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Vor dem großen Stillstand – und der Barnum-Effekt in der Ampelkoalition

Alles steht still und bleibt vernagelt! 

Wie tappsige Schritte beim Kleinkind erscheinen dem Beobachter die heillos chaotischen Versuche der Regierungsmitglieder,  eine lösungsorientierte Richtung in Sachen Energiepreis-Explosionen vorgeben zu können. Die diametral entgegengesetzten Gesinnungsgrundlagen blockieren sich real mehr, als dass eine gemeinsame Richtung eingeschlagen wird. 

Der Barnum-Effekt hat die Regierungsmitglieder voll im Griff. Er bezeichnet  die Neigung, vage und allgemein unverbindliche Aussagen über die eigene Person und die eigene Partei als korrekte und zutreffende Einschätzung zu akzeptieren. Am beliebtesten scheint bei den Ampel-Parteien aktuell die Einschätzung zu sein, dass alle höchst diszipliniert und selbstbeherrscht agierten, während real der Arsch auf Glatteis schlittert. Die Selbsttäuschung und Leichtgläubigkeit hat Konjunktur, vermieden wird Selbstkritik und Transparenz.  

Am gefährlichsten muss wohl die Botschaft gewertet werden, alles sei in konstruktiver Bewegung, tatsächlich aber ist längst Stillstand eingetreten. So rollt denn die Katastrophe der versäumten Gas- und Strompreisdeckel auf die Menschen zu. Währenddessen agieren die Produzenten und Lieferanten der Energie- und Kraftstoffkonzerne planvoll und lobbyistisch, um ihre „Margen-Schäfchen“ ins Trockene zu bringen. Und wie bei der Echternacher Springprozession werden die Schnellschüsse der Entscheidungen á la Gasumlage nach der berechtigten Kritik an der Notwendigkeit wieder in Frage gestellt: drei Schritte vor – zwei zurück. Einzig die Kraftvergeudung ist feststellbar.

Was in Bewegung bleibt, das ist die Natur und die Zeit, die bisher ungenutzt vergeht!