Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Propagandaflüsse der Extremisten – von Rechtskonservative bis Neoliberale

Spaziergang? Oder doch „Ihr Gänse, im Gleichschritt marsch?“

„Wer einen Fluß überquert, muss die eine Seite verlassen!“ Mahatma Gandhi

Wer die reißenden Propagandaflüsse – von rechtskonservativ und rechtsextremistisch bis neoliberal – überqueren will, begibt sich in die Gefahr, mitgerissen zu werden und  den demokratischen Rechtsstaat zu verlassen.  

Jenen – die dazu aufrufen, drohen oder mitbrüllen, diesen Politiker oder jenen Arzt sowie Journalisten zu töten, weil dem Leugnen von Tatsachen und Fakten genau evidenzgestützte Erkenntnisse entgegen gehalten werden –  ist nicht nur mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu begegnen, sondern zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort die Kritik an ihrer Haltung und für ihre Taten  schreibend um die Ohren zu hauen!

Wie Karl Kraus schon zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu Recht schrieb:

„Nicht Wanzen zu töten, aber den Glauben an die Nützlichkeit der Wanzen zu vertilgen ist meine Sache.“,

so zutreffend ist die Übersetzung seines Aphorismus in die heutige Zeit:

Nicht nur Typen wie Trump, Höcke oder seine Kumpanen in der AfD in erster Linie zu entlarven, ordnungspolitisch zu regulieren und strafrechtlich zu verfolgen ist notwendig, genauso wichtig ist es, Fehleinschätzungen zu korrigieren und den blinden Glauben der Mitläufer an eine irgendwie geartete Nützlichkeit der genannten Personen für die Gesellschaft nicht unwidersprochen zuzulassen,  das ist die Sache der wirklichen Demokraten.

Nicht die sogenannten Querdenker-Demoteilnehmer verteidigen die demokratische Freiheit! Denn in Wirklichkeit will diese Ansammlung von Verweigern der Demokratie den Boden entziehen. Auch für diese gesellschaftlichen Randgrüppchen hatte Kraus schon die passende Zuschreibung formuliert:

„Demokratie teilt die Menschen in Arbeiter und Faulenzer. Für solche, die keine Zeit zur Arbeit haben, ist sie nicht eingerichtet.“

Und ergänzend passt seine Bemerkung zur aktuellen Lage der angeblichen „Verfechter der Freiheit“:

„Ein Kulturmensch wird lieber in einer Stadt leben, in der keine Individualitäten sind, als in einer Stadt, in der jeder Trottel eine Individualität ist.“

Denn Freiheit ist nur dann real, wenn die Freiheit des anderen mitgedacht wird. Dort, wo die selbstdefinierte „Freiheit“ die Freiheit der Mehrheit und ihr Recht auf Leben und seines Schutzes bedroht, ist sie lediglich praktizierter Egoismus.

Bleibt zu hoffen, dass aus der „Banalität der Blöden“ nicht irgendwann wieder einmal „Die Banalität des Bösen“ wird.

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