Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Nicht Rezos „Zerstörung“ ist das Ziel, zur Gestaltung eines richtigen Lebens reicht die Vertreibung der CDU/CSU aus dem Kanzleramt!

Notwendig andere Politik zur Klimakatastrophe einerseits – 

– andererseits darf die Thematik der Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich nicht weniger wichtig sein. (6. ARB – Armut – und Reichtumsbericht)

„In der Politik betreiben CDU/CSU und FDP  seit mehr als 40 Jahren eine Ökonomie der Ungleichheit, die zu prekären Lebensverhältnissen, Kinder- und Altersarmut führen! Real führt sie zur Umverteilung der Leistungsergebnisse von unten nach oben!“ JWB

Es gibt kein richtiges Leben mehr im falschen.“ (*4) (Adorno, Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigten Leben, S. 59)

In den letzten 39 Jahren  Regierungszeit (von 1982- 2021) stellte die CDU/CSU 32 Jahre den Kanzler/die Kanzlerin. Es sind historische Tatsachen, dass in jeder Staatsform, aber besonders in der Demokratie, bei einer solch langen Zeit an politischer Machtinhabe ein Missbrauch unvermeidlich ist. Insbesondere an der Besetzung vieler Funktionen und Positionen auf kommunaler wie auf Landes-Ebene wird die Verflechtung mit einer gesellschaftlichen Gruppe (Wirtschaft und Vermögenden) immer verkrusteter und toxischer für die Gesamtgesellschaft.

Was mit Kohls „geistig-moralischer Wende“ begann (und auf einen Verrat an der sozial-liberalen Ausrichtung durch die FDP gründete) hat eine tiefe und gesellschaftsspaltende Wirkung erzielt, die bis in die Korruption einzelner Profiteure und Handlanger der Wirtschaft durch CDU-Abgeordnete oder Landräte einerseits und einer insgesamt diesen Geist vertretenen Gesinnung der gesamten CDU/CSU andererseits geführt hat und das alltägliche Leben der Menschen negativ beeinflusst. 

Der Umbau zur neoliberalen Gesellschaft – und der damit verbundenen negativen Auswirkung für die meisten Menschen – erfolgt seit rund 40 Jahre durch CDU/CSU und FDP. Letztere beschränkte  ihre Liberalität auf eine einseitige neoliberale (kapitalistische) Ausrichtung und hält Controlling für den Kern wirtschaftlichen Handelns. Die FDP verlor gänzlich die Fähigkeit, über „den Tellerrand der Steuersenkung für die eigene Klientel in der Gesellschaft“ (die sich für die Leistungsträger derselben hält) hinauszuschauen.

Als Ergebnis ist dabei die Spaltung der Gesellschaft in wenige immer reicher werdende Hypervermögende einerseits und einen immer ärmer werdenden und hoffnungslosen größten Teil der Gesellschaft andererseits. CDU/CSU (und der abgespaltene Teil der rechtskonservativen ehemaligen CDU/CSU-Anhänger als AfD) sowie die FDP sind ursächlich durch ihr neoliberales (urkapitalistisches) Weltbild (*1) verantwortlich für Kinderarmut (*2), prekäre Lebensverhältnisse aufgrund Mietwohnungskosten-Exzesse und geringer Löhne trotz Vollzeitarbeitsstellen sowie der daraus resultierenden Altersarmut. (*3)

Zu (*1) Siehe Thomas Piketty 

1a: „Ökonomie der Ungleichheit“  (Zitat: „… wie Ungleichheit entsteht, wie Ökonomen sie messen, in welchem Missverhältnis Arbeitseinkommen und Kapitalerträge zueinander stehen und was zu der ungleichen Verteilung der Arbeitseinkommen führt. Dabei geht es ihm insbesondere um die Frage, welche Möglichkeiten die Politik hat, der Ungleichheit durch Umverteilung zu begegnen, ohne die wirtschaftliche Entwicklung zu behindern und Arbeitsplätze zu gefährden. Zitatende (Quelle: Piketty Ökonomie der Ungleichheit)

