Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Sie wollen mitspielen in der Elite und sind doch nur Verlierer auf ganzer Linie – der Nachwuchs der CDU/CSU

Der Irrtum wird nicht zur Wahrheit, weil er sich ausbreitet und Anklang findet.“ – Mahatma Gandhi

„Was moralisch falsch ist, kann nicht politisch richtig sein.“ – William Ewart Gladstone

„Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach.“ – Stefan Zweig

Ob Karl Theodor von und zu Guttenberg, Philipp Amthor oder  Armin Laschet  und Jens Spahn, der Wunsch an der Spitze mitspielen zu wollen – ob als Berater, Politiker oder Investor – es ist ihnen nicht besonders gut gelungen. Diese Leute sind Beispiele für das Peter-Prinzip und landen oft genug auf der Verliererstraße.  Die Methoden, die sie einsetzen, sind nicht selten ohne Moral, obwohl sie sich nach außen damit schmücken. 

Was treibt sie an? Welchen Idolen eifern sie nach? Sie die bisherigen Erkenntnisse (von und zu Guttenberg erschlich sich einen Doktortitel, Laschet plagiierte bei einem Buch und verhielt sich im Notenskandal an der RWTH Aachen Studenten und Hochschule gegenüber schäbig, Amthor war wie von und zu Guttenberg im Wirecardskandal verwickelt)  ausreichend für eine Bewertung, sie als nicht geeignet einzuschätzen für führende Positionen in Regierungen? Immerhin hatten Laschet und von und zu Guttenberg es geschafft, Ministerpräsident von NRW oder Verteidigungsminister der Bundesregierung zu werden und Amthor hat den Spitzenplatz der CDU auf der Landesliste in Mecklenburg-Vorpommern trotz Skandale ergattert. 

Was also bringt solche Parteimitglieder immer wieder in führende Positionen, obwohl sie kaum wegen ihrer Leistungen und ihrer Persönlichkeiten geeignet erscheinen? Reicht es den Konservativen, wenn das eigene Parteibuch vorhanden ist? Sind die sichtbaren Fehlleistungen kein Hindernis, Hauptsache sie sind Parteimitglied? Sind Versagen dann nicht schon vorbestimmt? Es hat den Anschein, dass diese Kriterien und das vermutete Weltbild sowie die damit verbundene Gesinnung, dass Egomanen und Karrieristen Machtpositionen einnehmen können, die Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben.

Kein Wunder, dass Vieles schiefläuft, schlecht gemanagt wird und durch die Privilegien des Amtes die Entfernung zur Lebenswirklichkeit des Volkes immer größer wird. Wenn zudem der Blick nur auf die eigene Klientel (Wirtschaft der neoliberalen und neoklassischen Ökonomie einzige akzeptierte Theorie) gerichtet wird, diesen außerdem Zugang zur Beeinflussung der Gesetzgebung (Lobbyismus) bevorzugt ermöglicht wird, sowie die Transparenz und Kontrolle dieser Netzwerke verhindert werden, dann ist die Spaltung der Gesellschaft und das Auseinanderdriften von Armut und Reichtum das Ergebnis dieser Entwicklung. 

In der Demokratie hat der Wähler die Verpflichtung, diesen Entwicklungen und den Erstarrungsstrukturen langer Machtausübung Einhalt zu gebieten und die CDU/CSU abzuwählen und diesen Parteien Gelegenheit zu geben, sich in der Opposition zu erneuern. 

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ – Bertolt Brecht

Ergänzung vom 16.08.2021

Aus der ARD – TV Reihe „Die Story im Ersten“ sind vor allem Philipp Amthor als exemplarisches Beispiel für einen „CDU-Nachwuchs“ zu nennen, der die Interessen der Akteure der eigenen Karriere vertritt und  äußerst stark mit den eigenen Interessen vermischt. Das Augenmerk liegt nicht auf dem Einsatz für  das Volk,  sondern die Unterstützung der neoliberalen Profiteure stehen im Mittelpunkt seines Handelns.

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