Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

31. Juli 2010
von JvHS
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Begrüßung und Abschied – ein vorläufiger?

  

Sehnsucht

Es war einmal.
Ich leb’ am Tage vom Gedanken,
nachts von der Qual;
oft träum’ ich nur vom Traum.
Du gehst dahin und bist dir selbst es kaum.
Karl Kraus

Doktrin (Heinrich Heine)

Trommle die Leute aus dem Schlaf,
Trommle Reveille mit Jugendkraft,
Marschiere trommelnd immer voran,
Das ist die ganze Wissenschaft.

 

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14. Juni 2019
von JvHS
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Die Steigerung der Widerlichkeit III – Spekulation mit Wohnraum

“Statt Hütten für sich, bauen tausende Prachtwohnungen für wenige.” – Arthur Schopenhauer, Zur Rechtslehre und Politik

“Es gibt zwei Situationen im menschlichen Leben, in denen man nicht spekulieren sollte: Wenn man es sich nicht leisten kann, und wenn man es kann.” – Mark Twain

Es ist ein Irrsinn, dass auf den freien Flächen der Schrebergärten in Berlin die Investoren Bebauungen vornehmen wollen und dies mit dem Argument begründen, dass die Wohnungsnot dies verlange. Ein weiteres Argument wird bigott in die Diskussion eingebracht, in dem gefordert wird, das Bauen gehe vor und die wenigen Schrebergartenbesitzer hätten zurückzustehen.

Nicht die Flächen der Schrebergärten sind ursächlich für die Wohnungsnot respektive für die fehlenden Wohnflächen für Einkommensschwache und bezahlbaren Wohnraum. Auch der Hinweis, dass auf den Schrebergartenflächen dann bezahlbarer Wohnraum gebaut werden solle, ist Augenwischerei, weil in der Folge schon erfolgter Bebauungen dieser freien Flächen wiederum nur Luxuswohnungen und teurer Wohnraum erstellt wurden. Die grüne Lunge der Gärten aber verschwand.

Allein das Investment in Wohnraum durch Investitions-Gesellschaften wie die „Deutsche Wohnen“  und ihre permanenten Mieterhöhungen zur Steigerung der Renditen haben die Wohnungsnot erhöht und bezahlbaren Wohnraum reduziert.

Hier muss das Argument lauten, dass das Grundrecht auf Wohnen und bezahlbarer Wohnraum nicht den Spekulanten überlassen werden darf. Grundrechte wie Wohnen, Arbeit, Bildung stehen über dem Aktiengesetz. Notfalls muss durch staatliche Regelung die Bedeutung „Eigentum verpflichtet zum sozialen Frieden“ durch – und umgesetzt werden. Die steuerlichen Belastungen der Gewinne wären eine Einnahmequelle, um staatseigenen Wohnungsbau voranzutreiben und bezahlbaren Wohnungsraum zu schaffen.

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14. Juni 2019
von JvHS
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Die Steigerung der Widerlichkeit II

Manch einer glaubt, er wäre ein Schwan…. und könne über Wasser gehen!

Was sich so alles liberal nennt, realiter jedoch neoliberal=raubtierkapitalistisch daherkommt. Es ist die gesellschaftliche Schicht des pseudointellektuellen Weltverständnisses, welches sich in einem Pamphlet zeigt und auf der AdG-Achse des Guten veröffentlicht in die weite Welt geschickt wird.

Ein Jüngling, sich einordnend in die Reihe der Autoren, deren Machwerke die Welt nicht braucht, glaubt, seinen wirtschaftswissenschaftlichen Belzebub als Gott verkünden zu müssen. Liberales Denken wird reklamiert, tatsächlich jedoch quillt aus jeder Pore die Vorstellung der von Hayek-Welt mit seiner Propaganda der sich selbst regulierenden Marktwirtschaft hervor.

Die Blase der neoliberalen Gut-Achsen-Welt füllt sich durch sich selbst bestätigendes verbales Schulterklopfen. Es geifert der Hass gegen die Diskursbeiträge, welche die Ausbeutung durch Mietinvestoren und deren verursachende Wohnungsnot geißeln. Da greift man sich an den Händen und hebt einen 17jährigen Gift-Grünschnabel auf den Sockel zu Füßen des Mythos der freien Marktwirtschaft und die Feuchtigkeit nimmt schlagartig zu: beim aufs Schild-Gehobenen hinter den Ohren, bei den Lobpreisenden in so manchem Wäschestück.

Die praktische Umsetzung der von-Hayekschen Wirtschaftsmodelle führte zu den Regimen von Pinochet, Reagan und Thatcher mit den zerstörerischen Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Laut Joseph Schumpeter sei Hayeks Liberalismus zwar theoretisch ein edles Konzept, jedoch ausschließlich betuchten Self-made-Gentlemen und Sklavenhaltern zu empfehlen. (aus Butterwegge u.a.: Neoliberalismus *)

Ich empfehle dem jungen Schreiberling einmal

(*) Christoph Butterwegge, Bettina Lösch, Ralf Ptak: Neoliberalismus. 1. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008

zu lesen!

