Johannes von Heinsberg – Bildsprache – Wortsprache

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

4. März 2024
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Der Dom zu Speyer

Der Dom zu Speyer

Die Salier: Macht im Wandel – eine Ausstellung des Historischen Museums in Speyer im Jahr 2011 – war zugleich auch Anlass für einen ersten Kontakt meinerseits mit dem Speyer Dom.  In die Zeit der Herrschaft der Salier (1025 – 1125) als deutsche Könige und Kaiser von:

  • Konrad II.(römisch-deutscher König ab 1024, Kaiser 1027–1039)
  • Konrad II. der Jüngere von Kärnten(Herzog von Kärnten 1036–1039)
  • Bruno von Würzburg(Bischof von Würzburg 1034–1045)
  • Heinrich III.(römisch-deutscher Mitkönig ab 1028, König ab 1039, Kaiser 1046–1056)
  • Heinrich IV.(römisch-deutscher König ab 1056, Kaiser 1084–1106)
  • Konrad von Bayern(Herzog von Bayern 1054–1055)
  • Konrad(römisch-deutscher Mitkönig 1087–1098)
  • Heinrich V.(römisch-deutscher König ab 1098, Kaiser 1111–1125)

(Quelle:)

wurde auch der Dom zu Speyer gebaut. Begonnen unter Konrad II. wurde der erste Bauabschnitt im Jahr 1061 beendet und durch Heinrich IV. eingeweiht. Ab ca. 1081 ließ Heinrich IV. (Investiturstreit mit dem Papst und Gang nach Canossa) einen Teil des romanischen Baus wieder abreißen und durch den Bauabschnitt II ergänzen. Im Jahr 1106 (dem Todesjahr von Heinrich IV.) wurde der Dom fertiggestellt.

Speyer und der Dom 2011

Wenn der erste Kontakt mit dem Speyer Dom im Jahr 2011 noch in Schwarz-Weiß dokumentiert wurde, so erfolgte die zweite Dokumentation 2023 in Farbe.

Jeweils das Westportal zeigend!

Auch wenn im Jahr 2023 die Krypta als besonderer Teil des Doms nicht zugänglich war, bleibt der Eindruck des Doms im Inneren auf die Besucher noch heute überwältigend. Wie emotional beeindruckend musste diese Architektur erst auf die Menschen des 11. + 12. Jahrhunderts gewesen sein.

                

 

„Wir stehen in einer Weltwende, wie es die Übergangszeit von Altertum zu Mittelalter, von Mittelalter zu Neuzeit war. Wie lange sie währen wird, welche Völker in den Schmelztiegel geworfen werden müssen, das können wir heute noch nicht wissen.“

Paul Ernst (1866 – 1933)

Das Volk im Mittelalter hat immer, wenn es irgendwo große Geistesmacht sah, dergleichen einem Teufelsbündnis zugeschrieben ...

Heinrich Heine (1797 – 1856)

 

3. März 2024
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Barock Rom Raumerlebnis – Ausstellung fotografischer Bilder

Barock Rom Raumerlebnis – Ausstellung fotografischer Bilder

Rom hat unzählige Räume besonderen Charakters. In Ihnen liegt die Einmaligkeit der Stadt. Wer sie erlebt, erlebt Rom“  und „…(es) bleiben subjektive Bilder. Oft sind sie klar und umfassend, manchmal auch unklar, überlagert, undetailliert. Sie geben niemals das realistische Abbild wieder. Raum ist nicht dinglich. … Meine Photoarbeiten zeigen das Phänomen Raum aus meiner Sicht.“ (Zitat: Gerhard Assem, Karlsruhe, Fotograf und Ausstellungsorganisator)

Inhalt der Ausstellung „Barock  Rom Raumerlebnis“ sind die Fotos Gerhard Assems und in der Einladung zur Eröffnung lautet u.a. sein Text: ..“Thema der Ausstellung sind Raumschöpfungen der Erfinder des Barocks im Rom, wie Michelangelo, Maderno, Bernini oder Borromini. Anhand fotografischer Bilder .. zeigt Gerhard Assem seine Raumerlebnisse.“

Ort der Ausstellung ist die Dominikanerkirche in der Salzstraße in Münster. Der Autor und Fotograf steht dabei stundenlang in der Kirche als Ansprechpartner zur Verfügung. Mehr als 25 z.T. großformatiger Fotos sind ausgestellt und in die Räumlichkeiten der Kirche eingefügt, die wiederum die Thematik widerspiegelt als eigenständiger Raum.  Die Fotos sind in analoger Technik als Doppel- und Mehrfachbelichtung erstellt worden. Zunächst verwirrend, aber faszinierend in ihrer Ausstrahlung.  Der Betrachter wird unweigerlich in die  Auseinandersetzung mit den Fotos verwickelt; gewohnte Sehweisen sind außer Kraft gesetzt. Jedes Foto hat in der Präsentation auch die entsprechende Form zum dargestellten Inhalt erhalten.

Unweigerlich kommt für den Betrachter die Frage auf: Welche Darstellung ist korrekt? Es bleibt nur eine Antwort darauf: Alle! Dabei muss noch nicht einmal an die Quantenmechanik gedacht werden. Es sind die verschiedenen Geschichten und Empfindungen, die von jedem einzelnem Foto ausgehen und den Betrachter hineinziehen in die festgehaltene Atmosphäre. Die Fotos erzählen die jeweiligen Situationen, oft vielschichtig, traumhaft und mehrdeutig; manchmal eindeutig, immer jedoch mehrdimensional.

Der Betrachter merkt, dass in den Arbeiten jenes sich spiegelt und gleichzeitig verborgen bleibt, was der Fotograf im Vorbeigehen ausspricht: „Kunst macht Freude, aber auch viel Arbeit“.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner