Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Gauner muss man Gauner nennen – und Lügner muss man Lügner nennen!

Auch ein Halbmond ist ein ästhetischer Anblick und erfreut die Menschen.

Das Bild des Halbmondes ist trotz seines unvollendeten Laufs dennoch mit einem positiven ästhetischen Wert verbunden. Der Mensch weiß, was zu erwarten ist und der Mond bis zum Vollmondzustand seinen Lauf beenden wird! Als Icon wie als konkretes Abbild und Dokument steht es für Verlässlichkeit, Wirklichkeit und Wahrheit. Das Bild des Halbmondes steht ebenso positiv  für sich wie das Bild des Vollmondes.  

Halbe Wahrheiten und halbe Lügen sind dagegen Ausdruck des Betrügerischen, des Nichtverlässlichen, des Hinterlistigen und des Feigen! Als strategischer Weg steht dieses so bestimmte Verhalten sogar für Unmoral und exemplarisch für die Banalität des Bösen. In ihm intendiert sind Gier, Skrupellosigkeit und Unmenschlichkeit. 

Im aktuellen Präsidenten der USA kristallisiert sich das Halbe, das Unfertige, oder das schon Halb-Verkommene, nicht mehr Ganze und das dadurch Abstoßende als Charakter des Negativen. Donald Trump steht nicht als Ikone der Hoffnung und Wahrheit, sondern exemplarisch als Beispiel für Anti-Ästhetik, A-Moral und als das Abbild des Unfertigen, Unvollkommen. Er lässt keinerlei Verlässlichkeit und Menschlichkeit erwarten. So muss der Gauner als Gauner, der Lügner als Lügner benannt werden, und das Jämmerliche als Jämmerliche sowie das banal Böse als banal Böse. Verharmlost werden darf jedoch in Bezug auf diese Person durch den  aufgeklärten Mensch nichts.

Ob im Umgang mit der CoronaPandemie oder mit der Erpressung der Handelspartner und Verbündeten, es zeigt sich im Regierungshandeln dieser Figur und jener um ihm herum, welches Potential an Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung vorhanden ist.  Widerstand und Zurückweisung der Handlungen der US-Regierung und deren Gesetzgebung (mit völkerrechtswidrigen Verstößen seitens der USA) durch Deutschland und Europa ist demokratische und ökonomische Verpflichtung! 

Ergänzung vom 30.07.2020

Trump und die Evangelikalen – ein unheiliger Verbund autoritärer Verbohrtheit und engstirniger Machtgier ergibt sich aus den Machtsicherungsgelüsten Trumps und der Verbrüderung mit evangelikalen Politikern.  Vertreten sind  deren politischen Machtpositionen  in der Regierung um Mike Pence und weitere Regierungsmitglieder aus dem Lager der Kreationisten-Anhänger. Sie leugnen die Entwicklung des Lebens auf der Erde als Evolution und sehen die Erschaffung des Menschen erst vor rund 10 Tsd. Jahren als Tatsache.

Die Verknüpfung des evangelikalen Weltverständnisses mit einem urkapitalistischen Ökonomieansatz führt zu selbstherrlichen religiös verbrämten Selbstverständnissen und Handlungen, die an diktatorische Formen und Mitteln des Faschismus erinnern. 

Ergänzung II vom 31.07.2020

Was Trump für die USA, das ist Erdogan in gesteigerter Form für die Türkei. Er missbraucht einen religiösen Fanatismus und ein Zerrbild des Islams, das auf Hass, Unterdrückung und Vernichtung des Gegenüber aufbaut. Er agiert mit diesem Zerrbild des Islams, das Religion auf ein politisches Programm reduziert zum Zwecke seines Machterhalts. Wie bei jedem Diktator arbeitet er mit der Ausschaltung der Opposition, mit dem Abbau der Rechtsstaatlichkeit, der Entmächtigung des Parlaments und mit der Angst vor der Unterdrückung und Willkür durch willfährige staatliche Institutionen. Er setzt dabei auf das in einem solchen Umfeld immer entstehende Mitläufertum und den von diesem System Profitierenden. 

Aus der Ferne und in der Sicherheit eines demokratischen Landes wie D einen Diktator wie Erdogan zu unterstützen und sich mit ihm identifizieren, das bedeutet, billigen und selbsttäuschenden Ersatz für die eigene Schwäche zu suchen, sich stark zu fühlen, ohne wirklich charakterstark und selbstbewusst zu sein, weil die Nachteile der Unterdrückung und die Gefahr durch das Unterdrückungssystem nicht erlebt werden. Es ist der Inbegriff von Feigheit und billiger Rache für vielleicht erlebte Ungerechtigkeit. Vielleicht aber auch nur der Beleg für Unmündigkeit, Leichtgläubigkeit und fehlende Zivilcourage.

Es ist wie den Krieg verherrlichen, ohne selbst an der Front zu sein. So verhalten sich Mitläufer, die keine eigene Meinung haben und sich feige hinter den vermeintlichen Vorteilen verstecken, sowie die Augen verschließen, um die Gräueltaten und Verbrechen an den eigenen Mitbürgern im unterdrückten Geburts- und ehemaligen Heimatland nicht wahrnehmen zu müssen.

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