Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

7. März 2019
von JvHS
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SPD entwickelt sich zur Partei der Beliebigkeit und Ja- und Amen-Partei

Wer sich das Verhalten der Regierungsmitglieder der SPD und ihre Aktionen anschaut, kann nur zum Schluss gelangen: sie hat sich nicht nur zur Partei der Beliebigkeit und Ja-und Amen-Partei entwickelt, sie wird in ihrer Außenwirkung von vielen nur noch als “Blinddarm” der CDU/CSU angesehen. Ein nicht mehr wichtiges und verzichtbares Anhängsel.

Welches Rückgrat hätte die Ablehnung der Urheberrechtsreform durch Justizministerin Katarina Barley bedeutet für eine lebendige und diskursive Republik! Aber da war wohl ihre Listenführerschaft für die SPD bei der nächsten EU-Parlamentswahl wichtiger, als ihre Verantwortung für die Freiheit! Sozusagen war das Hemd der eigenen Karriere und die der Partei näher als der Rock der Verantwortung für die Demokratie und dem eigentlichen Souverän.

Das stümperhafte Agieren der Regierungsmitglieder der GroKo ist der falsche Fingerzeig für die Jugend, die sich mit ihren Protesten endlich wieder politisch und außerparteilich mit kritischem Abstand zum Politbetrieb erweist.

Und die neueste Info zum Thema EU-Urheberrechtsreform ist bei NTV/WELT zu haben:

Die Erkenntnis vom falschen Ehrgeiz von Figuren des Politikbetriebs wie Axel Voss(MdEP – CDU) und Manfred Weber (Kommissionspräsident-Kandidat bei der nächsten EU-Parlamentswahl – CSU), nur die Interessen der großen Verlagskonzerne zu vertreten und vom Schaden für das Internet ist auch bei den Mainstream-Medien angekommen. Siehe bei ntv/Welt hier!

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6. März 2019
von JvHS
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Das Böse – real, banal und alltäglich?

Das Böse, ein Begriff moralischer Normen, hat die Menschen seit ihrer Menschwerdung begleitet. Es manifestiert sich in Handlungen, die monströs, maßlos, grenzüberschreitend und existenzgefährdend oder existenzauslöschend sind. Schriftliche Zeugnisse gibt es seit Jahrhunderten darüber. Ob es die Folterungen der Inquisition sind, die Hexenverbrennungen, die Pogrome während der letzten 2000 Jahre oder der Holocaust der Nazis mit ihren KZs und den Bestien wie der Arzt Mengele, über die vielen Beteiligten aus der Armee oder den Mörderbanden der SS bis hin zu den Schreibtischtätern á la Eichmann. In der jüngsten Vergangenheit gehören der Massenmord durch Anders Brevik und die vielen Terroraktionen des IS ebenso dazu. Beispiele finden wir in der Geschichte der Menschheit zuhauf. Sie werden von anderen Menschen oft als wahnsinnige Tat bezeichnet, um eine Erklärung dafür zu haben, was an unmenschlichem geschehen war.

An den genannten Beispielen wird nachvollziehbar, dass, diese Taten als böse zu bezeichnen, berichtigt ist. Wenn von grenzüberschreitend und existenzauslöschend oder von monströs gesprochen wird, dann sind dies Zuordnungen auch in eine moralische Norm, die eine ungefähre Ahnung davon geben, welche unselige Tiefe sie im Bösen haben. Wo aber sind die Orientierungen dafür, wo das Böse anfängt? Sind die Mitarbeiter der Waffenhersteller schon dazu zu zählen? Denn sie werden wissen, dass die Pistolen, Maschinengewehre, Schnellfeuerwaffen, Granaten, Mienen, Mörser, Panzer, Bomben und ferngelenkte Drohnen Menschen töten werden! Sind sie mit ihrer Beteiligung an der Produktion schon als Täter des Bösen einzuordnen? Und betrifft dies auch die Anleger, die ihr Vermögen in diese Firmen durch Aktienkäufe investieren? Und gilt dies auch als Mitarbeiter beim Einkauf der Textilien, die unter unmenschlichen Umständen und ohne Schutz vor Giften in den Herstellerländern von Bangladesch bis China hergestellt werden, ebenso mitverantwortlich für das Sterben der Menschen dort?  Oder sind sie als Lohnempfänger, die ihre Familien damit ernähren, von der Mitverantwortung freigestellt? Sind dann nur die Manager als Entscheider und die Unternehmensführungen der Waffenschmieden, der Textil- und Bekleidungsketten und Pharmabetriebe die Bösen?

