Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Die relativen Realitäten und Weltbilder der politischen Akteure und ihrer Parteien

„Demokratie, soweit dieser Ausdruck nicht einfach als Synonym für Egalitarismus verwendet wird, wird zunehmend der Name für den Prozess des Stimmenkaufs, für das Schmieren und Belohnen jener Sonderinteressen, die in naiveren Zeiten als die »unlauteren Absichten« bezeichnet wurden.“ – Friedrich August von Hayek

Egal wohin die Menschen schauen, die Korruption schreitet weiter voran. Der ethische Verfall in der Politik ist so augenscheinlich, dass es immer schwieriger werden wird, Vertrauen in die Politik bei den Menschen wieder aufzubauen. Nicht zuletzt scheint der Einsatz jeden Mittels recht, um die Macht zu erhalten oder zu behalten!

Die Respektlosigkeit gegenüber dem Souverän ist mittlerweile grenzenlos. Die machiavellistische Hinterlist wird zur Normalität in der zwischenmenschlichen Beziehung – im politischen, gesellschaftlichen und privaten Umfeld. Und wie es nachvollziehbar ist, scheinen weder die Akteure in der Politik, noch der Wirtschaft und im Privaten, die zur Macht über Menschen und Ressourcen gekommen sind, dagegen gefeit zu sein. Aktuell zeigen sich diese Umstände sowohl in den Personen Sebastian Kurz in Österreich,  sowie im abgewählten Ministerpräsidenten Andrej Babis in Tschechien. Beide scheinen über ihre strafbewehrten Verhalten nicht mehr als Regierungsoberhaupt tragfähig geworden zu sein und mussten zurücktreten oder sind abgewählt worden.

Sie alle – von der abgewählten CDU/CSU, über Babis bis zu Kurz – haben versucht,  nach Machiavellis Rezeptbuch der Macht zu agieren getreu dem Motto: Es sei besser, rücksichtslos nach der Macht zu streben oder mit gleicher Rücksichtslosigkeit die Macht behalten zu wollen, und dabei doch als „ehrbarer und aufrechter“ Demokrat zu gelten.

Manche der Politikkarrieristen agieren als Wolf im Schafspelz, andere wiederum umgekehrt als Schaf im Wolfsfell, auf Dauer werden sie alle demaskiert und stehen zwar nackt im Rampenlicht, schwadronieren dennoch von des Kaisers neue zukunftssichernden Taten. Sie zimmern sich ihr Weltbild, wie sie es gerade brauchen. Manche dieser Figuren – wie Trump – agierten innerhalb eines Tages mit diametral entgegengesetzten Realitäten. Die Lüge, die er morgens verbreitete, ersetzte er durch einen gegensätzliche Lüge am Abend, egal ob er sich selber widersprach damit. 

Der neue Typus des sich erfolgreich gebenden jugendlichen Politikers (von Kurz, über Lindner oder Baerbock und Habeck) sollte sich nicht wundern, wenn er schneller Opfer des eigenen Mythos wird, als ihm lieb ist. 

Ein Witz mag diese Entwicklung deutlicher machen:

Lindner tritt an den Tresen seiner Lieblingsbar. Auf seiner Schulter sitzt ein Papagei in einem Anzug von Boss. „Wow, der ist ja super“, sagt der Barmann. „Wo kriegt man denn den her?“ Antwortet der Papagei: „In Deutschland, Österreich und anderen EU-Länder. Dort gibt es zahllose von solchen Typen!“  

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