Johannes von Heinsberg – Bildsprache – Wortsprache

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

9. Mai 2024
von JvHS
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Meinungspolarisation und Verhärtung der Fronten zwischen den Menschen durch Extremismus

Statement der FU-Berlin –  Leitung zur Besetzung durch propalästinische Aktivisten 

Die an Universitäten weltweit unversöhnlichen und gewaltbereiten Aktionen – zum Thema „Hamas-Terror und Missbrauch der Zivilbevölkerung als Schutzschild“ einerseits, sowie andererseits zu den militärische Aktionen Israels mit der Zerstörung der Lebensgrundlagen im Gaza-Gebiet –  mit Besetzung von Hörsälen und Plätzen des Campus,  weisen auf eine Entwicklung hin, die der freiheitlichen Gesellschaft Schaden zufügt.

Entfremdung von einem würdevollen Leben erfolgt nicht nur im ökonomischen Raum, Entfremdung ist ebenfalls nachvollziehbar im wissensfreien und erkenntnisschwachen Geschichtsraum narrativ-verwirrter studentischer und nicht studentischer Aktivisten. Adorno und die Wissenschaftler der Kritischen Theorie versuchten noch, Antisemitismus, Rassismus und Faschismus zu analysieren und damit auch sichtbar zu machen und zu bekämpfen, das aber ist nicht erkennbar bei heutigen Positionen und Formen von Kritik, weil sich die Erkenntnisbasis allem Anschein nach reduziert auf irrationale und oberflächliche Pseudotheorien! Diese jedoch haben keine kritische Distanz und keine Bereitschaft zur wissenschaftlichen Methodik (z.B. Karl Poppers), stattdessen  machen sie Antisemitismus, Rassismus, Faschismus und anti-demokratisches Denken und Handeln salonfähig!

Zum Thema passt jedoch gerade auch eine Studie der FU-Berlin in Zusammenarbeit mit der Uni Bielefeld zum Forschungsgegenstand  „Meinungspolarisation“. Die Zusammenfassung der Ergebnisse lauten: 

  • Gegensätzliche Meinungen werden signifikant häufiger geäußert, wenn ein Thema kürzlich besondere Beachtung in den Medien gefunden hat. 
  • „Harte“ politische Fragen weisen ein höheres Polarisierungspotenzial auf als Fragen mit einem sozio-kulturellen Hintergrund.
  • Betont eine politische Frage die zu erbringenden persönlichen Opfer, steigt die Zahl der stark ablehnenden beziehungsweise stark zustimmenden Antworten
  • Je weiter sich eine Frage von der Abstraktions- auf die Lösungsebene bewegt, desto konträrer fallen die Reaktionen aus.

Der Verlust an Diskussions- und Diskursfähigkeit, bedingt durch Methodenunkenntnis und/oder bewusster Regelverletzungen aufgrund der Umdeutung von Freiheitsrechten –  denn „Terror ist kein Widerstand gegen Unrecht“ – weist auf Ignoranz, fundamentalistischem Hass, anti-demokratischem Aktivismus sowie auf die Weigerung zur Berücksichtigung hin, dass „es keine Freiheit gibt, wenn die Freiheit des anderen Menschen nicht mitgedacht wird!“

So berichtet ein Beobachter und Blogbetreiber über die Vorgänge an der FU (Freien Universität – Berlin) und die Geschehnisse im Umfeld der Uni:

Bei den Protesten nahmen auch Externe, also Nicht-Studenten, und viele migrantische Araber teil, mit den üblichen Rufen. Eine seltsame Melange: teils aggressiv und mit Macho-Gebaren auftretende Araber, teils Studenten und insbesondere viele Studentinnen aus dem woken Milieu, die hysterisch herumkreischten, als hätte man sie einem Hamas-Hauptmann zugeführt oder daß man sie für Patienten einer psychiatrischen Klinik hätte halten können; teils auch Kopftuch-Frauen, die sich auffallend ruhig, aber präsent verhielten. Die ganze Aktion heute schien mir geplant und orchestriert. Einige der Demonstranten wurden hinterher dann mit Autos abgeholt und luden Transparente und Banner ein. Zelte und Vorräte wurden mitgebracht.

