Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

In Trumps Amerika… auf den Spuren des Rassismus in den USA

“Aber staatlicher Terror hat vor allem eine Auswirkung: Er erzeugt Gegengewalt.” – Nelson Mandela, Verteidigungsrede vor Gericht 1962

Alle politischen Gebilde sind Gewaltgebilde.” – Max Weber, Politik als Beruf

“Gewalt beginnt, wo das Reden aufhört.” – Hannah Arendt

Jenseits des Atlantik ist ein Land im Zustand der Auflösung. Sind dies Folgen der Amtsführung Donald Trumps als Präsident?

Ergänzung am 07.06.2020

Beispiel für einen neuen Umgang mit der Presse in den USA:

Adam Gray, ein britischer Fotojournalist, der in New York lebt und arbeitet,wurde verhaftet und eine Nacht in Polizeigewahrsam genommen, während  er bei der Aufgabe zur Berichterstattung über die wachsenden nationalen Unruhen nach dem Tod von George Floyd unterwegs war.

Es stellt sich die Frage, wer aus der politischen und administrativen Führung die Anweisung gegeben hat, die Berichterstattung zu behindern und die Pressefreiheit einzuschränken. Laut Interview mit Adam Gray würden die Journalisten beginnen nachzudenken “Wenn die Pressefreiheit ein einfaches Recht ist, das denjenigen gewährt wird, die unter demokratischem Verständnis leben, dann beginnen sich die IN der Presse zu fragen, von wem und woher der Befehl kommt, Nachrichtensammler zum Schweigen zu bringen oder abzuschrecken.

Die Spaltung der Nation, die Vertiefung der Gräben zwischen den Ethnien, die Befeuerung des Rassismus und das Weltbild des „Narziss und Schmollmündchen“ haben die USA an den Rand des Bürgerkriegs gebracht.

Eine Polizei-Philosophie, die nicht deeskalierend agiert, sondern mit dem Selbstverständnis der Westernfiguren der Texas Rangers und White Earp auftritt: „Tu, was ich befehle, oder es folgt Gewalt.“ So wenig wie der aktuelle Präsident Respekt vor den Menschen und seinem Amt hat, sowenig Verständnis er aufzubringen mag für seine Bürger und für die angemessenen Reaktionen auf die Corona-Kreise, so verhalten sich auch viele Sheriffs und Polizei-Departments-Führungen. Waffentechnisch hoch aufgerüstet, von Ausbildern aufgepeitscht und von Angst beherrscht, herrscht das Motto unter den Polizisten: erst schießen, erst Kontrolle der Situation durch Einsatz von Gewalt, dann reden. Dass mit diesem Konzept schnell Grenzüberschreitungen passieren, ist nicht verwunderlich. Das falsche Vorbild als Präsident hat seit jeher und besonders in seinem Amt Grenzüberschreitungen im Umgang mit den Menschen salonfähig gemacht. 

Zwei Filmbeiträge auf ZDF Info – TV gehen den Spuren nach, warum die Gewalt immer mehr eskaliert.

  1. Im Panzer auf Streife – Polizei agiert hoch aufgerüstet mit Material des Militärs
  2. Cops außer Kontrolle – Amerikas Kampf gegen Polizeigewalt

 

Ergänzung II vom 07.06.2020

Bildberichterstattung zu den Protesten in den USA 

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