1b: Piketty „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ 

Zu (*2) Siehe Carolin und Christoph Butterwegge

2a: „Kinder der  Ungleichheit“   Zitat: „Bei der Ungleichheit, um die es hier geht, handelt es sich um eine anhaltende, wenn nicht gar dauerhafte Ungleichverteilung von materiellen Ressourcen (ökonomische Ungleichheit), gesellschaftlicher Ungleichheit (soziale Ungleichheit) sowie von (Zugangs-)Rechten und Repräsentation (politische Ungleichheit) zwischen großen Personengruppen, Klassen und Schichten. Dabei beruht diese Ungleichheit nicht auf persönlichen (Leistungs-)Unterschieden, sie ist vielmehr den bestehenden Herrschaftsverhältnisse (das heißt: den Machtverhältnissen in der Regierung, wie sie von der CDU/CSU und FDP umgesetzt wurden in den letzten 40 Jahren!) geschuldet!“ Zitatende (Quelle: C.+C. Butterwegge „Kinder der Ungleichheit“ S. 15/16)

 (2b: Ergänzend zum Thema „Kinderarmut“ eine Schrift des bpb (Bundesamtes politische Bildung)

Zu (*3) Siehe Blogeinträge A und B  zum Thema „ARB – Armut- und Reichtums-Bericht“ auf diesem Blog!

Zu (*4) T.W. Adorno – Minima Moralia

Zitat: Darin zeigt sich etwas an von dem schwierigen Verhältnis, in dem der Einzelne zu seinem Eigentum sich befindet, solange er überhaupt noch etwas besitzt. Die Kunst bestünde darin, in Evidenz zu halten und auszudrücken, daß das Privateigentum einem nicht mehr gehört, in dem Sinn, daß die Fülle der Konsumgüter potentiell so groß geworden ist, daß kein Individuum mehr das Recht hat, an das Prinzip ihrer Beschränkung sich zu klammern; daß man aber dennoch Eigentum haben muß, wenn man nicht in jene Abhängigkeit und Not geraten will, die dem blinden Fortbestand des  Besitzverhältnisses zugute kommt. Aber die Thesis dieser Paradoxie führt zur Destruktion, einer lieblosen Nichtachtung für die Dinge, die notwendig auch gegen die Menschen sich kehrt, und die Antithesis ist schon in dem Augenblick, in dem man sie ausspricht, eine Ideologie für die, welche mit schlech­tem Gewissen das Ihre behalten wollen. Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ Zitatende (Quelle: Minima Moralia -S. 58/59)

5. Rezos Video Teil1  und ein juristischer Kommentar des RA Solmecke dazu. (Beides sind youtube-Videos!)

Ergänzung

Die Auswechslung des „Spielführers Laschet“ droht. Die Hinterbänkler fürchten um ihre Plätze an der Sonne. Die Umfragen gefährden die Wiederwahl oder die erstmalige Wahl. Laschet kann es nicht! Eine Auswechslung als Kanzlerkandidaten würde die Höchststrafe für den Kandidaten, aber erst recht für die CDU/CSU als Partei sein! Brutus-Figuren gibt es zuhauf und wer „Parteifreunde“ hat, braucht keine Feinde mehr! Und jene, die auf die Auswechslung warten, das sind Merz oder Söder. Beide könnten fürchten, dass dann das brüchige und verkrustete Gebäude der abgehalfterten Konservativen über sie hereinbricht! Aber vielleicht kommt ja der dritte Kandidat aus der Ecke „der echten Kameraden“ – Röttgen als Mann aus dem NRW-Stahl. 

Wer jetzt noch nicht merkt, welche kraftlose Partei diese „C“-Partei-Heuchler mittlerweile ist, dem kann nur Einsteins Aphorismus nahegelegt werden, sich damit auseinander zu setzen:

„Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.“

Niemand aber sollte denken, dass neoliberal gefärbte konservative Parteien wie FDP oder AfD eine Alternative seien. Nicht die Parteien der Egomanen und Individualisten sind in heutiger Zeit gefragt! Es ist die Zeit der Solidarität, des ehrlichen Respekts gegenüber den Mitmenschen und der Natur und die Zeit der Konzepte für das Ende der Spaltung der Gesellschaft. Die Verteilung der leistungslosen Vermögen zur Deckung der Kosten aus den letzten beiden Jahren der Pandemie ist notwendig und richtig. Ein Blick in die Parteiprogramme der SPD, Grünen und ggf. Die Linke scheint angebracht zu werden. Hanseatische Gelassenheit ist gefragt. Eine Chance für den Wechsel sollte die Gesellschaft wahrnehmen!

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