Johannes von Heinsberg – Bildsprache – Wortsprache

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

2. März 2026
von JvHS
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Merkmale des weltweit neu erstarkenden, menschenfeindlichen Faschismus

Von der epidemischen Ausbreitung rechtsradikaler Ideologien und dem brutalen Aktivismus neoreaktionärer Superreichen (Peter Thiel, Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Konsorten) bis zum verzerrten „Macht- und Freiheitsbegriff“ in Form  der rechts- und verfassungsbrechenden Willkür eines Donald Trump zeigt sich ein neuer Faschismus, der über die Merkmallisten und Definitionen des „ewigen Faschismus“ Umberto Ecos hinausreicht.

Die promovierte Autorin, Eva von Redecker, setzt in ihrem neuen Buch „Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus“ den Fokus auf die Erforschung der autoritativen Bewegungen (AfD und Identitären in Deutschland / MAGA-Ideologie in Trumps US-Amerika) mit dem Ziel, eine Theorie des neuen Faschismus zu definieren. Sie untersucht die netzwerkende Beziehung von Faschismusideologie mit dem Weltbild des neoliberalistischen reaktionären Kapitalismus.

Auf dem Boden der „Kritischen Theorie“ seziert sie neue Faschismus-Formen und bringt mit ihrem Begriff „Phantombesitz“ eine neue Kategorie faschistischer Handlungen in den Diskurs „Was ist Faschismus?“ An welchen Kategorien Faschismus definierbar wird, hat Umberto Eco in seinem Werk „Der ewige Faschismus“ aufgeführt. Dem fügt Eva von Redecker eine weitere Kategorie hinzu, die vor allem den Besitzanspruch und die Verfügungsmacht über Menschen und ihre ausbeuterische Verwertung anspricht.

Unter dem Begriffs-Schirm des Menschenrechts und der Menschenwürde lässt sich subsummieren, dass niemand Besitz an einem Mitmenschen haben kann. Zu Recht kann dies als ein wesentliches Merkmal zivilisierter Regelwerke der Demokratie und des Rechtsstaates verstanden werden.

 „Phantombesitz“ (*) nennt von Redecker das aus faschistischer Ideologie entstandene Anspruchsdenken der aktuellen Faschisten, die über die Arbeitskraft von Menschen in Produktionsabläufe ebenso verfügen wollen (als Kriegsgefangene, die von den Nazis als Zwangsarbeiter in den Produktionen von Kriegswaren, in der Landwirtschaft etc. eingesetzt waren), wie über die Kampfkraft  als Soldaten, die in Militäreinheiten gedungen werden (aktuell in Russlands Truppen durch Zwangseinberufung, oder durch Abordnung fremder Soldaten für Kriegseinsätze im Ukrainekrieg wie durch Korea) und denen keine Wahl gelassen wird, sich gegen diese Verwendung wehren zu können.

Die Ungleichbehandlung farbiger Menschen und die Nicht-Anerkennung des Menschenrechts gesellschaftlicher Gruppen durch Faschisten ist ein weiterer Baustein, der zudem durch das vermeintliche Recht auf „Verfügungsmacht“ nach faschistische Weltsicht noch abartiger realisiert werden kann, in dem ein Pseudorecht konstruiert wird, nicht nur die Arbeitskraft nach Gutdünken zu verwenden, sondern noch pervertierter, in dem Gegner und Kritiker als „Feinde“ der Faschisten (Migranten, Linke, Klimaschützer) benannt werden, in dem sie ausgegrenzt, verhaftet, vertrieben und getötet werden. Dehnbare Gesetze, die einen Ausnahmezustand konstruieren, um die verfassungsmäßigen Rechte der Menschen außer Kraft zu setzen. (Beispiel: US-Regierungspraxis unter Trump; ICE-Einsatz). Die Willkürfreiheit dieser Trump-Regierung lässt sich nicht einmal mehr vom Urteil des Supreme Court als Kontrollmacht der Verfassungstreue bremsen. Das ist Verfassungsbruch und ein Verbrechen und Selbstermächtigung! 

Diese aber ermöglicht dann die Umsetzung von Menschenrechtsverletzungen aufgrund des neuen faschistisch-ideologischen Selbstverständnisses der Gesetzesverbrecher und mittels einer konzertierten Aktion des Netzwerkes zwischen Politik und Wirtschaft die Zerstörung des demokratischen Regelwerkes (Verfassung, Gewaltenteilung und Rechtsstaat). Die  faktisch faschistische Regierungs-Clique unter Trump praktiziert einen „rechtsbrechenden Liberalismus“ (*), weil die vernunftgeleitete Selbstkontrolle zur Rücksichtnahme auf andere Menschen beiseitegeschoben wird!

