Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Der Zweck heiligt die Mittel – oder die Politik der Unfähigen

Den Schnabel zu voll genommen – nicht immer ist die Taube das Symbol für den Heilsbringer…

Erich Kästner:

“Der Zweck sagt ihr, heiligt die Mittel?

Das Dogma heiligt den Büttel?

Den Galgen?  Den Kerkerkittel?

Fest steht trotz Schrecken und Schreck:

Die Mittel entheiligen den Zweck!“

Bei Konfliktlösungen greifen Menschen auf Mechanismen zurück, die – sozialisationsbedingt – tief ins Unbewusste verankerte Verhaltensweisen zum Tragen bringen. Hierin spiegelt sich das Peterprinzip wider, indem der Betroffene solange gesellschaftlich aufsteigt, bis er den höchsten Grad seiner Unfähigkeit erreicht hat. Eine öffentliche Person, auf die diese Wertung zutreffen könnte, scheint der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu sein. Eine misslungene Konfliktlösung war sein Ansatz, die verlorenen Semesterarbeiten der Studenten im Notenskandal an der RWTH im Jahr 2015 durch willkürliche Benotungen zu lösen. Im „Drama-Dreieck“ der wechselnden Rollen von „Täter-Opfer-Helfer“ gefangen, machte Laschet eine mehr als anfällige Figur im Sinne der Unfähigkeit für die notwendige Konfliktlösung.

Eine Wiederholung scheint  nun auch im Konflikt mit dem Tönnies-Schlachthaus-Skandal zu erfolgen. Es zeigen sich die Strukturen, die für viele „Berufspolitiker“ zutreffend zu sein scheinen: Überforderung im Konfliktmanagement, Intransparenz der Verstrickung im Drama-Dreieck mit der Zielsetzung, die Unfähigkeit zu verbergen und die Verantwortlichkeit von sich zu weisen. (Siehe Philipp Amthor!) Für Laschet gilt vor allem festzuhalten an der Verteidigung des Ziels, Bundesvorsitzender der CDU und damit auch Kanzlerkandidat zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist kein Mittel zu dreckig.

Und den Schnabel zu voll nehmen ist bis heute ein aktuelles Thema, das die Bürger immer öfters zu der Frage bringt: Wie werden wir diese Figuren möglichst zeitnah wieder los? 

 

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