Hannah Arndt hat den Begriff von der „Banalität des Bösen“ geprägt, also die Zuordnung jener Taten der Schreibtischtäter wie die des Adolf Eichmann, der nicht spektakulär mit Vergasung, Erschießung und direkter Einwirkung getötet hatte, aber durch seine schriftlichen Befehle und planmäßige Verwaltung die Tötung von Millionen Menschen in Auftrag gab und damit zum Inbegriff des Bösen wurde. Damit werden auch die unternehmerischen und politischen Entscheidungen, die getroffen werden, wissend, dass diese zur Verarmung, zur Existenzvernichtung führen, zur Freiheitseinschränkung etc. als Taten des Bösen  zwar banal und alltäglich, aber ebenso Bestandteil des Bösen.

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6. März 2019
von JvHS
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EU-Urheberrecht und Uploadfilter dienen zur Einschränkung der Freiheit und zur Monopolisierung der Meinung

Wer das Verhalten der Politiker der EVP  im Europaparlament (aus D die Mitglieder der Parteien CDU/CSU) verfolgt und die Interessenvertretung der Betreiber – in persona Axel Voss (CDU) und Manfred Weber (CSU) –  für ein Urheberrecht und den in Artikel 13 beschriebenen technischen Lösungen dazu (sprich: Uploadfilter), der kann nur zu folgenden Schlüssen kommen:

  1. entweder kennen die Herren die Auswirkungen der Vorlage nicht, was mehr als bedenklich wäre und damit Beleg für Inkompetenz;
  2. oder sie vertreten die Interessen der Verlagskonzerne wie Bertelsmann, Springer und Burda als willige Helferlein, was einer Grenzüberschreitung in Richtung Parteilichkeit und Abhängigkeit nahe kommen würde;
  3. oder sie wollen gezielt das Recht auf Meinungsfreiheit einschränken und mit dem Konstrukt des EU-Urheberrechts für eine Monopolisierung dessen, was (Meinungs)-Freiheit und Bedeutungshoheit betrifft, bei den Verlagen und der ARD/ZDF ansiedeln. Das aber wäre eine Gefährdung der Demokratie und wäre absolut inakzeptabel!
  4. Oder persönliche Anliegen und Karriereplanung wie bei Manfred Weber (will Kommissionschef und Nachfolger von Junker werden) sind wichtiger, als die Vertretung des Souveräns und wäre damit ebenfalls Beleg für eine Fehlbesetzung;
  5. es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass ein Konglomerat an Inkompetenz, persönlicher Karriereplanung und Abhängigkeit von den Seilschaften der Parteien- und Lobbyisten-Struktur vorliegt und die Frage nach dem Tatbestand der Korruption berechtigt wäre.

Tricksen, Täuschen, Halbwahrheiten scheinen dabei Methoden zu sein, die im Umgang mit dem Hinterfragen der Verhalten als “situativ angemessen” eingeschätzt werden, wenn Kritik und Proteste erfolgen.

Ein wenig Analyse aus dem Ausland (Schweiz) bringt die NZZ (Neue Züricher Zeitung), die selbst als konservatives Blatt  einen lesenswerten und bemerkenswerten Artikel zum ÖR ( öffentlichen Rundfunk/TV bringt!).

Update vom 07.03.2019

Die Erkenntnis vom falschen Ehrgeiz von Figuren des Politikbetriebs wie Axel Voss(MdEP – CDU) und Manfred Weber (Kommissionspräsident-Kandidat bei der nächsten EU-Parlamentswahl), nur die Interessen der großen Verlagskonzerne zu vertreten und vom Schaden für das Internet ist auch bei den Mainstream-Medien angekommen. Siehe bei ntv/Welt hier!

 

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5. März 2019
von JvHS
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Artikel 13 (Uploadfilter) und die EU-Urheberrechtsreform – aus der Sicht der Betroffenen

Sehr geehrte Damen und Herren MdEPs,

ist es nicht an der Zeit auch einmal zu verstehen, was Sie mit Ihrer Zustimmung zum Urheberrechtswerk bewirken?

Hier ist ein Text, der Sie vielleicht dazu bewegen kann, aus der Fraktionsdisziplin auszubrechen und Sie Ihrer dann hoffentlich neuen Einsicht folgen lässt.