Wenn zum Erkennen des Faschismus der Kriterienkatalog von Umberto Eco wie von Eva von Redecker genutzt werden kann, muss das Etikett „Faschismus“ nicht genutzt werden, um Verhalten, Denken und  Zielformulierungen desselben eindeutig als menschenverachtend, bösartig und gesellschaftsvergiftend bezeichnen zu können.

Wer aber will in solchen Verhältnissen leben wollen, außer diejenigen, die Faschisten sind! Die aber praktizieren gruppenbezogen Menschenfeindlichkeit in ihrem Wahn! 

(*) Begriffe aus: Eva von Redecker „Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus“!

Der ewige Faschismus und Rechtsextremismus + Merkmale des Ur-Faschismus – in Memoriam Umberto Eco

Populismus – Methode der gesellschaftlichen Brandstifter und der Weg in den autoritären Staat?

Spremberg – Exemplarischer Boden für das Aufblühen des Denken und Handelns des Rechts-Extremismus?

25. Februar 2026
von JvHS
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Die Rückschau auf das eigene Leben und dabei dem Zeitgeist der eigenen Jugend huldigen?

Die gute alte Herrenzimmerzeit – oder die Tugenden des Nationalkonservativen als vermeintlicher Wegweiser in neue Zeiten

Ob konservativ, ob gesellschaftskritisch, ob nonkonformistisch, ob neoliberal oder rechtsextremistisch, für jede Haltung, Weltsicht oder Identifikation eines Menschen kommt irgendwann beim Älterwerden der Zeitpunkt, eine Rückschau auf die eigene Jugend und die zeitgeistigen Identitäten vorzunehmen.

Nicht selten erfolgt eine Abkehr von der Weltsicht, die als rebellischer Jugendlicher gegen die Haltung der Elterngeneration eingenommen wurde. Und in der zweiten Hälfte des eigenen Lebens wird der Wechsel zur diametral entgegengesetzten Weltsicht vorgenommen. Ein Bäumchen-Wechselspiel der besonderen Art, oft vom Regen in die Traufe geraten und sich dann wundern, weshalb man nasse Füße bekommt! Dieser Vorgang wird auch als „Lebensweisheit“ verklärt und ist doch oft nur dem schon lange verleugnetem materialistisch-neoliberalen Zeitgeist und der zweiten Seele in der eigenen Brust geschuldet.

Die Musikvorliebe, der Kleidungscode und die Sprache sind Bereiche, in denen der jugendliche Zeitgeist gegen die Elterngeneration protestiert und zum Ausbruch kommt. Allerdings reiben sich die in die Jahre gekommenen Anhänger so vieler zersplitterter und neuformierter eigener Jugend-Identitäten dann die Augen, wenn nach Jahrzehnten die Protestformen in Wellenbewegungen sich wiederholen, aber dann oft radikaler und von anderen Ideologien in Anspruch genommen, wenn Methoden der linken Gruppen von Rechtsradikalen vereinnahmt wurden.  

Der Streit flammt zwischen den im Zeitgeist ihrer Jugend ehemals verbündeten Kompagnons oft unerbittlich und unnachgiebig auf! Nichts gelernt und die Hälfte vergessen, könnte man meinen! Die menschliche Natur scheint unveränderlich zu sein. Lediglich die Intensität mag sich in diesen wiederholenden Konflikten unterscheiden.  

Aktuell scheiden sich die Geister über die Entstehung der Protestform des „Punk“. Vor rund 50 Jahren war die jugendlich Abgrenzung vom Erscheinungsbild der Elterngeneration durch Frisur und Kleidung besonders krass zum Ausdruck gebracht worden. Dabei ändert sich der Rückblick der Protagonisten des „Punk“ nicht nur aufgrund der sie nun betreffenden Vergesslichkeit, sondern auch, weil Sprache und Emotionserinnerungen vom betrügerisch agierenden Hirn unmerklich über die Zeit verändert wurde zu einem neuen, subjektiven Bild des Punk-Zeitgeistes. Gestritten aber wird dann von 60Jährige wie im Kindergarten!

Die Ungleichzeitigkeit der Erkenntnis und der Urteilsfähigkeit lässt vermeintlich alte Gemeinsamkeiten vergessen und kaleidoskopisch verändert auftauchen. Je nach Abstraktions- und Abstandsfähigkeit kommen Kränkung, Ablehnung, vorurteilige Ausgrenzung und Spaltung zum Tragen. Die Spaltung ehemaliger Verbündeter kommt dabei nur den neuen extremistischen Machtinhabern und neoliberalen Profiteuren zugute.

Ein wenig konkreter werdend und beispielhaft das  Weltbild des „Punk“ aufzeigend, soll auch ein Disput zwischen ehemals Verbündete im Geiste einfließen. 

