Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

1. August 2021
von JvHS
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Freiheit, Verantwortung, Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit

Zu den Demos der „Ver-Querdenker“

„Freiheit ist nicht vorhanden, wenn die Freiheit des anderen nicht mitgedacht wird.“

»Leere Dosen machen den meisten Lärm.« / „Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!“ Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Teilnehmer der Demos in Berlin an Graffiti-Zitaten mit obigen Inhalten bei ihrem illegalen Zug durch Berlin vorbeimarschiert sind. Und ebenso würde kaum es kaum verwundern, wenn sie auch von „Freiheit“ faseln würden, die sie sich nehmen würden.

Nur ist es wirklich Freiheit, die sie als Freiheit meinen? Klar, Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Freiheiten im Handeln sich zu nehmen, welche die Freiheit der anderen Menschen in der Gesellschaft nicht berücksichtigt, das ist eher als Gefährdung der Freiheit zu betrachten.

„Der Tod ist gewiss, nur nicht die Stunde, die Art und die Ursache nicht!

Freiheit besteht darin zu wissen und zu beurteilen, was wir beeinflussen können! Und zu akzeptieren – aufgrund des Wissens – was nicht in unserer Macht steht (wie z.B., wann wir sterben werden!).

Freiheit heißt, frei in Gedanken und in der Meinung sein zu können. Gedankenfreiheit und Meinungsfreiheit, letztere setzt eine Staatsform wie die der Demokratie voraus, sind Ausdruck von Freiheit. Meinungsfreiheit bedeutet, Vorgänge, Handlungen und Aussagen auch beurteilen zu können. Etwas beurteilen zu können, setzt wiederum Bildung in Form von Wissen, Können und Erkennen voraus. Wer Bildung ablehnt, nicht nutzt oder verhindert, macht sich und andere unfrei. Wenn also Bildung verweigert wird – wobei Begrenzungen durch Rahmenbedingungen (fehlende Ressourcen, dreigeteiltes Schulsystem etc.) gegeben sind, wie sie durch Staatsführung oder politischen Willen bedingt werden – lässt Unfreiheit zu.

Freiheit kann zur Illusion werden, wenn geglaubt wird, statt zu wissen. Freiheit ohne Wissen und ohne die Begründungszusammenhänge für ein Handeln zu kennen, ist Täuschung. Freiheit setzt Aufklärung, Faktenwissen und Erkenntnis der Zusammenhänge voraus. Wichtig ist zu wissen, warum ich mich für eine Handlung entscheide. (z.B. an den ungenehmigten Demos der „Querdenker“-Demos teilzunehmen aufgrund von Narrativen der eigenen Filterblase) Dafür muss jeder die Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen dafür tragen!

Wenn Selbst- und Fremdtäuschungen wohlbegründete Entscheidungen, Wissen und Gewissen ersetzen, dann sind Manipulationen Tür und Tor geöffnet. Statt Gewissheit wird etwas „fürwahr“ genommen. Nicht selten ersetzen Emotionen dabei das Bewusstsein. Die Masse reißt den Einzelnen mit und eigenständiges Handeln wird abgegeben und durch blindes Tun ersetzt.

Freiheit setzt bewusste Erkenntnis und Entscheidung voraus. Aufgeklärtes und freies Denken geschieht in der Öffentlichkeit nur ohne religiöse, pseudo-moralische und propagandistische Zwänge. Weil Despoten und Brandstifter diese Form von Freiheit nicht zulassen, wird sie ersetzt durch Manipulation und Propaganda mit Inhalten der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, Vorurteile, Ausgrenzung (Rassismus/ Antisemitismus),  von Hass und Gewalt.

Freiheit ist nur da, wo Menschenwürde beachtet, Toleranz praktiziert, Gewaltfreiheit das Zusammenleben prägt und die Grund- und Menschenrechte in einem Staat umgesetzt werden.

Politik und Wahlprogramme, die dazu keine Aussagen machen, wie dies geschehen kann, sind mit großer Skepsis zu betrachten. Wer jedoch stattdessen Symbolik bemüht, wie Laschet in Warschau beim Gedenken an die Vernichtung der Stadt und der dort lebenden Menschen durch die Nazis in Form einer Kranzniederlegung – und gleichzeitig eine Amnesie zur eigenen Partei-Geschichte zeigt, weil von Adenauer und seiner CDU die gleichen Täter aus Nützlichkeitserwägungen „freigesprochen“ und Amnestie erteilt wurde und  sie in der Bürokratie und Staatsverwaltung der Adenauer-Ära in leitenden Stellungen (Globke als rechte Hand Adenauers!) ihre Gesinnung weiter praktizierten konnten, dann kann vor dieser Doppelmoral und Scheinheiligkeit  nur gewarnt werden und diesem CDU-Kanzlerkandidaten nur größtes Misstrauen entgegengebracht werden.

