Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Von der Erkenntnis, dass es “kein richtiges Leben im falschen geben kann!”

 

“Die wahre Tragödie eines Menschen besteht darin, dass derjenige, der als Perfektionist agiert, niemals das Gefühl der Zufriedenheit erreicht!” – JWB

“Das Streben des Perfektionisten nach Perfektion lässt die Sensoren für die Mitmenschlichkeit verkümmern. Das Ergebnis seiner Anstrengungen sind Objekte, die bestenfalls temporär als Kunst vermarktet werden und im Einzelfall beim Betrachter das Gefühl der Erhabenheit auslöst wie beim David des Michelangelo oder bei einigen Fotografien Mapplethorpes!” – JWB

“Der wahre Versager aber ist jener, der sich und seine Umwelt mit seiner Erbsenzählerei oder Dummheit terrorisiert, aber niemals mit seinen Leistungen auch nur in die Nähe eines perfekten Ergebnisses gelangt!” – JWB

Zu allen Zeiten waren Menschen Wirklichkeiten ausgesetzt, denen sie zu oft nicht entrinnen konnten. In Zeiten des Römischen Weltreiches betraf es viele Völker, die unterjocht wurden und in denen Menschen wie Jesus, dem Gründer einer neuen Religion, der seine Vorstellungen mit der damaligen Wirklichkeit in Bezug setzte und einen neuen Zugang zur Menschlichkeit vertrat, Vorbild sein konnten. Er selbst entstammte dem Volk, das mit den „Zehn Geboten“ ein Regelwerk des Zusammenlebens Jahrhunderte zuvor verkündet hatte, das bis heute als Vorbild für Frieden, Respekt, Achtung, Brüderlichkeit, Hilfsbereitschaft und Menschenfreundlichkeit gelten kann. Er sah sich mit den negativen Seiten der Menschen konfrontiert, die ihn als Feind bekämpften. Der Hohe Priester Kaiphas stand stellvertretend für den Verlust des Bezugs zur Wirklichkeit und zu den Wurzeln des eigenen Regelwerkes, der „Zehn Gebote“.

Was damals geschah mit allen seinen Folgen (Urchristentum, Untergang des Jüdischen Staates mit anschließender Diaspora, Christenverfolgung, Genozide etc.) entspricht – in sich wiederholenden historischen Zeitabschnitten – jeweils dem „Strukturwandel der Öffentlichen Meinung“, der nicht selten – aufgrund der Machtgier einzelner Figuren – in Freiheitsberaubung, Unterdrückung, Menschenfeindlichkeit und zerstörtes Umfeld mündet. Die Unfähigkeit der meisten Menschen, diese Entwicklung zu verhindern,  treibt die Menschen in großen Scharen den temporären Machtinhabern in die Arme. Aktuell sind es u.a. die Fans eines Donald Trump, dessen wirren und unsozialen Fiktionen sie folgen, um den entstehenden Strukturwandel zu verstehen, egal wie widersprüchlich die Erklärungsmuster sind, die der Machtinhaber vorgibt.

Auch der heutige Strukturwandel mit seiner vollständigen digitalen Überwachung und Fremdsteuerung lässt die Menschen oft orientierungslos den falschen Versprechungen von Figuren á la Trump, Erdogan, Orban und Konsorten folgen. Die Unfähigkeit der Menschen zur Entwicklung eigener Vorstellungen und Antworten auf die großen Themen wie: Wer und wie sind wir? und Wie wollen wir leben? – wird verstärkt durch die KI-Gläubigkeit und die Euphorie für die Digitalisierung aller Bereiche des Lebens!  Nur mit Mut und Verstand kann vermieden werden, dass wir in die Situation geraten und erkennen müssen, dass es „kein richtiges Leben im falschen geben kann!“

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