Als die Lebensweise des „Punk“ im Klassenzimmer sichtbar wurde

Der Autor dieses Textes war zum Zeitpunkt des Auftritts der „Punk-Bewegung“ als Lehrer Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre tätig.  Die Aufklärungsbedürfnisse der 68er-Generation wurden meinerseits nachvollzogen, aber ich war nicht in die rebellischen Aktionen in Berlin, Frankfurt oder anderen Hochschulstädten involviert, sondern ich agierte als aufmerksamer Beobachter, der sich ein eigenes Bild durch Literatur und Wissenschafts-Studien verschaffte über die „Unfähigkeit der Täter- und Mitläufergeneration“ hinsichtlich der Holocaust-Aufarbeitung.

Jede radikale Veränderung konfrontiert die Vorgänger-Generation mit der eigenen Weltsicht. Toleranz und der Diskurs über die Haltung der „Punks“ war den Anhängern der konservativen Weltsicht eher fremd. Der militärische Ton damaliger Sportlehrer im Alter von 60 Jahren war leider durchaus den Schülern nicht fremd. Dagegen wurde als Punk-Fan protestiert.

Als Lehrer an einer Hauptschule tätig, konnte ich die Veränderung zu einem „Weltbild der destruktiven Ablehnung und Selbstaufgabe“ miterleben. Das Erscheinungsbild der Jugendlichen änderte sich radikal in allen Bereichen: von der Kleidungsmode, über die Friseur, die Sprache, über den Musikgeschmack bis zur Verweigerung der schulischen Regeln. Das war für die „Punks“ im Klassenraum selbstverständlich.

Die Begeisterung der Jugendlichen für die Lebensweise des „Punk“ war für mich nachvollziehbar, wurde jedoch nicht ohne Widerspruch hingenommen, sondern der Versuch wurde gestartet, die „Punk-Begeisterten“ zur kritischen Hinterfragung zu bewegen. Denn der Rückzug in die „No-Future-Haltung“ war kaum sachlich zu begründen und wurde dennoch ohne zu hinterfragen von den Jugendlichen übernommen. Einfach um dazu zu gehören!

Auch wenn die „Bedrohungslage“ durch Atomraketen-Aufrüstung (Pershing II),  die wachsende Arbeitslosigkeit und die wirkende Stagflation  und das wirtschaftliche Nullwachstum zwar realistisch  beschrieben und im eigenen Familienalltag erlebbar wurde, aber für eine destruktive und deprimierende Grundstimmung gab es keinen wirklichen Grund. So förderte „Punk-Sein“ eine zu große Affinität zum vorschnellen Aufgeben und zur Resignation, ohne den Versuch zu unternehmen, an einer konstruktiven Alternative mitzuwirken.

Wie so oft beim Generationenstreit wurde nicht erkannt, das, was die Generationen verbindet nicht als wichtiger gesehen wurde als das, was sie trennt. Kulturelle neue Entwicklungen und Veränderungen  werden von Extremisten jeglicher Couleur schon immer  als „Gefahr“ gesehen, anstatt als Chancen begriffen zu werden. Diese Haltung verstärkt eine ausgrenzende Sichtweise, in dem Toleranz missverstanden wird als Öffnung zur  Verstärkung nur des eigenen Weltbildes.

Wie schnell absurde Schlussfolgerungen gezogen werden, lässt sich am Beispiel der Fragen nachvollziehen: „Wer vertritt wen, mit welcher Autorität, auf welcher Rechtsgrundlage und mit welchen Folgen?“

Übertragen auf die aktuelle Situation unter der globalen Erpressung und den Zoll-Dekreten der Präsidentschaft Trumps, der sich über Verfassung und über die Supreme Court-Urteile (oberstes Gericht der USA) hinwegsetzt, und die Erkenntnisse bestätigt, dass „bei jeder kulturellen und rechtlichen Aneignung es die gibt, die Regeln nicht mehr akzeptieren und widerrechtlich handeln, und jene, die dieser „Gewalt“ gegen über ausgeliefert sind,  in dem ihre demokratische Identität durch ökonomische und politische Aneignung sowie exekutiver Missbrauch manipuliert wird, und dessen Folgen zum weltweiten Unrecht führen!“  

Intoleranz ist die gefährlichste Form der Unterdrückung anderer Menschen durch diktatorische und despotische Gewalt, weil sie zugleich Unfreiheit bringt und Weiterentwicklung verhindert. Der im neoliberalen Umfeld aktuelle Eigentumsbegriff bedarf einer völlig neuen Definition, in dem die Bandbreite der kulturellen Entwicklung der Menschheit sich nur entfalten kann, wenn Erkenntnisse und Wissen nicht der egoistischen Ausbeutung durch ökonomische Vereinnahmung unterworfen werden, sondern allen Menschen zugutekommt. 

