Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

An die Parlamentarier, die dem Kriegseinsatz zustimmten!

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Geh denken – statt Gedenken!

Da beschließen die Mitglieder des Bundestages, dass Deutschland sich am Kriegseinsatz eines Angriffskrieges in Syrien beteiligen wird.

  • Sind diese Parlamentarier von allen guten Geistern verlassen?
  • Welche Verantwortungslosigkeit offenbart sich denn da?
  • Ist das ein rein mechanisches Funktionieren im Verbund der Fraktionen?
  • Cheffe macht vor, wir machen nach?
  • Was war da noch eingeschaltet? Nur das Mobilphone, nicht jedoch der Verstand?

So manches Interview dieser Platzinhaber des Parlaments lässt den Verdacht aufkommen, dass nicht mal rudimentäre Kenntnisse des Grundgesetzes vorhanden sind!

Viele dieser sogenannten Volksvertreter haben noch vor kurzem einem Gesetzentwurf zugestimmt, dass die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten wird und straffällig ist! Das haben diese „Volksvertreter“ ohne eine Volksabstimmung dem Volk aufgezwungen, ohne dass sie dafür ein Mandat hatten.

Zitat: Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, formulierte zu Recht:

„Aber Sie haben, bei aller Theorie zu Artikel 38 Grundgesetz, kein Mandat, über die Existenz des Menschen und über den Inhalt der Menschenwürde zu entscheiden. Lassen Sie die Bürger in Ruhe, was den Tod betrifft, und kümmern Sie sich um Ihren eigenen. Sie machen sich lächerlich, wenn Sie das Gegenteil versuchen. Da mögen Sie in Ihren Entwürfen und “Todesgutachten” kramen, so lang und aufgeregt und wichtig auch immer Sie wollen – das Leben selbst und der Tod lassen Sie immer extrem klein zurück.“

Zitatende (Quelle)

 

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Nun entscheiden diese gleichen Abgeordneten, einer potentiell ungleich höheren Wirksamkeit von „geschäftsmäßiger Sterbehilfe“ – dem Krieg – mit wehenden Fahnen eines falsch verstandenen Bündnisses mehrheitlich zuzustimmen und beteiligen Deutschland an einen Angriffs-Krieg gegen Syrien.

Da mögen die Parlamentarier der Parteien mit den „C“ im Namen doch unbedingt daran erinnert werden und sich fragen lassen:

„Wie werden Sie Ihrem Gott am Tag des Jüngsten Gerichts alle diese Kriege, denen Sie zugestimmt haben, erklären und begründen? Wie rechtfertigen Sie Ihrem Gott all das Leid, das Sie damit noch forciert haben?“

Es steht außer Zweifel, dass den Mordbanden, die sich auf einen nicht vorhanden „Islamischen Staat“ berufen, Einhalt geboten werden muss! Das aber kann auf vielerlei Wegen außerhalb eines Krieges erfolgen.

Zum Beispiel, in dem die Geschäfte der IS-Mörderbanden lahmgelegt werden. Die Handelspartner in den Nachbarstaaten sanktioniert werden. Die Geldströme ausgetrocknet werden. Waffenlieferungen verhindert werden. Finanzielle Stärkung der gesellschaftlichen Gruppen vorgenommen werden, denen man in den zerstörten Regionen die Lebensgrundlage entzogen hat und die Milliarden Euro, die für den Krieg gedacht sind, für den Neuaufbau vorzusehen. Zudem die Ausdehnung von Machtansprüchen und Sicherung der Einflusssphären zu Lasten von Völkern zu unterlassen. Verträge zwischen den Blöcken schließen und alle „think-thanks“ dafür einsetzen, friedliche Wege zu gehen!

Bekämpfen Sie die Armut, verhindern Sie Rahmenbedingungen á la TTIP-Freihandelsverträge und legen Sie den Fokus wieder auf die Menschenrechte. Und wirken Sie auf gerechte und würdevolle Anteilnahme an einem menschenwürdigen Leben hin. (*)

Uns, dem Volk vorzuschreiben, welche Freiheiten und Hilfen wir im Falle eines selbstbestimmten Todes haben sollen, das maßen Sie sich an, obwohl Sie dazu nie und nimmer ein Mandat hatten!

Sie maßen sich aber noch viel zynischer an, Menschen einen fremdbestimmten Tod durch Krieg zu bringen, obwohl genau dies die Bürger eines Volkes nicht wollen. Und dazu haben Sie noch viel weniger ein Mandat!

Geh denken – statt Gedenken!

(**) Update vom 10.12.2015

  • Die Regierung handelt kopflos – das ist gefährlich! schreibt Arno Luik im Stern. (Quelle; abgerufen am 10.12.15)

Siehe auch Online-Text hier!

 

  • Das Stimmverhalten zum Beschluss: Kriegsbeteiligung in Syrien für den Kreis Heinsberg ist hier zu finden: (Quelle!)
  1. Wilfried Oellers: zugestimmt
  2. Norbert Spinrath: nicht beteiligt

(*) Update 08.12.2015

Die Konstruktion der EU ist zum Nachteil der EU-Bevölkerung gebaut. Daran haben die nationalen wie die EU-Parlamentarier großen Anteil.

Wenn Staaten sich für eine Aufnahme in die EU bemühen, ist es ein leichtes Unterfangen, diese auf ethische Grundsätze zu verpflichten. Beispielsweise dafür, dass diese Staaten keine Steueroasen bilden und sich nach der Aufnahme nur ihren nationalistischen Tendenzen widmen. Ungarn, Polen als exemplarische Beispiele bauen ihren Staat unter Ausbeutung der EU-Fördergelder zu einer Diktatur um, verstoßen gegen Verträge (z.B. in der Asylpolitik) und zerstören die notwendigen Elemente einer demokratischen Grundlage (Abbau der Pressefreiheit). Andere Staaten wie Malta, Litauen, Niederlande und insbesondere Luxemburg errichten Steueroasen inmitten der EU-Gemeinschaft. Sie entziehen der gesamten EU und insbesonderen den Nachbarstaaten notwendige Steuereinnahmen. Vergleichbar einem parasitären Aussagen, verschaffen diese Staaten auf Kosten der Mitgliedstaaten ihrer Nation Einnahmen. Es fehlen die notwendigen Sanktionsmaßnahmen wie Stopp der Zahlungen, Ausschluss und Strafzahlungen.

Ein weiteres Beispiel dafür ist in diesem Bericht zu finden.

Dieses geschilderte Verhalten führt alleine zum Vorteil der international agierenden Wirtschaft, die ihren steuerlichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Pseudo-Rechtsstaatlichkeit einzelner Staaten dient nur zur Umgehung der EU-weiten Gesamtvereinbarungen. Grundlage für diese Fehlverhalten einzelner Staaten ist die bisherige Konstruktion der EU.

Nur Formen einer  Direkten Demokratie kann diese Entwicklung noch aufhalten.

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