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Klimawandel und Abwendung der Klimakatastrophe nicht ohne Wandel im Denken und Handeln möglich

In Zeiten des tiefen Eingriffs in die Lebenskonzepte der Menschen durch Kriege, Krise oder durch den Klimawandel haben Utopien wieder Konjunktur. Gedankenexperimente und Realisierung von Utopien sind notwendig, betreffen jedoch immer die Macht- und die Verteilungsfrage durch die Neuausrichtung zur Beantwortung der Fragen: Wie wollen wir zukünftig leben? Was muss sich ändern? Wie kann dies gelingen?

Um existenzielle Änderungen positiv zu bewältigen, ist immer eine Analyse notwendig hinsichtlich dessen was war und welche Bedingen haben wir geschaffen, die das Leben gefährden. 

Der Dokumentarfilm Der laute Frühling widmet sich diesem Thema und kommt zu einer radikalen Antwort. Diese Antwort basiert einerseits auf einem alten und bisher nicht erfolgreichem Konzept: der Revolution durch die Arbeiterschaft sowie der Selbstorganisation durch dezentrale Einheiten als Ersatz für den zentralen Staat und dem alles bestimmenden Konzern- und Finanzkapitalismus.

Das scheint eher das Aufwärmen nostalgischer Phantasien zu sein, als eine reale Utopie mit reellen Chancen zur Verwirklichung! 

Was jedoch zutreffende Analyseergebnisse sind, das sind die Erkenntnisse, dass es Missverhältnisse zwischen Absichtsbekundungen und Handeln bei den Regierungen gibt, die nicht offensichtlicher werden können. Nur reicht beides als Botschaft des Filmes nicht, um Hoffnung zu erzeugen, dass sich was ändert auf dem beschriebenen Weg. Ein „grüner Kapitalismus“ bleibt eine Dystopie und Täuschung! Auch das bleibt eine sichere Erkenntnis!

Letztlich bleibt die Frage: Wie bekommen wir diejenigen weg von den Machtpositionen, um den Wandel im Denken und Handeln gegen den Neoliberalismus zu bewirken? Denn eines ist mehr als sicher: ohne diesen Wandel wird es die Abwendung der Klimakatastrophe nicht geben!

Philosophen sollten bedenken, dass das Prinzip des größten Glücks leicht zum Vorwand für eine wohlwollende Diktatur (überwachte Gesellschaft!) werden kann. Wir sollten es durch ein bescheideneres und realistischeres Prinzip ersetzen – das Prinzip, dass der Kampf gegen vermeidbares Elend ein anerkanntes Ziel der öffentlichen Politik sein sollte, während die Steigerung des Glücks im Wesentlichen der  – [ethisch-moralisch an den Menschenrechten ausgerichteten] –  Privatinitiative überlassen werden sollte. Karl Popper 

 

Die sich heute wieder als Kritiker aufspielen, waren am Desaster des Ausbau regenerativer und alternativer Energie die eigentlichen Verantwortlichen: CSU und CDU