Bisherige Identitätsmodelle haben oft in den absurden Irrtum geführt. Eine Essenskultur, die oft von den Bedingungen der durch die Natur hervorgebrachten Nahrung und später durch wissenschaftliche Erkenntnisse geförderte Anbaumethoden entwickelt wurde, sowie alle Erfindungen, welche der Menschheit Fortschritt gebracht haben, haben ihre Wurzeln in der Bandbreite der Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten und den Ideen zur Lösung von Problemen. Die Begrenzung auf den Begriff des Eigentums und der egoistischen Nutzung für privilegierte Gruppen unter Ausschluss und Ausgrenzung der überwiegenden Mehrheit der Menschen führt zu Barrieren und Kriegen. Die kollektive  Kreativität wird verhindert und Möglichkeiten der Inspiration werden der ökonomischen Ausbeutung unterworfen.

Die Menschheit lässt zu, dass sie in Fesseln von Egomanen gelegt wird.  Zugleich lässt sie sich in extremistische Identitätsmodelle treiben. (MAGA / AfD!) 

19. Februar 2026
von JvHS
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„Aufrecht – Überleben im Zeitalter der Extreme“: Prequel (Fortsetzung durch Nachtrag) von Lea Ypi

Zum Buch „Aufrecht – Überleben im Zeitalter der Extreme“

Obwohl es eine Binsenweisheit ist, dass Menschen verschieden mit Ereignissen umgehen, die weltgeschichtlich so Ungeheuerliches wie den Holocaust  betreffen, bleibt diese Erkenntnis immer noch überraschend in Bezug auf die dabei entstehenden Variationen. Zu ergründen, warum immer wieder Menschen den anderen unfassbares Leid zufügen, so wie im Fall der Vernichtung der Juden in den Konzentrationslagern geschehen, das ist meistens nur ein Aufklärungsbedürfnis der nachfolgenden Generationen, die das „Glück der späten Geburt“ hatten, sprich nach 1945 geboren wurden! In Mitscherlichs Werk „Die Unfähigkeit zu trauern“ wurde ein Verhalten diagnostiziert, das sowohl erbärmlich wie beschämend war, und die Realität des Verdrängens und Vergessens der Täter und Mitläufer in den ersten beiden Jahrzehnten nach dem 2ten Weltkrieg beschrieb.

Die Generationen, welche öffentlich Fragen stellten und das Schweigen in den Familien aufbrechen wollten, sind jedoch  nochmals zu differenzieren. So sind jene Söhne und Töchter der Täter und Mitläufer gemeint, die 1968 im Selberdenken-Alter waren, zu unterscheiden von denen, die zur Wende-Zeit bis zum Ende der 1990er Jahre mit einem anderen Zeitgeist in Berührung kamen. Einem Zeitgeist, in dem die Gier des Neoliberalismus die Dollarzeichen in die Augen der StartUp-Unternehmen der Dot-Com Unternehmen trieb.

Zur Jahrtausendwende waren die meisten Täter  und Mitläufer, die beim Extremismus des Nationalsozialismus an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt waren, einer gerechten Verurteilung schon entkommen! Immer mehr Zeitzeugen verstarben und die wenigen überlebenden Opfer des Holocaust kämpften gegen das Vergessen  einen verzweifelten Kampf bis zu ihrem Tod. 

Aufgrund dieser bis heute wirkenden Nichtaufarbeitung eines ganzen Volkes –  bei dem der Fanatismus und Extremismus eines verbrecherischen Systems,  des „Nationalsozialismus“, eine mitmachende Begeisterung entzündete – entstand ein Strukturgerüst des Terrors und der Menschenfeindlichkeit, welches auch heute wieder bei den Anhängern des „Führungssystems“ bis zu 40 % Zustimmung findet.

Vor allem in den Bundesländern der ehemaligen DDR ist die hohe Zustimmung zu einer anti-demokratischen Partei (AfD) besonders unverständlich, weil sie die Strukturen eines Unrechtsstaates miterleben mussten. Und hier wirken die Versäumnisse der Aufarbeitung ein zweites Mal in den Agenden der Familien!

Eine durchgehende, tiefsitzende Despotie-Struktur (Überwachung/Kontrolle und Ausschaltung der Opposition)  von 1933 -1989 konnte  in der DDR nachhaltig wirksam werden, weil die Begriffe wechselten, aber die Struktur der Unfreiheit im Denken und Handeln nicht.  Was für Deutschland galt, trifft auch für andere Länder in Europa zu.

Die philosophische Schriftstellerin Lea Ypi beschreibt in ihrem Werk „Aufrecht – Überleben im Zeitalter der Extreme“ das Leben ihrer Großmutter in Albanien im Zeitraum ab 1941 bis in die Neuzeit nach der Jahrtausendwende.