Auch auf diesem Feld plagiiert Laschet: Er macht sich (wie Baerbock) größer in seiner Bedeutung, als er in Wirklichkeit ist. 

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30. Juli 2021
von JvHS
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Vom Nichts zum Nichts und wieder zurück – es laschetet wieder zur Bundestagswahl

Ungelöste Zukunftsprobleme

„Was immer für Aufschrift die Parteien tragen, was immer für Schlachtruf von den Demagogen erschallt, die sie führen, man hat tatsächlich nur die Wahl zwischen der Plutokratie auf der einen und einer Horde lächerlicher Utopisten auf der anderen Seite.“ – Henry Louis Mencken

„Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ – Otto von Bismarck

„Stimme erheben statt Stimme abgeben.“ Graffiti 

„Wer seine Stimme abgibt, hat nichts mehr zu sagen.“ Graffiti

Ich kam aus dem Nichts – ich werde ins Nichts wieder vergehen. Was habe ich zu verlieren – nichts!“ Zugeschrieben wurde dieser Satz dem Monty Python – Team.

Er hätte auch von Armin Laschet sein können! Die inhaltsleeren und schwammigen Aussagen zu den aktuellen und aufgeschobenen Problemen der Zeit – und somit seine maximale Intransparenz zum Handeln, Denken und zu der eventuellen, zukünftigen Regierungspolitik in der Rolle des Kanzlerkandidaten ist der Versuch, sich alle Optionen offenzuhalten. Ein Funktionär der Macht, der ohne gesamtgesellschaftlich nutzbare Eigenschaften scheint.

Dabei ist längst klar, was er zu verbergen versucht und wofür er wirklich steht:

Sein Motto: Was ist zu tun? Immer das, was opportun! Und vor allem der radikalen und christlich-fundamentalistischen Machterhaltung im Sinne zu dienen, dass „Geld die Welt regiert“ und in bisheriger neoliberaler Form erhalten bleibt. Dazu gehören die Ausweitung der Privatisierungen, der weitere Abbau des Prinzips „Solidarität“, die Ökonomisierung aller Lebensbereiche und die weitere Reduzierung der Daseinsvorsorge-Aufgaben des Staates.

Die Selbsttäuschung und die Fremdtäuschung (als ihre Schwester) sind Hand in Hand mit ihm unterwegs. Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich … „Öcher Schängchen“ heiß. Statt „puppet on the string“ vollzieht sich in Laschet die Aachener Version des Fremdgesteuerten. Da bekommt der Begriff „Seilschaft“ eine ergänzende Bedeutung: auf Stangen hochgehoben, um fürs Publikum sichtbar zu sein. Es bleibt die Illusion, da handle die Figur selbstständig.

Das ihm huldigende Publikum schwärmt in voller Selbsttäuschung noch von Laschet als den neuen Garanten für die Fortsetzung des Adenauer’schen, Kohl’schen und Merkel’schen Mythos, es sei „den Menschen“ unter der bisherigen Mehrheitspartei doch allen gutgegangen.  

Sein Auge wirft Laschet dabei auf die mögliche Junior-Partei,  die neoliberale Wirtschafts-Büttelpartei FDP. Das käme der eigenen umworbenen Klientel zu passé und würde dem BlackRock-Adepten Friedrich Merz die gewünschte Unterstützung bringen. Mit der FDP und ihrem ewig-gestrigen Ausrufer-Spruch: „mit uns gibt es keine Steuererhöhungen“ (wobei die eigentlich dazu gehörende Ergänzung „… als Vermögenssteuer, Erbschaftsteuerveränderung, Transaktionssteuer etc.“ verschwiegen wird), sind gleichzeitig die Hinweise verbunden, dass der Rest der Steuereinnahmen durchaus eine Steigerung erfahren wird, um die gemachten Schulden reduzieren zu können. Zum Beispiel in Form der Erhöhungen von Preiserhöhungen bei den Steueranteilen im Bereich der Energie (Strom, Gas, Benzin).