Nur bin ich skeptisch, ob sich ein 17jähriger, der in der Blase des Neoliberalismus schon heimisch sich fühlt, über den Tellerrand schaut, Solidarität und sozialen Frieden als Wert akzeptiert und die daraus notwendigen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, akzeptiert, wie den Investitionswohnungsmarkt zu untersagen, um ein Grundrecht auf Wohnen zu sichern.

Wer jedoch wie er von Gerechtigkeit faselt, und glaubt, “Gerecht ist eine Gesellschaft, wenn jeder das bekommt, was er verdient und was er sich erarbeitet”, dann habe ich großen Zweifel an seinen Verstand und seine Ehrlichkeit und möchte ihn bitten, offen zu legen, was er denn so alles erbt? Und ob die Erbengeneration auch mit den ererbten Anteilen an Vermögen ein Verdienst ist, das jene sich selbst erarbeitet haben?

Wohnungsnot und Zwangsräumungen… 

 

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7. Juni 2019
von JvHS
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Die Steigerung der Widerlichkeit

“Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Achsenschreiberlinge belügen sich und andere und glauben es, wenn sie’s lesen.” 

Von Abkürzungen- oder die Steigerung der Widerlichkeit: von “AdG” und “AfD”!

Hinter der ersten Abkürzung verbirgt sich die selbsternannte “Achse des Guten”, hinter der zweiten die hochgekochte Partei und tatsächliche “Armseligkeit für Deutschland”.

Und doch ist das selbstgewählte giftgrüne Antlitz der Seilschaft der selbsternannten Guten das insgesamt abstoßendere Übel. Denn nirgends ist die Gehässigkeit und abgrundtiefe Verächtlichkeit so genetisch verankert wie bei den schreibenden Figuren auf der Plattform „Achse des Guten“.

Sie ächzt in allen ihren Teilen und es tropft die Arroganz aus jedem Satz. Und je größer der Haufen Mist, der sich aus reinem Zynismus ansammelt, umso mehr einer bestimmten Insektenart der rechtsnationalistischen Weltbilder zieht er an. Hinter den immer gleichen Duktus verbirgt sich der akademisch verbrämte Kleingeist, gekrochen aus dem Weltbild der Bigotterie und Überheblichkeit, gespeist von Selbsttäuschung.

In ihrem Hass auf jeden anderen Lebensentwurf als den eigenen spießbürgerlichen sind sie schriftlich produktiv. Die Klugheit, besser gleich zu lieben, statt Hass zu streuen, ist längst verdorrt. Die  ganze Bandbreite ihrer rechtsnationalen und neoliberalen Meinungsattacken gleicht einer gefrorenen Überflüssigkeit an  giftigen Nadelstichen der Ausgrenzung. Meinung sollte nachdenklich machen, nicht die Menschen belästigen. Die Achsen-Schreiberlinge trennen nicht einmal mehr geistig Tisch und Bett. Sie agieren gegen fortschrittliche und kulturelle Offenheit mit dem gleichen Elan, wie die Agenten (und “domini canes”) des “Hexenhammers” im ausgehenden Mittelalter es vormachten. Und immer sind es die gleichen Charaktere, die sich finden und gegen Mitmenschlichkeit zusammenrotten. Im geifernden Eifer wird mit Worten verfolgt, Meinung denunzierend platziert (*) und die Boshaftigkeit schulterklopfend und mit Kommentaren bestärkend verbreitet.

Die Widerlichkeit hat Konjunktur und ist ihrem Täter-Dasein so überflüssig wie ein Kropf.

Dass es auch anders geht, um in einen Diskurs zu starten, zeigt sich hier z.B. zur Thema Klima und CO2! Hier wird die Faktenlage aufbereitet, ohne Zynismus und ohne Gesinnungs-Rede!

(*) Dass der Autor dabei mehr von sich selbst verrät, als eine korrekte Zustandsbeschreibung gesellschaftlicher Gruppen gelingt, ist im besten Stil der Schreiberlinge der „AdG – Achse des Guten“  und  deren  „Arroganz der Gebildeten“ vorgenommen. Zur Methode dieser Vertreter gehört, dem kritischen Gegenüber genau das zuzuordnen und zu unterstellen, was selber praktiziert wird: sich als die Guten zu bezeichnen, Gesinnung zu praktizieren und in einer Filterblase und Echokammer zu verharren mit dem Ziel, Zugehörigkeiten (Fleischhauers Vokabel lautet an dieser Stelle „Identität“) zu markieren. Da fliegt dem Leser das biblische Sprichwort förmlich zu: Den Splitter im fremden Auge zu erblicken, den Balken im eigenen Auge jedoch zu ignorieren! Modern: Das Brett vorm Kopf ist dick und dicke Bretter zu bohren ist schon immer eine schwierige Aufgabe gewesen.