Zitat: „Lea reist an die Orte von Lemans (Vorname der Großmutter) Leben, um es Stück für Stück anhand von Archivalien, Akten und Anekdoten zu rekonstruieren. Gebannt folgt man ihr in die untergegangene Welt der osmanischen Aristokratie, an die Wiege der neuen Nationalstaaten auf dem Balkan und natürlich nach Albanien, erst unter faschistischer Besatzung, dann unter kommunistischer Herrschaft.“ Zitatende

Alles fängt mit einer Fotografie ihrer Großmutter an, die in den sozialen Medien auftaucht und von Menschen außerhalb der Familie kommentiert wird.

Daraus erwächst die Motivation bei Lea Ypi, eine tiefgründende Reflexion des Lebens ihrer Großmutter zu beginnen und Erkenntnisse über die Zerbrechlichkeit von Wahrheit entlang der Realitäten in besonders extremen Zeiten zu gewinnen. Lea Ypi wird in die Notwendigkeit hineingezogen, in dem sie sich auseinander setzen muss mit ihrer subjektiven Erinnerlichkeit an geliebte Menschen und deren Versuche, Würde zu bewahren! In einer Zeit, in dem Despotie und Terror, sowie  das Verhalten gegen anders Denkende „mit Stiefel getreten zu werden“ zur „Normalität“ des Alltags wurde!

Diese Reise in eine Zeit mit einer anderen Realität und Auswirkungen des dort herrschenden Zeitgeistes auf das Leben von Menschen erfordert vom Forschenden, Mutmaßungen zu unterlassen und verlangt gleichzeitig, Empathie nicht zu verdrängen im Urteilen über mögliche moralisch-ethische Mängel im Lebenslauf der Menschen. Als Leser nachzuvollziehen, wie Ypi sich dieser Anforderung stellt, kann durchaus ein exemplarisches Beispiel sein für den Umgang mit der heutigen Realität in vielen Ländern, in denen der Abbau der Demokratie und der Aufbau von Oligarchien zur neuen „Normalität“ von Unfreiheit, Unterdrückung und Missachtung der Menschenwürde sich entwickelt.

Darüber hinaus nimmt Lea Ypi  die aktuelle Form des „Gesprächsverlaufs“ auf den Chatplattformen in den Fokus, in dem entlang der Kommentare von unbekannten Trollen zum Foto der Großmutter das Systemversagen der sozialen Medien zum Thema und Gegenstand eines neuen Extremismus gemacht wird. Eines Extremismus der Schamlosigkeit und Skrupellosigkeit, weil die Bandbreite der Mittel – von Lügen, Shitstorm, Dreistigkeiten, Grenzübertretungen, Distanzlosigkeit und Hasstiraden –  jede Wahrheit zerfetzt und wie durch den Fleischwolf gedreht zurücklässt.

Es wird fantasiert, fabuliert, faktenlos interpretiert, beleidigt, behauptet und provoziert in den Messenger-Apps auf Teufel komm raus. Mit dem Ziel, alle Mitteln einzusetzen, um die Zielperson zu besiegen oder das eigene Weltbild manipulativ zu verbreiten.

Den Versuchen von Kränkung, Verletzung und Erniedrigung zu widerstehen, frisst beim betroffenen Zielobjekt dessen Seele und nimmt jegliche Energie, sich zu verteidigen. Oder entwürdigt jene, die schon verstorben sind und die Angriffe nicht mehr abwehren können.

Wer in Archiven sucht, wird auch mit Wahrheiten und Fakten konfrontiert, die mit der Frage nach der Verantwortungsübernahme für den Umgang mit den gefundenen Informationen verbunden ist.

„Ich möchte mich in diesem Archiv vorsichtig bewegen. Ich möchte mich den Akten mit Umsicht nähern, sozusagen philosophisch, ja auf eine ästhetische Weise, die sich ganz bewusst vom »gesetzlichen Rahmen« löst. Ich hasse die Regeln, denen wir uns nur unterwerfen, weil wir keine Wahl haben – ich bevorzuge den Gebrauch der Urteilskraft, das freie Spiel von Gefühl und Vernunft, die allmähliche Befreiung aus den geerbten Banden von Familie, Nation und instinktiver  Zugehörigkeit. Ich nehme mich selbst zu ernst, könnte man an dieser Stelle einwenden. Dennoch – um klar zu sehen, müssen wir uns unserer Vorstellungskraft bedienen.“

»Ich habe den Antrag als Wissenschaftlerin gestellt«, betont die Autorin in der Ichform ihre Entscheidung, wie sie sich den Fakten ihrer Recherche stellen will. Die Position der Wissenschaftlerin einzunehmen ist zugleich auch die Möglichkeit, sich zu distanzieren von der Familie, sofern die Recherche-Fakten moralisch-ethisches Versagen offenbaren könnten.