Diese Parteien der unsozialen Programme kamen aus dem Nichts und sollten – in Bezug auf Regierungsmehrheiten – auch diesen Weg zurückgehen.

Alle Partei-Wahlprogramme zum Selberlesen: hier und hier

Ergänzung I: Laschets Plagiätchen – was dem einen die Annalena ist dem anderen der Laschet

Ergänzung II: Gewohnheiten beeinflussen die Überzeugung – wenn auch nicht selten aus Bequemlichkeit. Die Überprüfung der Gewohnheiten immunisiert gegen die Kritik an der eigenen Überzeugung. Das ist vor allem bei Wahlen nicht besonders förderlich. So kommen in der in Deutschland vorherrschenden Parteien-Demokratie Menschen in leitende Funktionen, die eher der Seilschaft in den Parteien geschuldet sind, als dass real die beste Leistung und das Geeignet-Sein die Entscheidung begründen. 

In der Folge ist dann die gewohnheitsmäßige Wahl einer Partei ebenso verhängnisvoll, wie die Ausblendung, wer am besten geeignet sein wird. Scheinbar ist dies vor allem in der CDU und besonders in den ländlichen Gebieten dann nachvollziehbar, wenn das Management der Katastrophen und Krisen zu Fehlverhalten führt, die Menschenleben kosten. Ahrweiler und die Leitung des Kreises scheint dafür ebenso ein Beispiel bei der Flutkatastrophe zu sein, wie der Gesundheitsminister Spahn (CDU) bei dem Corona-Missmanagement. 

Die Fortsetzung der Kanzlerschaft durch die CDU bedarf nach 16 Jahren Merkel und 16 Jahren Kohl unbedingt einer Ablösung. Auch weil die lange Zeit der Machtinhaberschaft zu Verkrustungen führt, die nicht selten auch zum Investitionsstau und zur Spaltung der Gesellschaft führen. 

Denn das „Fürwahrhalten“ als Methode und grundlegende Kategorie, um zu einer Gewissheit zu kommen und anstelle gesicherten Wissens, ist ein gefährlicher Trugschluss. Den Irrtum zu erkennen ist meistens mit Leid verbunden. 

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26. Juli 2021
von JvHS
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Allzu Tierisches in Bildern

„Es dauert mehrere Milliarden Jahre, bevor Lebewesen entstanden. Und es dauert nur einige Sekunden, dass sie sterben.“ JWB

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.“ – Mahatma Gandhi

 

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25. Juli 2021
von JvHS
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Kanzlerkandidat-Profil – Was kann er wissen? Was muss er tun? Was darf die Bevölkerung hoffen?

Abgeerntet – trotz Windbruch 

„Die Macht ist nicht etwas, was man erwirbt, wegnimmt, teilt, was man bewahrt oder verliert; die Macht ist etwas, was sich von unzähligen Punkten aus und im Spiel ungleicher und beweglicher Beziehungen vollzieht.“ Michel Foucault

„Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.“ – René Descartes

„Lachen im falschen Leben erzeugt kein wahrhaftiges Handeln und desavouiert eine Machtübertragung auf Zeit!“ JWB

„Der Blender“ titelt „Der Freitag“ einen Bericht am 23.07.2021.   Und der Untertitel lautet: “Warum echter Klimaschutz mit Armin Laschet als Bundeskanzler nicht möglich ist.“

In Anlehnung an Immanuel Kant ist zum Thema notwendigerweise zu fragen:  Was kann ich als Wähler wissen? Was soll ich dann tun? Was darf ich hoffen? Und was ist diese Person für ein Mensch? Im o.g. Beitrag folgt die Autorin diesen Fragen und vermittelt ihre Antworten.

Auch auf diesem Blog geht der Autor diesen Fragen nach und lässt die letzten Tage seit der Flutkatastrophe Revue passieren. Den Betroffenen, den Leidenden und Trauernden ist anzumerken, dass sie genau wissen und fühlen, wer von den Politikern es ernst meint mit Hilfen und persönlichem Zuspruch und wessen Empathie wahrhaftig ist. Und der Blick auf das Profil des Kanzlerkandidaten ist seitens der Wähler zu richten mit den Fragen nach: Was sollte er wissen? Was muss er tun? Was darf die Bevölkerung hoffen als Fazit der erkennbaren Antworten? 

