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Analyse des Neoliberalismus

Demokratie im Visier - Freihandel dient nur den Konzernen

Demokratie im Visier – Freihandel dient nur den Konzernen

Liberalismus – der Wandel der Bedeutungen des Begriffs im Laufe der letzten 200 Jahre ist ein Beispiel dafür, wie Bedeutungen besetzt und transformiert werden. Stand “liberal” am Beginn des 19. Jahrhunderts noch für die Befreiung vom Absolutismus und für die Freiheitsbewegungen des Bürgertums von totalitären Systemen, so steht heute der Liberalismus in der Ausformung des Neoliberalismus für ein totalitäres System der Wirtschaft, die Freihandel über alle anderen Lebensentwürfe setzt und sich mittels des Lobbyismus den Einfluss auf Staaten, Gesetzentwürfe und Politik für die eigene Zielerreichung sichert.

So wie in der Lobbyinitiative INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) der Begriff „Sozial“ bis zur Unkenntlichkeit deformiert wurde, so wird der Begriff liberal im Neoliberalismus bis zur Perversion ins Gegenteil verkehrt. Freiheit wird auf den Zweck zum Freihandel reduziert. Freiheit für die Maximierung des unternehmerischen Tuns, möglichst ohne Einschränkung durch die Interessen anderer Gesellschaftsgruppen und möglichst ohne Kontrolle durch rechtsstaatliche Rahmensetzungen.

Eine der Folgen des Neoliberalismus erlebt die deutsche und europäische Gesellschaft in Form der Flüchtlingsproblemen.

Ein interessanter Beitrag zum Thema Neoliberalismus von Professor Rainer Mausfeld (geboren 1949, studierte Psychologie, Mathematik und Philosophie in Bonn. Er ist Professor für Allgemeine Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und arbeitet im Bereich der Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung) ist auf den Nachdenkseiten zu lesen.

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