Ob die Menschen – die sich arrangieren mussten mit Unfreiheit und Unterdrückung – mit dem Ausspruch: „Hier hat sich nichts verändert“, selbsttäuschend unterwegs sind, oder weil sie denken, dass negatives menschliches Verhalten nur schwer  zu ändern ist, auch wenn Albanien, der Ort der Handlungen, kein stalinistisch organisierter Unterdrückungsstaat mehr ist, das wird sich erst auf den nächsten 300 Seiten erweisen.

Fortsetzung folgt…in diesem Prequel von Lea Ypi zu ihrem Werk „Frei“!

18. Februar 2026
von JvHS
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Die Verteilungsfantasien des Herrn Jens Spahn – Rentenkürzungen und Gesundheitsausgaben nur für das Volk

„Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung.“ – Kurt Tucholsky

„Politik ist zum Gezänk geworden. Opposition zum einflußlosen Krakeelertum.“ – Kurt Tucholsky 

Der Steuergeldverschwender Numero Uno, Jens Spahn, lässt seine Schamlosigkeit ein weiteres Mal aufblitzen:

Studienjahre seien keine Arbeitsjahre!?

Deshalb sollten sie auch nicht für die Altersrente in Anrechnung gebracht werden. Da öffnet „ der Herr der Mrd.-Vergeudung“ (Corona-Masken-Skandal) eine Tür, die auch die Diäten und Zusatzleistungen der Minister und Abgeordnete in den Parlamenten mit der Forderung konfrontiert sehen wird:

Abgeordnete- und Minister-Jahre sind keine Arbeitsjahre!

Verantwortliche Gemeinwohl-Politik braucht keine „Versuchsballons“ á la Spahn, Linnemann und CDU-Wirtschaftsrat e.V. und den Tests: Wie weit können wir mit unserer Lobbypolitik für die privilegierten Teile der Gesellschaft gehen, bevor der Widerstand bei den Menschen zu groß wird?

Macht endlich eine gerechtere Allgemeinwohl-Politik, die einer ethisch-moralischen Verantwortlichkeit verpflichtet ist! 

Falsche Politiker, eingeschränkt auf ihre kleinen Ideen, haben gemeint, es sei leichter, ein unwissendes Volk als ein aufgeklärtes zu regieren, während die Erfahrung beweist, dass, je dümmer ein Volk, desto eigensinniger und widerspenstiger es ist, und dass es viel schwieriger ist, die Hartnäckigkeit eines solchen zu überwinden, als von gerechten Dingen ein Volk zu überzeugen, welches hinlänglich gebildet ist, um Vernunft anzunehmen. – Friedrich Wilhelm der Große (1620 – 1688)

17. Februar 2026
von JvHS
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Leben in Zeiten extremer Machtfülle und Machtmissbrauchs – Welche Möglichkeiten hat der Normalbürger?

Schwarz-Weiß und Grautöne lassen sicheres Erkennen zu! (Foto: (c) JvHS)

„Gestehen wir es uns nur ein: die Menschheit ist seit der Einführung der Menschenrechte auf den Hund gekommen.“ – Karl Kraus

Es dürfte mittlerweile auch bei den Menschen angekommen sein, die nichts mit „Politik“ zu tun haben wollen, dass die Haltung des „Kopf in den Sand stecken“ nicht davor bewahrt, in den Sog der „Fremdbestimmtheit, der Ungerechtigkeit und des Spielballs des Machtmissbrauches“ gezogen werden zu können.

Kein Mensch kann durch Schweigen, Wegschauen und Nichthandeln glauben, Freiheit und Demokratie zu bewahren und nicht mitverantwortlich gemacht zu werden. Es ist ebenso unmöglich, nicht zu kommunizieren. Denn selbst das Schweigen, Wegschauen und Nichthandeln ist eine Form der Kommunikation. (Watzlawick!)

Was kann also der „Normalbürger“ tun, um weltweite Entwicklungen von Machtkonzentration und Machtmissbrauch entgegen treten zu können? Wie sind die Grenzen und wo die Kipp-Punkte, die eine Umkehrung des Abbaus der Demokratie und der Freiheit zur Selbstbestimmung unmöglich machen?

Wissen ist eine „Gegen-Macht“ zum Machtmissbrauch von Anti-Demokraten, Egomanen und Skrupellosigkeit. Wissen und Erkenntnisfähigkeit sind das Ergebnis von Vernunft und Haltung. In einer früheren Zeit despotischer Machtverhältnisse hat der Philosoph Immanuel Kant mit seinen Werken „Kritik der reinen Vernunft“, „Kritik der praktischen Vernunft“ und „Kritik der Urteilskraft“ im Zeitalter der Aufklärung einen Weg gesucht, dass die Menschen sich aus den unterwerfenden politischen und religiösen Regelwerken und den Abhängigkeiten aus der Willkürherrschaft des Absolutismus befreien können.