Feststellbar ist: Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß und der Zusammenhalt der Menschen ist immer dann gegeben, wenn das Elend, die Trauer, der Schock und die Not am größten sind.  Die „Spielregeln“ für die Politiker in leitenden Ämtern oder im Wahlkampfmodus sind scheinbar so, dass sie am Ort der Katastrophen auftauchen und sich ein Bild machen. Im Gegenzug – das ist die andere Seite der Medaille – machen sich die Menschen ebenso ein Bild vom „hohen Besuch“. Damit die Öffentlichkeit im Land davon Kenntnis nehmen kann, werden diese Besuche in bewegten Bildern im Land verteilt. Und manchmal geraten die von den Politikern und Amtsinhabern gewünschten Eindrücke in den Spiegel der Klarheit und Wahrhaftigkeit. Dann wird ein deplatziertes Lachen und Grinsen eingefangen und vermittelt ein anderes Bild vom Besucher als jenes, was er von sich zeichnen wollte. Armin Laschet steht exemplarisch für dieses Malheur oder besser Entlarvung des Eigentlichen.

Und so tauchen unweigerlich die Fragen auf, welche Ernsthaftigkeit bei diesem Verhalten eines Kandidaten, der Bundeskanzler werden will,  ist noch zu erhoffen? Wenn schon keine inhaltlich konkreten Aussagen im Wahlprogramm des Kandidaten Laschet zu finden sind, wenn anstelle dessen nur die Person präsentiert wird, mit ein paar Schlagworten versehen, die eine völlig anderes Bild zeichnen, als die Analyse seiner Nicht-Leistungen – auch im Katastrophenvermeiden – ergibt, der entlarvt sich im Augenblick des deplatzierten Grinsens als kaum vertrauenswürdig. Das Marketing-mäßig zusammengebastelte Profil entlarvt sich als Bild des Versagens.

So muss sich Laschet fragen lassen, warum Katastrophen wie an der Ahr, an der Erft und an anderen Stellen in dem Bundesland NRW passierten, für das er als Ministerpräsident verantwortlich ist? Warum ist er nicht vorher schon in die Puschen gekommen? Sich als Klimaschutzvorreiter selber zu beschreiben, wie im Artikel von „Der Freitag“ angeführt, ist wohl unter der Rubrik des „König neue Kleider“ zu verbuchen, sprich: ins Land der Märchenerzählungen zu verbannen.

Am Beispiel des Ortes Grimma in Sachsen (der bei ähnlichen Starkregen-Ereignissen im Jahr 2002 und 2013 betroffen gewesen ist, und welche Maßnahmen danach erfolgten), hätte Laschet wissen können, sogar wissen müssen, was notwendiges und präventives Handeln im Sinne der Daseinsvorsorge und der Berücksichtigung der Einflüsse durch Klimaveränderungen ausmacht! Warum kommen die halbherzigen Reaktionen erst immer im Nachhinein, wenn Orte und Menschen im Wasser versunken sind?  

Um mit Michel Foucault zu argumentieren: Der Machtmechanismus, dem die politischen Akteure à la Laschet und seiner Couleur folgen und an denen sie ihr Handeln ausrichten,  scheint dadurch gekennzeichnet zu sein, dass sie nicht vorausschauend agieren (wollen), respektive vor allem gesinnungsgeleitet Politik und Rahmensetzungen für ihre Klientel durchpeitschen. Die Interessen der gesellschaftlichen Gruppen wie die der Wirtschaft und Vermögenden zu schützen, als erstes Ziel umzusetzen, ist an den Handlungen und Gesetzesinitiativen der CDU/CSU ablesbar. Dagegen fehlt  eine Politik für die Gesamtheit der Bevölkerung, mit der eine lebenswerte Lebensgestaltung ermöglicht würde.

Wer – wie auch heute noch gerne als Narrativ von CDU/CSU unters Volk gebracht – verkündet, dass, wenn es der Wirtschaft gut gehe, es auch der arbeitenden Bevölkerung gut gehe, der verbreitet nicht die Beschreibung der Realität. Der Täuschung widerspricht ja schon die Statistik des Statistischen Bundesamtes

Die Schere zwischen den Einkommens- und Vermögenssteigerungen der Unternehmen und der arbeitenden und ihre Existenz durch Lohneinkommen sichernden Teile der Gesellschaft geht immer weiter auseinander. Die Einkommen durch Arbeit reichen oft nicht mehr, um die Grundbedürfnisse auch mit einer Vollzeitstelle zu finanzieren. Während die Armut (siehe auch 6. ARB Armuts- und Reichtumsbericht) steigt in diesem Land, steigen die Einkommen bei Unternehmen und bei Vermögenden ungleich stärker – auch in Pandemiezeiten! (siehe auch Stellungnahme des Paritätischen!)

