Johannes von Heinsberg – Bilder und Texte

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

15. Januar 2020
von JvHS
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Vom Gierigen und Schmierigem – oder Finanzgerichtsurteil zu CUM-CUM + CUM-EX-Skandale

 

Die Tatausführenden der CUM-CUM + CUM-EX-Handlungen (Banken, Anleger, Berater-Kanzleien, Lobby-Politiker etc.) haben geklagt, um feststellen zu lassen, dass die CUM-EX + CUM-CUM Vorgehensweisen nicht illegal sein sollen! Beide Tatbestände stehen im Verdacht, gegen “jede logische Möglichkeit *” und jede  “zivilrechtliche als auch steuerrechtliche Systematik *” bewusst verstoßen zu haben und damit eine Betrugsabsicht naheliegt. (* aus: Pressemitteilung des Finanzgerichtes )

Soweit zur Gier und zum Ausbeutungsverhalten der Figuren, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern wollen und das auch noch vom Rechtsstaat bestätigen lassen wollen! Vom kategorischen Imperativ haben die Damen und Herren des Neoliberalismus und Finanzkapitals noch nie etwas gehalten!

Pressemitteilung des Finanzgerichtes

Vollständiges Urteil

Kernsätze des Urteils als pdf-download

 

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10. Januar 2020
von JvHS
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Rückgang der Friedenspolitik – Vorbereitung der Kriegsbereitschaft – Verstöße gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte

“Wenn man die Töne eines Landes hört, so kennt man seine Bräuche. Prüft man seine Bräuche, so kennt man seine Gesinnung. Schaut man seine Gesinnung, so kennt man seine Art.” Chin. Sprichwort

“Der freie Mensch handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.” – Baruch de Spinoza, Ethik

“Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.” (Vor allem bei Figuren wie Donald Trump, möchte man hinzufügen!) – Thomas Jefferson

“Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie.” – Theodor W. Adorno, Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit? (1959)

Gleichlautende Inhalte des Pressewesens sind – geschichtlich nachvollziehbar –  schon immer ein Indiz für einseitige und manipulative Politik und Einflussnahme, beeinflussende statt informative Herstellung einer öffentlichen Meinung und Deutungshoheit zu Handlungsweisen und zu ihrer Auslegung gewesen.

Die dahinterstehenden Strukturen sind erkennbar auf die Verteilung von Pressemeldungen durch wenige Informationsquellen zurückzuführen. Die Medienwelt kann dafür so organisiert sein, dass es eine staatlich gelenkte, zentralisierte und zensierende Einheit ist, wie diese oft in undemokratischen und diktatorischen Staaten vorzufinden sind. In den neoliberal dominierten Staaten sind nicht selten aufgrund der Konzentration der Medien in der Hand weniger Privatpersonen nur wenige Presseagenturen aktiv, die – nach der eigenen gesellschaftspolitischen Agenda und dem dort vorherrschenden Weltbild – gestaltete Meldungen für fast alle Presseverlage  zur Verfügung stellen und damit die Wirkung einer einheitlichen Pressemeinung haben.

Zudem wirken privatwirtschaftlich und privatfinanzierte NGOs, Stiftungen und Think Tanks auf Verlage, Presse und Medien und öffentliche Meinung ein, um mit manipulativen Mitteln ihre Ziele umzusetzen. Diese sind nicht selten auf militärische, finanzwirtschaftliche und machtpolitische Veränderungen ausgerichtet. Mit Beeinflussungsmethoden auf der Grundlage der „social media-Einrichtungen“ wird Meinungsmacht aufgebaut. 

Aufgrund dieser so entstanden Medienmacht wird eine Stimmung erzeugt, die Vorbereitung für die Akzeptanz von Gewinnmaximierung aber auch Vorbereitung und Bereitschaft zu Krieg, Gewalt und zu einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit darstellt. „Der gesunde Menschenverstand“ wird wieder eingenordet! Das kritische Hinterfragen wird abgeschafft. Ein Beispiel dafür zeigt sich in der Analyse der gestrigen Maybrit Illner-Talkshow, die auf den Nachdenkseiten nachvollzogen werden kann. 

Parallel dazu erfolgt ein weltweiter Rechtsruck bis hin zum Wiedererstarken von Rassismus, Gewalt gegen andersdenkende Menschen und Rechtsterror. Gekennzeichnet sind diese Entwicklungen  durch Intoleranz, Gewalt, Menschenfeindlichkeit, militärische Unterjochung und  angsterzeugende Handlungsweisen (So wurde das Ermächtigungsgesetz, die Abgabe der parlamentarischen Kontrolle an Hitler, durch Morddrohungen der SA an die Parlamentarier und den Aufmarsch von hunderten SA-Mitgliedern in ihrer Kampfmontur vor das Reichstagsgebäude und den Hinweis an die abstimmenden Abgeordneten, bei Ablehnung sie zu töten, erwirkt!) und nicht zuletzt durch Erpressung.

