Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Vom Gebrauch satirischer Formen und die Realität von “gut gemeint – ist noch lange nicht gut gemacht”

Prominent zu sein, schützt vor Naivität nicht! Neuartige Informationen als Ergebnis für Schnellschuss-Aktionen.

Auch für Satire gilt das alte Sprichwort: gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht.

Was für Florian Schröder mit seinem Auftritt auf der “Querdenker-Demo 711” im August 2020 in Stuttgart galt, ist aktuell für die Aktion von “#allesdichtmachen” mit Jan Josef Liefers und rund 50 weiteren Stars und Sternchen aus dem Schauspieler-Umfeld gültig! 

Wer in seiner Kommunikation nicht eindeutig ist, erhält unverdient Beifall aus der falschen Ecke und erst recht berechtigte Kritik in ganzer Bandbreite. “Prof. Dr. Börner”griff zum falschen Diagnoseformular.

Naivlinge muss man naiv nennen, Brandstifter eben Brandstifter, Spinner ebenso eindeutig als Spinner bezeichnen! Wer seine Aussage verzerrt, läuft Gefahr, missverstanden zu werden. Ein Griff zum falschen Akkord bei einer schlecht durchdachten Aktion erzeugt eben nur Missklänge. 

Und was in die Hose geht, stinkt nicht selten zum Himmel. 

Ergänzung vom 26.04.2021

Auf einen Kommentar und die Darstellung eines anderen Blickwinkels sei hier in diesem Zusammenhang verwiesen. 

Und wie notwendig,  sei nachstehend auch darauf geantwortet mit den Argumenten, die oben schonmal  vorgebracht wurden:

Die Verkürzung der Thematik und  satirische Bemühungen als “Stöckches” unters Volk zu bringen, ohne die Klarheit der Aussage auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge zu lenken – die erst jetzt nachträglich und von außerhalb der selbsternannten Satiriker als Kommentar gebracht wurden -, das ist einfach handwerklich und inhaltlich schlecht gemacht. Die Aktion erscheint so als Schnellschuss und vertane Chance, die Unterstützung – und auch dies ist versäumtes Handeln der Aktionsteilnehmer – von Menschen ermöglicht hätten, die nicht politisch daraus Kapital schlagend sich als Trittbrettfahrer mit ihrem virtuellen Beifall gebärden. Wer jedoch an der Kritik der Aktion als Reaktion Publikumsbeschimpfung als einzige Replik parat hat, der möge sich weder wundern, noch so tun, als habe er dies erwartet. Wie billig ist das denn?

Ich bleibe dabei: Liefers und Kompagnons haben naiv-egomanisch eine Chance vertan, Katalysator zu sein für den Start einer solidarischen Kritikwelle am Versagen der politisch Verantwortlichen!  Pfusch bleibt Pfusch, auch wenn dieser Satire genannt werden will.  

image_pdf(c) JvHSimage_print(c) JvHS

Kommentare sind geschlossen.