Zitat:

” Ich bin seit 17 Jahren in diesem Forum, kenne einige hier persönlich, treffe mich mit einigen (auch ehem. Mitgliedern) und aktuell sehe die große Gefahr, dass ein Stück *meiner* Lebenskultur verloren geht. Aufgrund der langen Zeit und meiner engen Bindung an das Thema Leica und Fotografie im Allgemeinen halte ich das für *mich* unersetzbar, wie sagt man heute so schön: alternativlos. Es ist eben auch eine starke (vielleicht ungesunde) emotionale Bindung entstanden, manchmal auch negativ, aber meistens doch positiv. So eine Herzblutgeschichte eben. Bei den anderen Foren, in denen ich gelegentlich aktiv bin, sogar in denen, die ich mit Andreas gegründet und betrieben habe, ist das alles nicht so. Nur hier.

Und dann kommen da ein paar Politiker und in meinen Augen auch Lobbyistenhörige und spucken *mir* in die Suppe. Es ist zum Kotzen. Und mit dem Deckmäntelchen des Urheberrechts (das ich achte und auch für wichtig halte), werden Instrumente und Mechanismen implementiert, die der Realität und Praktikabilität des Internets diametral entgegenstehen. Befürwortet von Menschen, die, wie wir regelmäßig in diesen Tagen erfahren dürfen, nicht verstanden haben, wie das Internet funktioniert, wer womit Geld verdient und welche Auswirkungen ihre Entscheidungen haben. Gleichzeitig stellen sich diese Befürworter der neuen Gesetzgebung als Vertreter der Entrechteten (die Urheber) dar, die erstens nicht entrechtet sind (aktuell) und für die in der Praxis auch nichts besser wird durch die neue Gesetzgebung.

Es bleiben nur die zweifelhaften Nebenwirkungen und in Folge dessen eine unglaubliche Datensammelwut (denn die Urheber müssen alle ihre Werke dem “Netz” zur Verfügung stellen, damit eine Urheberschaft ermittelt werden kann) und eine fürchterliche Gängelung der Nutzer bis hin zur Zensur. Die Verantwortlichen in Brüssel sehen immer nur die großen Konzerne und kennen wohl nicht das restliche Internet. Was soll man auch von Menschen erwarten, die ihre Twitter-, Instagram-, Facebook- und anderen Accounts von ihren Büros pflegen lassen, die also selbst noch nicht mal die Werkzeuge kennen, deren sie sich bedienen. Wenn man dann viele Mails bekommt, dann können das ja nur Bots sein. 

In Frankreich läuft die Diskussion sogar nicht [noch! ist gemeint] schräger, da ist von der GAFA (Google, Amazon, Facebook, Apple) die Rede, der das Handwerk gelegt werden soll. Was allerdings Amazon und Apple mit dem Thema Urheberrecht im Rahmen der neuen Gesetze zu tun haben soll, kann niemand erklären. Das ist vollkommen absurd. Das werden mithin Entscheidungen vom Hörensagen getroffen, ohne dass man die Hintergründe und Mechanismen des Internets versteht oder kennt. Alles in einen Topf und umrühren, Details weiß man ja sowieso nicht und will sie offensichtlich auch nicht wissen.

Ich mag mich nicht den Verschwörungstheorien anschließen, die darin einen großen Plan sehen. Für mich ist das eher Planlosigkeit aufgrund von Unwissenheit, mit unabsehbaren Folgen und Konsequenzen, die am Ende des Tages den Verschwörungstheoretikern leider sogar wieder Recht geben könnten. Ich möchte nicht, dass Europa ein zweites China wird. Am Ende des Tages kann man ja mit Terrorabwehr und anderen Dingen schnell vorhandene Filter auch noch mal erweitern. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Das Schlechte an der geplanten Gesetzgebung ist einfach, dass es niemanden gibt, der davon profitieren könnte. Weder Urheber, noch Verlage noch die Nutzer des Internets. Vielleicht ein paar Verwertungsgesellschaften, deren Ausschüttungen an ihre Mitglieder auch mehr als fraglich eingestuft werden können, so wie es mir einige Mitglieder der bestehenden Verwertungsgesellschaften sagten. Schon heute bezahlt jeder von uns für jede Festplatte, SSD, jeden Drucker, Scanner, Computer, für den Fall, dass man damit urheberrechtliche Dinge kopiert. Vielleicht demnächst auch noch für Kabel oder WLAN-Geräte, die urheberrechtliche Daten transportieren? Bitte nicht falsch verstehen: Jeder Urheber soll bitte seine entsprechende Vergütung bekommen, aber dann auch in einer einheitlichen und  transparenten Regelung. 

