Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

Schreibwende – ein Versuch

Die Lüge ist in der Welt – auch in den Dingen. Und viel zu leicht geben sich die Menschen der Fremd- und Selbsttäuschung hin.

 

„Die Lüge ist wie eine fleischfressende Pflanze, die sich tarnt, um ihre Opfer zu täuschen und zu benutzen“ JWB

„Skrupellose und korrupte Macht verschleißt und tötet diejenigen, die keine Kraft und keinen Willen zur Verteidigung besitzen!“ JWB

„Freiheit findet sich nur dann, wenn man die Macht nicht missbraucht; aber es ist eine ewige Erfahrung, dass jeder, der Macht hat, ihrem Missbrauch geneigt ist; er geht so weit, bis er auf Schranken stößt.“ – Charles de Montesquieu

 

  • Die Lüge ist in der Welt
  • – auch in den Dingen.
  • Und im Netz der Täuschungen,
  • die Menschen sich verfingen.

Schreibwende – Versuch der Einsicht zur Wende der eigenen Kommunikationsform

Lange genug ist auf diesem Blog gegen Propaganda und für Aufklärung im Sinne von mehr Transparenz und Erkenntnis in der Tradition Immanuel Kants und Hans Jonas geschrieben worden. Oft genug wurde auch gegen „etwas“ angeschrieben. Ein „Etwas“, dass kaum menschenfreundlich, oft genug manipulativ, radikal und gewalttätig ist, gesinnungsmäßig die eigene Weltsicht verbreitet und Verantwortung verdrängt.

Wenn das Ziel des Blogs war, den aufgeklärten, verantwortungsbewussten, menschenfreundlichen und solidarisch handelnden Mensch zu fördern, taktisch die transparente, diskursfördernde und breitgefächerte und evidenzgestützte Information aufzeigend zur Verfügung gestellt werden sollte (auch durch die Verweise und Links lesens- und sehenswerter Texte und Bilder), um diesem Ziel näher zu kommen, dann gehört auch dazu, einmal ein Resümee zu ziehen, um die Wirksamkeit der gewählten Strategie und Taktik zu überprüfen. Es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass in der Komplexität und Fülle der Ereignisse, die Menschen von der Flut der Informationen, der Schnelligkeit der Entscheidungsnotwendigkeiten durch die digitale Technik auf allen Ebenen überfordert werden. Die Kraft der Überzeugung scheint in der Prosa zu verpuffen. Ob sie in der Lyrik zu finden ist, das dürfte ein Versuch wert sein.

Aber nichts hat sich geändert am menschlichen Grundverhalten seit Menschengedenken: was heute gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit genannt wird, ist zu anderen Zeiten in moraltheologischer Form der „Todsünden“ beschrieben worden, bildnerisch dargestellt durch Pieter Bruegel dem Älteren. 

1. Superbia Hochmut (StolzEitelkeitÜbermut)

2. Avaritia Geiz (Habgier, Habsucht)

3. Luxuria Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren, Unkeuschheit)

4. Ira Zorn (Jähzorn, WutRachsucht)

5. Gula Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Unmäßigkeit, Selbstsucht)

6. Invidia Neid (EifersuchtMissgunst)

7. Acedia Faulheit (FeigheitIgnoranz, Überdruss, Trägheit des Herzens)

Die Kraft der Lyrik 

Und laßt der Welt, die noch nicht weiß, mich sagen,
Wie alles dies geschah; so sollt ihr hören
Von Taten, fleischlich, blutig, unnatürlich,
Zufälligen Gerichten, blindem Mord;
Von Toden, durch Gewalt und List bewirkt,
Und Planen, die verfehlt, zurückgefallen
Auf der Erfinder Haupt: dies alles kann ich
Mit Wahrheit melden.

Karl Kraus – Die letzten Tage der Menschheit

Wir, der Untat spätere Zeugen,
bitten euch, uns vorzubeugen.
Lasset nimmer uns entstehn!
Wären eurer Schmach Verräter.
Woll’n nicht solche Heldenväter.
Ruhmlos möchten wir vergehn!

Karl Kraus

 

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