Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Die relative Wirklichkeit der Umfragen zur Bundestags-Wahl 2021

Kein „Weiter-so-wie-bisher“! 16 Jahre CDU/CSU-Regierung sind genug! Quelle Ergebnisschaubild: Bundeswahlleiter

„Mit dem Blick auf des Kandidaten Moral, ist die Bundestagswahl kaum mehr eine Qual!“ JWB

Wer die Umfragen einmal etwas genauer hinterfragt, kommt unweigerlich zum Ergebnis: Die Umfragen ähneln mehr einer esoterischen Glaskugelbefragung. Die unsicheren Ergebnisse von Umfragen ergeben in der Regel kein reales Stimmungsbild!

Umfragen sind immer unsicherer geworden. Dass Trump 2016/2017 gewählt wurde, hat mit der großen Unsicherheit über die Umfragebeteiligung (manche liegen nur im unteren einstelligen Prozentbereich), aber auch mit der „Unwahrheit“ der Befragten zu tun. So gingen die Beteiligten von falschen Erwartungen aus. Zudem gab es massive Beeinflussungen über Social-Media-Kanäle, die in typischer „Trump’scher Weise“ agierten!

Die Verlässlichkeit solcher Umfragen wird immer mehr bezweifelt, weil sie in einem noch größeren Unsicherheitsbereich reingerutscht sind, als dies bisher schon der Fall war.

Maximal lässt sich nur noch ein relativ ungenauer Trend festmache. Und ein Abstand von 3 bis 5 % der Parteien ist keine  Grundlage für gesicherte Realität.

Zudem schwanken die verschiedenen Umfragen und ihre Trendergebnisse in dem gleichen Maße zueinander.  

Eine Wahlentscheidung für eine Partei kann nur über die eigene Prüfung, welche Aussagen macht die Partei zu den für mich wichtigen Themen. (Bildung, Rente, Gesundheit, Wohnen, Arbeit und Lohn, Steuergerechtigkeit)

Wie will sie die Finanzierung politischer Ziele sichern? Wer soll die Belastungen in welchem Umfang tragen? Für welche gesellschaftliche Gruppe macht die jeweilige Partei Politik? Wer sind die Menschen, die als Kanzler/in und/oder Minister demnächst der Regierung angehören werden? Wie integer sind diese Personen und welches Vertrauen haben sie verdient? An welchen Skandalen waren sie beteiligt?

Solche Fragen sind es, die einen roten Faden durch die Themen und Personenprofile ergeben, um mit der eigenen Stimme bei der Wahl eine Partei und ihre Kandidaten für vier Jahre die Macht zu übertragen, Gesetze zu machen, die uns alle betreffen.

Eine Wahl zu treffen, die lediglich das Äußere betreffen (Drei-Tage-Bart-Jüngling, Weinkönigin-Ausstrahlung, braver Onkel etc.), ist ebenso wenig angemessen, wie einer führenden Partei bei einer Umfrage die Stimme zu geben.

Im Übrigen ist zu betrachten, dass die CDU/CSU ein lockerer Verbund von zwei Parteien (mit der Besonderheit, dass die CSU nur in Bayer zur Wahl antritt!)darstellt und nicht eine einzige ist! Die Umrechnung der Wahlstimmen der CSU in Bayern auf das ganze Land bedeutet, dass 2017 die CSU nur 6,2 % der Stimmen erhielt. Sollte die CSU in Bayern diesmal unter 30 % der Stimmen erhalten, bedeutet dies, dass die CSU an der 5 %-Klausel scheitern würde. Es kämen dann nur die mit der Erststimme direkt gewählten CSU-Kandidaten in den Bundestag! Auch auf die CDU hätte ein solches Wahlergebnis direkten Einfluss!

     

Quelle: Bundeswahlleiter 

In den Umfragen (14.09.2021 – Forsa) liegt die CDU/CSU bei gesamt 21 % Zustimmung. Wenn davon 6 % für die CSU veranschlagt werden, hätte Armin Laschet und seine CDU zurzeit nur rund 15 % Zustimmung! Beide Parteien einzeln betrachtet sind dann nur eine mittlere und die kleinste Partei! Soviel zur Bedeutung dieser beiden Parteien.   

 

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