Kant verstand Philosophie als Antworten zu geben auf die Fragen:

  1. Was kann ich wissen? (Erkenntnis-Theorie)
  2. Was soll ich tun? (Ethik und Moral und das grundlegende Prinzip: Kategorische Imperativ)
  3. Was darf ich hoffen? (Zum ewigen Frieden)
  4. Was ist der Mensch? (Kein Mittel zum Zweck fragwürdiger Systeme der Unfreiheit und Ausbeutung)

Kants Motto lautete: „Sapere aude“ (Wage es!)  – „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“  Vernunft ist nach Kant der Teil des Verstandes, mit dem wir aus Begriffen und Urteilen Schlüsse ziehen!

Für den Menschen, der kein reines Vernunft-, sondern zugleich ein sinnliches Wesen ist, drückt sich dieses Prinzip in der Formel des kategorischen Imperativs als unbedingte Forderung aus.

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“

Wenn der Mensch nach dem kategorischen Imperativ handelt, so ist er von sinnlichen, auch triebhaften Einflüssen unabhängig und daher nicht fremdbestimmt (heteronom), sondern autonom. Als autonomes Wesen verfügt er nach Kants Auffassung über Menschenwürde(* Download PDF-Datei!):

Die Menschenwürde ist nach moderner Auffassung der Wert, der allen Menschen gleichermaßen und unabhängig von ihren Unterscheidungsmerkmalen wie Herkunft, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung oder Status zugeschrieben wird … Als Rechtsbegriff umfasst die Menschenwürde… bestimmte Grundrechte und Rechtsansprüche der Menschen.

Die Weltanschauung des Nationalsozialismus und Faschismus mit seinem Rassismus und Antisemitismus, seiner Theorie vom „Lebensraum“ und vom „Untermenschen“, seinem Sozialdarwinismus widersprach den Vorstellungen von Demokratie.

(Wer heute Parteien wählt, die dieser Tradition anhängen und inhaltlich ähnliche Programme verkünden, macht sich der gleichen Vergehen schuldig!)

Die Verneinung der menschlichen Würde fand besonders während des Zweiten Weltkriegs in den Konzentrations- und Vernichtungslagern … dem Nacht- und Nebel-Erlass und den weiteren „Führerbefehlen“ ihren Höhepunkt. Den Gipfel der Menschenverachtung unter Hitler stellt der Holocaust (*) dar, mit dem Völkermord an 6 Millionen europäischen Juden. Quelle: (*) Wikipedia

Leider wiederholen sich ähnliche Vorgehensweisen! Nachvollziehbar praktizieren die jeweiligen Staatsführungen in den Autokratien und despotischen Diktaturen mit ihrer Haltung und Propagierung der „Remigration in Form der gewalttätigen Festsetzung und zwangsartigen Ausweisung“ anti-demokratische Programme, in dem weltweit die Menschenwürde für große Teile der Weltbevölkerung verneint wird und ihre Ausgrenzung durch Abschiebung umgesetzt wird.

Eine unheilige Allianz wurde in den letzten 12 Monaten in den USA eingegangen zwischen der politischen Macht (Trump und Republikaner), der wirtschaftlichen Macht (Silikon-Valley-Konzernführungen: z.B. Bezos (Alphabet/Amazon); Zuckerburg (Meta/Facebook), Elon Musk (X/Twitter/SpaceX/Tesla); Bill Gates (Microsoft-Konzernführung) und der finanzkapitalistischen Macht (BlackRock Inc. und Konsorten). Mit Donald Trump gelangte eine Figur an die Spitze der US-Regierung, die den Um- und Abbau der US-Demokratie vorantreibt. Die Schwerpunktsetzung seines Regierungshandelns ist immer a-demokratisch, verfassungsübertretend/verfassungsmissachtend und mit Affinität zu Straftaten.

Die Allianzen der genannten beteiligten Parteien entwickeln dabei Oligarchie-Strukturen, in der wechselseitig die Gestaltung der globalen Gesellschaften durch das Denken und Handeln der Oligarchen von wechselnden Personen bestimmend geführt werden und als systemische Struktur installiert wird. Diese Struktur ist definiert dadurch, dass die Menschheit nur als Verfügungsmasse ihrer Geschäftsideen gesehen wird. Interessensvertretung und die Freiheit der Bürger der jeweiligen  Nation spielen keine Rolle in der Oligarchie.

Zugute kommt dieser Gesellschaftsform, dass die Macht über die Handelsabläufe (Amazon/AWS), die Geldflüsse und Finanzsysteme, die Macht über die Daten und die KI-Systeme sowie die Ausgrenzungsmacht über (Arbeitsmarkt und Arbeitsplätze), Teilnahme am Handel und Wasserverfügbarkeit die Machtfülle ins unermessliche steigern.

