Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Freie Marktwirtschaft – ein Narrativ der Selbst- und Fremdtäuschung im Weltbild der FDP und ein Vorsondierungs-Kindergarten

„Eine Gesellschaft, die alle Lebensbeziehungen den Gesetzen des Marktes unterwirft, trägt Anzeichen von totalitärer Ideologie, die lebensgefährlich ist für den Staat.“ – Johannes Rau, Süddeutsche Zeitung 14./15. Januar 2005

Was durch die globale Banken- und Finanzkrise 2007-2009 und in den Jahren danach schon deutlich wurde – dass die Selbstregulierung durch den Markt nichts als Täuschung ist – indem durch staatliche Maßnahmen zur „Rettung“ der Wirtschaft von den Zentralbanken die Geldmengen erhöht wurden (bei gleichzeitiger Zinssenkung und Entwertung der Sparvermögen), diese jedoch von den Banken nicht in die Realwirtschaft gelenkt wurden, sondern nur in der Finanzwirtschaft zu Rücklagen und/oder Vermögenssteigerungen genutzt wurden, zeigte dieses von den Regierungen ungeregelte „Marktgeschehen“, dass es keine freie Marktwirtschaft mehr gibt. 

Insbesondere im Marktbereich der Datenverwertungs-Wirtschaft (soziale Medien) und beim Geschäftsmodell der daraus resultierenden Werbung bildeten sich die Monopole von Facebook, Google und Co. Auch für diesen Bereich ist klar, dass eine sich selbstregulierende Marktwirtschaft nicht existent ist.(Selbst die DSGVO reicht nicht aus, die Nachteile für die Nutzer zu beseitigen) Wer wie die FDP davon schwadroniert, dass der Markt die Probleme alleine reguliere,  ist entweder naiv oder täuscht die Wähler.

Wer insbesondere wie die CDU/CSU (hier Axel Voss) einseitig die Interessen der Wirtschaft im Verbund mit dem Lobbyismus vertritt, wie im Themenbereich des Urheberrechts, lässt weder bei der FDP noch der Union (CDU/CSU) erwarten, dass der Einsatz für die überwiegende Mehrheit der Bürger erfolgen wird. Es geht nicht darum, mit wem die FDP am besten mauscheln kann!

Und was wir nicht brauchen, ist das in den Vorsondierungen gezeigte  „Kindergartenverhalten“ auf dem Weg in die Regierung und ins Kanzleramt. Denn aus des „Kaisers neue Kleider“ kann schnell die Realität der „nackten Tatsachen“ erwachsen.  Und wer anderen ein Bettchen bereiten will, könnte dann in einer Grube erwachen, die er selber gegraben hatte. 

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