Am Ende des Tages geht es auch um Existenzen und Unternehmen. Während ich vielleicht meinen privaten Frust schiebe, steht für Andreas seine wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel, inkl. der Jobs die daran hängen, denn Andreas ist auch Arbeitgeber. Und so wird es zig Betreiber und kleine Unternehmen treffen, die u.U. von heute auf morgen vor dem Aus stehen. Und das ist doch der Bereich, in dem unsere Regierung u.a. immer die tolle Zukunft sieht, im Internet mit seinen vielen tollen Möglichkeiten. Neue Technologien und Möglichkeiten. Digitalisierung und so. Aber genau mit solchen Maßnahmen wie sie gerade geplant werden, bleiben nur die großen Firmen übrig, von denen sowieso keine in Europa sitzt. Und die neuen aufstrebenden Unternehmungen aus China geben erst recht wenig auf Urheberrecht, wie wir ja alle wissen und der Staat erschwert sogar ein Vorgehen dagegen für die Rechteinhaber. Man hat uns gerne als willenlose Konsumenten, mehr nicht.

Schöne neue Welt. “

Zitatende

Quelle: “l-camera-forum” – ein Forum, dass schließen müsste und damit auch die Existenz des Betreibers und die seiner Mitarbeiter und deren betroffenen Familien gefährdet.

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4. März 2019
von JvHS
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Die Ignoranz und das Verhalten der europäischen Konservativen (CDU) gegenüber dem Souverän ist unverschämt

Relative Realitäten der “Parlamentarischen Demokratie”

Um den Protest ins Leere laufen zu lassen und die unselige EU-Urheberrechtsreform und ihre strittigen Artikel 11, 12, und 13  mit undemokratischen Mitteln und Tricks durchzuboxen, wirbt der Kandidat Weber (CDU) mit Hilfe seiner Gesinnungskameraden (Axel Voss) für eine vorgezogene Abstimmung im EU-Parlament,  bar jeder Vernunft und unter Missachtung des Koalitionsvertrages und der Urteile des BVerfGE sowie des EU-GH (europäischen Gerichtshofes)! Siehe hier!

Das Verhalten dieser Politiker ist an Ignoranz nicht mehr zu überbieten. Sie zerstören das letzte Quäntchen Vertrauen in die Demokratie mit diesem Brandstifter-Verhalten. Es ist den Aktionen der Jugend und der Generation Internet nicht zu verdenken, dass sie zum “#niemehrCDU” aufrufen.

Brandstifter gegen demokratische Verfahren und Befürworter staatlicher Zensur sind solche Figuren. Ob sie eine Quittung bei der nächsten EU-Wahl erhalten? Auszuschließen ist dies nicht!

Update vom 05.03.2019

Um eine Demokratie mit Leben zu füllen, muss der Bürger über die Formen der direkten Mitbeteiligung (nach Amartya Sen als capability approach = Befähigungsansatz der Bevölkerung) Einfluss nehmen können. Da reicht das Kreuzchen auf einem Wahlschein alle vier Jahre nicht mehr! Denn um die grundgesetzlich garantierte Freiheit umsetzen zu können, benötigt eine Bevölkerung neben der konstitutiven Freiheit auch eine instrumentelle Freiheit.

Dazu gehören:

Zitat:

  1. politische Freiheiten (Kritik, Widerspruch, Wahlrecht etc.)
  2. ökonomische Institutionen (Ressourcen, Bedingungen des Tausches, Verteilung)
  3. soziale Chancen (Bildung, Gesundheit)
  4. Transparenzgarantien (Pressefreiheit, Informationspflichten z. B. gegen Korruption [Lobbyregister])
  5. soziale Sicherheit (Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe, Mindestlöhne)

Zitatende (Quelle: wikipedia!)

Die erst verschafft die Mitwirkung an der notwendigen Umgestaltung der Gesellschaft.

Update II:

Bei allem Ernst darf der Humor nicht vergessen werden. Und auch zwischen den satirischen Zeilen blinkt die seriöse, offenlegende Information aus allen Poren durch.

Update III:

Juli Reda widerspricht im Handelsblatt dem Lobbyisten und Berichterstatter der CDU im EP (Europaparlament), Axel Voss !

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