Ein wichtiger erster Schritt besteht darin, die eigentlichen Absichten der Politiker zu durchschauen, in dem die Parteiprogramme ebenso hinterfragt werden und was die geplanten Gesetze für die Gesellschaft bedeuten. Als Beispiel diene die Absichtserklärung des Generalsekretärs der CDU, Carsten Linnemanns, den Sozialstaat umzubauen. 

Obwohl keine Arbeitsplätze in ausreichender Anzahl am Arbeitsmarkt bestehen, sollen die Sanktionen in Jobcentern verstärkt werden. Der Druck auf die Arbeitssuchenden dient dazu, den Arbeitsmarkt wieder Arbeitgeber „freundlicher“ zu gestalten. Friss oder stirb hat wieder Konjunktur.  Wenn jedoch der Arbeitsmarkt durch immer mehr Entlassungen bei den Unternehmen weiterhin belastet wird, dann sind keine Sanktionen und Geldkürzungen sinnvoll, insbesondere für die noch weit größere Gefahr der Arbeitsplatzverluste durch KI-Einsatz kann nur sozialer Frieden in der Gesellschaft erhalten werden, wenn durch Arbeitszeitverkürzung mit auskömmlichen Lohn und Arbeitsplatz-Teilung (35 Std.-Woche) die Arbeitsplatzbeschaffung realisiert wird.

Zudem wird die Arbeitsmarktsituation nicht nur durch die Arbeitsquote bestimmt, auch durch die Jobqualität der seitens der Arbeitgeber angebotenen Arbeitsplätze. Zu welchem Preis aber versucht die CDU/CSU die Arbeitslosigkeit zu senken? In dem die Toleranz für unsichere Vertragsgestaltung durch die Unternehmen erhöht und dies auch durch die CDU/CSU geduldet wird. Vor allem, in dem die Mindestlöhne unterschritten werden und längere Arbeitszeit als gesetzlich vorgesehen mit Missachtung der Grenzen für Überstunden vertraglich angeboten wird.  

Wegfall von Arbeitsplätzen durch KI bewirkt, dass vor allem Jugendliche bis 25 kaum eine Chance bekommen. Denn einfache Einstiegsaufgaben werden von KI übernommen. Zugleich stellen die Konzerne mit großem Anteil an KI-Einsatz weniger Arbeitsplätze zur Verfügung. Zudem belasten die vielen Sozialpläne bei den Konzernen den Haushalt der Regierungen sowie den Arbeitsmarkt. Es ist eine beliebte Maßnahme der Konzerne, die aufgrund falscher Management-Entscheidungen und Rückgang der Auftragslage an Boden gegenüber globaler Wettbewerber verloren haben, sich über Personal-Reduzierung zu sanieren!

Zum Sinn des Lebens gehört für die junge Generation, ein Privatleben durch eine Einkommenssicherheit aufbauen zu können. Nicht die Umverteilung der Arbeitsmarktbelastung auf den Rücken der Lohneinkommensbezieher zu bewerkstelligen, wie die Partei-Funktionäre der CDU/CSU zum Vorteil der Unternehmen es machen, in dem auf anachronistische Lösungswege zurückgegriffen wird.

Des Weiteren arbeiten die Arbeitsplatzinhaber extrem viel, weil kein Personal eingestellt wird. (Gesundheitswesen, Dienstleister, Bau-Nebenhandwerk, Polizei, Lehrer etc.). So fallen viele Überstunden an (oder auch, weil im Dienstleistungsbereich Verkauf, Lieferung etc.), auf Abruf-und Doppelschichten-Verträge angeboten werden.

Statt die Einnahmeseite durch Vermögenssteuern und Erhöhung der Arbeitsgeber-Anteile bei den Sozialversicherungen zu beschließen, werden die CDU-Funktionäre die Umverteilung von unten nach oben wieder verstärken. Die Steuereinnahmen bei den privilegierten Einkommensklassen werden indirekt gesenkt, weil die Grenze des Spitzensteuersatzes noch oben verschoben wird. Das heißt, erst ab 80.000 Euro Jahreseinkommen und nicht schon ab 68.000 Euro wird der Spitzensteuersatz fällig sein.

Wie in solchen Zeiten Sonderboni für Führungskräfte in den Konzernen gezahlt werden, ist nicht mehr verantwortbar. Ebenso wenig, dass die Diäten in den Parlamenten erhöht werden durch das System, dass sich die Parlamentarier selber die Erhöhungen genehmigen. Das ist nicht mehr zeitgemäß!   

Version vom 20.02.2026 (Ergänzung: Aphorismus von Karl Kraus /1m 18.02. und Löschung eines Wortes „sich“, weil doppelt vorhanden )

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