Die Zeichen für diese Entwicklung stehen auch heute wieder auf Sturm. Nur wenige Medienvertreter und Verlage bilden einen Gegenpol, in dem eine kritische Haltung sichtbar wird gegen diese Entwicklungen. Das Portal Hintergrund ist ein exemplarisches Beispiel dafür. Ein ebenso hilfreicher roter Faden ist im Inhaltsverzeichnis des Buches Albrecht Müller: „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.“ vorzufinden. 

Einige Links zu Portalen und Seiten mit unabhängigen Berichterstattungen. 

Weiterlesen →

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5. Januar 2020
von JvHS
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Haldenzauber – was eine ehemalige Abraumhalde zum Publikumsmagneten macht

In den ehemaligen Steinkohlen-Revieren sind die Abraumhalden ein beredtes Zeugnis vergangener Abbaumühen zur Energiegewinnung. Das gilt auch für die ehemalige Zeche Sophia Jakoba in Hückelhoven, die zum Steinkohlenrevier Aachen gehörte. Im Zuge der Zechenstilllegung im Juni 1997 waren soziale Umbrüche zu bewältigen, die nicht ohne Belastungen und Traumata betroffener Familien abliefen.

Der Stadt Hückelhoven liegt der Umbau der Wirtschaft bis heute am Herzen. Die Schaffung neuer Infrastrukturen  und die Ansiedlung neuer Unternehmen sollten und sollen alternative Arbeitsplätze schaffen. Auch die drei Abraumhalden im Bereich der Stadt Hückelhoven sollten neuen Verwendungsmöglichkeiten dienen. Auf der zweitältesten Halde – der Millicher Halde – ist nun zum zweiten Mal in der dunklen Jahreszeit  ein Illuminationspark mit Lichtobjekt-Installationen aufgebaut worden. 

In der Dunkelheit wird die Umgebung ausgeblendet und es konzentrieren sich die Blicke auf die Lichtobjekte. Die faszinieren Groß und Klein mit einer Fantasie- und Märchenwelt.

Die Bandbreite des eigenen Selbstverständnisses, aber auch der (S)Ichbezogenheit, lässt sich auch bei diesem Event nachvollziehen. So werden – je nach Temperament und Selbstbild – von einem Großteil der Besucher die Licht-Objekte in Besitz genommen. Nicht der ästhetische Genuß steht im Vordergrund, sondern das Selfi-Machen vor und auf den Licht-Objekten, natürlich ohne Blick für die Bedürfnisse der Mitmenschen und ohne Hinterfragen, welche Abwandlung der Objekte damit erfolgt. Egal auch, ob damit die Gesamtkomposition plötzlich aussieht wie “Arsch auf Eimer”.  Das Bedürfnis der Aufwertung der eigenen Person ist übermächtig. Die Selbstvergewisserung und die Erinnerungsdokumentation, hier gewesen zu sein und dies mit Smartphone-Bilder zu belegen, stehen an erster Stelle. Dafür hat man ein teures Ticket bezahlt. Dafür will mann/frau was haben. Dafür kämpft mann/frau sich durchs Gestrüpp.

Möglich wird es durch die Toleranz der vielen anderen Besucher. Vielleicht wird diese Botschaft mit- und  wahrgenommen: Freiheit, die ich gerne hätte und mir nehme, ist eine Freiheit, die durch die Toleranz der Mitmenschen ermöglicht wird. 

Die Eule als Symbol der Klugheit und Ratgeberin war vielleicht auch schon immer eine Täuschung. Ihr wahres Wesen ist das eines lautlosen Jägers und Raubtieres.

Das dialektische Aufbrechen und das Ertragen von Dunkelheit geschieht durch die Licht-Ästhetik mit verniedlichenden Märchenfiguren. Kinder wollen als konsumierende Zielgruppe schließlich einbezogen werden. Die angstfernen Objekte werden einerseits zum Gegenpol gegenüber der angstbesetzten, gewalttätigen und grausamen  Realität, andererseits zum Potenzial für steigenden Umsatz. Nach heutigem Sprachgebrauch eine Win-Win-Situation. 

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31. Dezember 2019
von JvHS
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Am Tag der relativen Realitäten – und zum Jahresschluss

“Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.” – Gustave Flaubert, Erinnerungen, Aufzeichnungen und geheime Gedanken

 

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