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3. Juni 2019
von JvHS
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Neoliberalismus ist nicht die Heimat der Menschlichkeit – er verschluckt die SPD und die Demokratie

Relative Realitäten

Clement, Rürup, Riester, Schröder und Konsorten sind am Ziel: die SPD ist als politische Kraft entmannt, enthauptet und kraftlos geworden. Der Neoliberalismus hat die Sozialdemokratie geschluckt. Stattdessen spuckte er eine Armseligkeit namens AfD aus, rückte eine CSU der  Befehlsempfängern der Automobilindustrie noch weiter nach rechts und in die Würdelosigkeit und produziert nur noch Helferlein für eine Lobbyisten-Autokratie, deren einziges Anliegen aus der Verwirklichung der eigenen und persönlichen Vorteile besteht.

In der Substanz, der Form und den Inhalten komplett verdorben, zeigt sich der Polit-Apparat in der Partei- und Lobbyisten-Demokratie in Deutschland. Die Namensbestandteile christlich und sozial in den Parteinamen sind zur leeren Hülle verkommen. Unter der Bezeichnung „post-demokratisch“ wird dies alles subsumiert, schulterzuckend akzeptiert und Machterwerb sowie Machterhalt in den Mittelpunkt des Handelns gestellt. Begleitet von einer Marketingindustrie, die nichts Anderes produziert, als Propaganda, Märchen und Täuschung.

Der Mensch wird nur noch als Verwertungsfaktor und Verfügungsmasse (Tracking durch facebook) gesehen. Die Perversion des Faktums „Geld regiert die Welt“ ist ins Unendliche gesteigert worden. Kriegswaffenhersteller lassen jegliche Moral und Ethik vermissen – es zählen nur die Gewinne; die Nahrungsmittelindustrie maximiert mit ihren Produktbestandteilen die Profite und vereinnahmt im Mitnahmeeffekt auch die Alternativen wie Demeter-Bio-Produkte; die Landwirtschaftsindustrie agiert in Seilschaft mit der Pharma- und Chemie-Produktion unter Begleitung der Zuckerindustrie durch Missachtung der Nachhaltigkeit und Erhaltung der Natur zum Nachteil der Menschen.

Die Regierungen/Kommissionen auf nationaler und europäischer Ebene öffnen wenigen Gruppen den Zugang zur gesetzlichen Gestaltung und machen sich abhängig von den einflussreichen Wirtschaftskräften in allen Branchen. Parallel dazu werden Infrastrukturen des Lobbyismus, der Überwachung der Bevölkerung, der Intransparenz eingerichtet, um der kritischen Kontrolle des Souveräns zu entgehen.

Parteien und Regierungen haben die Aufgabe, die Demokratie zu bewahren und ihre Inhalte auszurichten, in dem sie die nachfolgenden Anforderungen berücksichtigen und Gegenkonzepte entwickeln.

Der Neoliberalismus und seine menschenverachtenden Strukturen schluckt nicht nur die Sozialdemokratie, sondern ebenso die gesamte demokratische Gesellschaft.  

Längst haben Gier, Neid, Vorurteile und Gewalt die Menschheit in ihren Klauen. Verdrängt und in der Gefahr, dass die Menschenrechte vergessen werden, breiten sich Unwissenheit und damit Hysterie ebenso aus wie gruppenbezogene Unterdrückung, Rassismus und Ausgrenzung.

Mitmenschlichkeit, Solidarität, Akzeptanz, Achtung, Nachhaltigkeit und das gerechte Teilen,   sowie Wahrhaftigkeit und Offenheit sind die Heimat der Seele.

Regierungen, Parteien, Unternehmen und ihre darin agierenden Menschen, die Profite, Klientelpolitik und das Aktiengesetz über die Menschenrechte stellen, sind die wahren Verursacher von Not und Seelenlosigkeit.

Die Heimat der Menschlichkeit liegt nicht im Neoliberalismus.

Update: Und wieviel Neoliberalismus ist bei den Grünen versteckt enthalten? (Grüne auch nicht ohne Fehl und Tadel… Wie verarbeiten sie die Belastung der Rot-Grünen Koalition unter Schröder?)

UpdateII: Der neoliberale Faktor bei den Grünen – von der Atlantikbrücke bis zu den Bilderberger-Seilschaften! Auf der Strecke bleibt die Friedensbewegung!

Update III: Die CDU ist und bleibt die Partei der Wirtschaft und Vermögenden. Mit der Verhinderung des Lobbyregisters, mit der distanzlosen Nähe zu den Unternehmensführungen, mit der Öffnung der Gesetzgebung und deren Beeinflussung durch Seilschaften und Verbände wird Gesinnungsethik und Klientelpolitik zu Lasten der Mehrheit der Bevölkerung gemacht. Am exemplarischen Beispiel des Bauernverbandes und einem Gutachten (Link für zum download des Gutachtens!) dazu lässt sich diese verheerenden Politik und Demokratieschwächung nachvollziehen.

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1. Juni 2019
von JvHS
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Norden – Raum und Zeit

“Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht.” – William Shakespeare, Cymbeline

“Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, ewig still steht die Vergangenheit.” – Friedrich Schiller

 

 

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