Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Zwischen Misanthropie und Philanthropie – menschlich-allzumenschliches

„Selig der, der nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt.“  ―Kurt Sowinetz 

„Die Kunst und nichts als die Kunst! Sie ist die große Ermöglicherin des Lebens, die große Verführerin zum Leben, das große Stimulans des Lebens.“ – Friedrich Nietzsche

Den Aphorismus des Wiener Kurt Sowinetz auf sich anwenden zu müssen, diesem Dilemma ist wohl jeder Mensch das ein oder andere Mal ausgesetzt! Bekannt wurde er durch seine Version und Interpretation von Beethovens Ode “An die Freude..” mit der Zeile: “Alle Menschen werden Brüder, …” transformierte Sowinetz kabarettistisch auf wienerisch: “Alle Menschen san ma zwider (1972). 

Während im Wiener Schmäh die Sicht Sowinetz auf die Menschen misanthropisch gefärbt ist, lässt ein anderer Musiker – Hubert von Goisern – wenn auch melancholisch leise, den anderen Pol der Bandbreite zwischen menschenabweisend und menschenzuneigend  durch seinen Titel “Heast as net – wie die Zeit vergeht?” philanthropischer anklingen.

Wir sollten uns davor hüten, dass wir zulassen, dass die Demokratie unter- und begraben wird unter der Dichotomie von Freiheit durch Sicherheit, wie Horst Seehofer und die konservativen Kumpanen sie verstehen. 

“Die demokratischen Einrichtungen sind Quarantäne-Anstalten gegen die alte Pest tyrannenhafter Gelüste: als solche sehr nützlich und sehr langweilig.” – II, 2. Aph. 289 – Friedrich Nietzsche

 

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