Echter Klimaschutz sei laut „Der Freitag“ mit Armin Laschet nicht möglich. Sein Machtverständnis scheint darauf zu beruhen, seine Entscheidungen dem Kosten-Nutzen-Kalkül der Wirtschaft (in NRW dem RWE-Konzern) zu unterwerfen. Aus dieser Sicht ist ableitbar, dass seine Präsenz in den Katastrophengebieten den Anschein hat, aus dem Kalkül gesteuert zu sein, die eigene Macht zu festigen und das Ziel (Kanzler zu werden) so wenig wie möglich zu gefährden. Das ist allem Anschein jedoch nicht gelungen. Denn wer Empathie so widersprüchlich präsentiert wie Laschet, und wenn es nur der Strategie des Wahlkampfmarketings geschuldet ist, der missachtet die Würde der Menschen. Sein deplatziertes Grinsen und Lachen scheint darauf hinzuweisen.

„Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.“ – Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra

Wie so oft in der Politik, scheint auch Laschet nach dem utilitaristischem Prinzip zu agieren: die Maximierung des eigenen Nutzens voranzutreiben. Ob Laschet als Kanzler geeignet sei, kann aus dem bisher genannten eher verneint werden. Denn er bekommt in Sachen Klimamanagement nicht zusammen, was heute zusammengehört: Klimaschutz und eine Menschen-zugewandte Ethik und Moral.

Windbruch – mit zartem, vereinzeltem Grün als Fremdkörper

„Ein Volk ist für seine Machthaber durchaus verantwortlich zu machen.“ 

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21. Juli 2021
von JvHS
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Kleiner Mann – was nun? Zahlenmystik oder: ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich …

„Eine ewige Erfahrung lehrt, dass jeder Mensch, der Macht hat, dazu getrieben wird, sie zu missbrauchen. Er geht immer weiter, bis er an Grenzen stößt.“ Charles de Montesquieu

21.07.21 – Das Spielchen mit Zahlen

Ein Datum, das schon ein wenig Mystik enthält, ganz nach Art der esoterischen Zahlenmystik und den bis zu den babylonischen Quellen zurückreichenden Interpretationen für gewisse Zahlen. Es kommt eben auf den Standpunkt an.

Vorwärts wie rückwärts gleich – sich nicht verändernd – egal wie rum, alles soll gleich bleiben, ein durchaus aktuelles Politikkonzept. Ein Datum, dreiteilig! Und die Monatszahl mit der Zahl drei multipliziert, das ergibt die Tages-wie Jahreszahl- wie geheimnisvoll. Die esoterischen Spielchen lassen sich weiterspinnen. Und die Zahl sieben als Unglückszahl zu benennen, das ist Futter für die „Neo-Querdenker“, wie aus den babylonischen Interpretationen hervorgeht: sieben Tage steigt die Flut, und sieben Tage geht sie zurück.

Für die heute vorherrschende Naturwissenschaft ist Mystik dagegen kein gangbarer Weg zur Erkenntnis. Ein deplatziertes Lachen und Grinsen ist allerdings auch kein Beleg dafür, dass der „Grinser“ im Hintergrund  empathisch wirken wollte. Der Patzer des deplatzierten Lachens legt wohl eher das Showelement in Stiefeln bloß, welches sich als nicht besonders tiefes Mitgefühl entlarvt.

Aber alle Hollywood-Mystik mit allem „Hinweg-Grinsen“ unangenehmer Probleme täuschen nicht darüber hinweg, dass für den Machterhalt auch die Fusion mit den Ultrarechten nicht außerhalb des Denkbaren liegt. Immerhin sind den Anhängern des konservativen bis reaktionären Teils der  Wähler ein rechtsnationalistischer Maaßen lieber als die Partei der „Friday for future“- Generation. 

Was darf der Mensch in diesen Wahlkampfzeiten dann noch hoffen? Antworten auf die Frage, wen kann ich, soll ich wählen?

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