Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Nach Hoyerswerda-Erfurt-Hanau

 

Der schöne 27. September…

Ich habe keine Zeitung gelesen.
Ich habe keiner Frau nachgesehn.
Ich habe den Briefkasten nicht geöffnet.
Ich habe keinem einen guten Tag gewünscht.
Ich habe nicht in den Spiegel gesehn.
Ich habe mit keinem über alte Zeiten gesprochen und
mit keinem über neue Zeiten.
Ich habe nicht über mich nachgedacht.
Ich habe keine Zeile geschrieben.
Ich habe keinen Stein ins Rollen gebracht. (
Gedicht von Thomas Brasch)

Ein Tag, wie es einer von vielen Tausenden in einem Menschenleben sein könnte Und dennoch ereigneten sich Hoyerswerda, Erfurt und Hanau! Da reicht dann in einem der Orte zu wohnen, wo:

Möglich der 3. Krieg ist längst ausgebrochen
aus dem nächsten Kapitel der Legende
Er hat sich in den Mietwohnungen verkrochen
Dort tötet er lautlos bis zum endgültigen Ende. (Thomas Brasch)

Eine Fortsetzung:

Die Geschichte spielt in meiner Stadt,
die der Krieg zerschnitten hat
und aus tausend Häuserwunden
Blut noch heute alle Stunden
Unterm Pflaster seufzt und stöhnt
Totes das sich nicht gewöhnt
an den Tod. Und darüber fährt
feiges Volk das sich nicht kehrt
weiter taub und blind und stumm
Staat macht Angst und Angst macht dumm. (Thomas Brasch)

Wir leben in Zeiten, in denen Träume in Erfüllung gehen aber auch Albträume sehr schnell Wirklichkeit werden können! 

Aus schierer  Gedankenlosigkeit
Sind sie beteiligt an der rechten Gesinnung
Sie öffnen die Tür der inneren Gefühllosigkeit
So dass die Lügen der Brandstifter hineinströmen
Als Alternative für Deutschland
So  verändert diese die Natur des Menschen zum Bösen.

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