussnahme – zum Teil durch Bedrohung und Gewaltanwendung –  zur Kontrolle und zur Steuerung der Menschen. Es sind Blicke durch eine soziologische und philosophische Brille, gefiltert durch die eigene Soziographie und basierend auf dem eigenen Bewusstsein und dennoch abgeglichen mit den aktuellen empirischen Erkenntnisse des allgemeinen Wissensstandes. 

In diesen Blick geraten die Weltbilder dieser Akteure und ihre damit verbundene oder fehlende  Moral und Ethik. In den Blick geraten die Handlungen und Taten der Akteure und die damit resultierenden Folgen in den Bereichen der Ökonomie und Ökologie, der Wissenschaft, der Philosophie, der Kunst, der Bildung, des Rechts und  der Arbeits- und Lebensgrundlagen sowie der staatlichen oder gesellschaftlichen Normen und Regeln. Verweise auf Geschehnisse dienen als Belege.

Als Beobachter der Welt und des Geschehens werden Erkenntnisse festgehalten in einem Tage- und Fragebuch. Es werden Fragen gestellt zu den Handlungen und Entscheidungen der Akteure, es werden sowohl diese hinterfragt wie das Festgehaltene selbst. Daraus generiert sich Wissen und eine Erkenntniswirklichkeit. Das in den Blickgeratene reiht sich aneinander wie die Fotografien in einem Reisealbum, untermalt mit Beschreibungen, Verweisen, Analysen und manchmal Kommentaren.  Eine der Orientierungen erfolgt dabei an der kantschen Struktur:

1.Was kann ich wissen?
2. Was soll ich tun?
3. Was darf ich hoffen?
4. Was ist der Mensch?

Wahrnehmung und Erkenntnis von Strömungen der Meinungen innerhalb einer Gesellschaft beschränken sich jedoch nicht auf die subjektive Erfahrung, sondern stellt diese in den kommunikativen Diskurs. Skepsis und kritische Theorie bilden dabei einen Leitfaden, der auf den Menschenrechten basiert. Rote Linien sind dabei gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Gewalt gegen Menschen (Kriege und Aufmärsche) und Einschränkung der Freiheit durch ökonomische oder physische und psychische Gewalt. Aufgeklärte Vernunft ist ein Mittel, das den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien soll. 

Ein Beispiel für das Rosinenpicken dieser Struktur und zum Gebrauch von eigenen Zwecken, damit zur Verballhornung des kantschen Imperativs, ist diese „gewaltsame“ Umdeutung hier. 

Wenn solche Pamphlete und Pseudophilosophien entstehen, dann ist dies eine höhnische diametral dem kategorischen Imperativ entgegengesetzte Form der Interpretation und damit ein Mittel der Unterdrückung, Ausbeutung und ein Schein-Prinzip von Führung durch verkürzte und missbrauchte Argumentation.

Anders und durchaus aufklärend ist dagegen dieser Bericht von Jens Berger auf den Nachdenkseiten: Der Finanzaktionssteuerplan von Olaf Scholz ist eher Sand in die Augen streuen! Was er tatsächlich ist – aber nicht jedoch der “Angriff auf die private Vorsorge lt. FDP” – das ist hier nachvollziehbar

Und Aufklärung in Sachen CO2-Emissionsbelastung und ihre Verursacher ist die Tabelle hier auch eine hilfreiche Information, die nicht unbedingt seitens der Presse Erwähnung findet.

Update vom 171219: NZZ zum Impeachment

Ein Beispiel, dass zeigt, wie weltweit die Staatsführungen ohne Moral und ethische Verpflichtung zu den demokratischen Grundlagen skrupellos ihre Macht sichern wollen.  Und ebenso wird gezeigt, wie ein Netzwerk von gewählten Politikern mit Sitz in den Repräsentantenhäusern oder mit Funktionen in der Regierung diese Verstöße gegen den Amtseid decken helfen.

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