Besonders „Yallah, Yallah Intifada“ fand ich in diesem Kontext interessant und es zeigt, woher hier der Wind weht. Bei den „Free Palestine“-Rufen war kein einziger dabei, der diesem Slogan hinzufügte „from Hamas“. Die Hamas, der 7. Oktober und die israelischen Geiseln wurden von diesen entsetzlichen Leuten mit keinem Wort thematisiert. Daß die Angriffe auf Gaza eine Ursache haben, war überhaupt kein Thema, an keiner Stelle.“

Es hat den Anschein, dass weder die Aktivisten und Demonstrierenden, noch die berichterstattenden und kommentierenden Teilnehmer ihre Gesinnung verbergen können. Die erkennbare Unversöhnlichkeit und Einschränkung der Blickwinkel macht eine Annäherung mehr als schwierig. Wie die kriegerischen Konflikte weltweit überhaupt gewendet und beendet werden könnten, bleibt mit mehr als einem Fragenzeichen verbunden und haben möglicherweise den Kipp-Punkt zur friedlichen Lösung ebenso schon überschritten, wie die Bewältigung des Klimawandels durch die Nicht-Einhaltung der vereinbarten Ziele verpasst zu sein scheint.

9. Mai 2024
von JvHS
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Relative Realitäten – Direkte und indirekte Gefährdungen der menschlichen Existenz

Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ ( Ernst Bloch – Prinzip Hoffnung)

„Heimat, das ist der verlässliche Lebenspartner, und das ist die Sicherheit und Geborgenheit der Wohnung. Heimat, das ist Zufriedenheit mit der selbst geschaffenen, problemgelösten und freien Lebensgestaltung im respektvollen Umgang mit den Mitmenschen. Heimat, das ist Existenzsicherung ohne Entfremdung und Ausbeutung durch selbständige oder angestellte Arbeit in der Demokratie. Heimat, das ist Freude an der Kooperation mit Familie, Freunde und Kollegen zur Gestaltung friedlicher Lebensumstände in globaler Freiheit.“ 

„Heimat, das sind nicht die willkürlich konstruierten Nationen oder nationalistische Staatsformen in historisch veränderlichen Grenzen. Heimat, das sind keine Symbole und Flaggen, Heimat, das ist niemals menschenfeindlicher Patriotismus und Abgrenzung. Heimat, das kann niemals unter faschistischer  oder fundamentalistischer Ideologien oder Religionen entstehen. Heimat, entsteht niemals aufgrund gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder in Despotie und Diktatur.“ – JWB

Menschen brauchen Arbeit, bezahlte Arbeit. Die meisten der Menschen sichern damit ihre Existenz. Arbeit ist jedoch mehr. Und dieses Mehr umfasst mit der Arbeit den Sinn des menschlichen Lebens. Die Hoffnung der meisten Menschen liegt darin, dass die berufliche Arbeit auch die ist, mit der die Identifizierung und der Sinn des eigenen Lebens möglich ist. Denn wie Bloch formulierte, fände der schaffende Mensch darin eine Form seiner Lebensplanung und erwünschten Welt, in der die meisten Menschen nur selten waren: der Heimat!

Auch wird den Menschen diese Lebensplanung von vielen Seiten fast unmöglich gemacht. Auch wenn ihm bewusst ist, dass die Mitgestaltung der Welt eine Existenz ohne Entfremdung und Ausbeutung nur in einer echten Demokratie stattfinden kann, wird gerade dies durch den Missbrauch von Macht (ob als politische oder ökonomische Macht) mehr als erschwert. 

Wenn es keine der vielen Kriege (direkte Existenzgefährdung) durch Despoten und Diktatoren sind, dann sind es ökonomische Konzepte (Neoliberalismus, Finanzkapitalismus, Unternehmenspolitik als indirekte Gefährdung der Existenz) und Einflüsse, die den Menschen eine andere als die notwendige Realität überstülpen. Wer seine Erfüllung in der Erforschung chemischer Verbindungen sucht, findet sich oft genug in Chemie-Unternehmen wieder, deren Unternehmensziele gestützt sind durch die US-Amerikanische-Regelung, alles solange tun zu dürfen, bis Geschädigte den Nachweis erbringen, dass die Produkte und Herstellungsverfahren den Menschen oder der Umwelt Schaden zufügen.

Das gegenläufige Konzept ist der Grundbaustein europäischen Unternehmensverständnisses, nur das zu tun, wenn nachweislich (und dies durch das nachweispflichtige Unternehmen selber belegt) keine Gefährdung von Mensch und Umwelt besteht und gesetzlich erlaubt ist. 

Die ARD-Panorama-Sendung vom 29. September 2022 belegt jedoch eine andere Realität. Unter dem Titel „Das Jahrhundertgift“ beschäftigt sich die Sendung mit der Herstellung von PFAS! Diese chemischen Produkte stehen für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen und bezeichnen eine Gruppe chemischer Stoffe, die in hunderten Alltagsprodukten stecken. Die Eigenschaft dieser chemischen Verbindung besteht darin, dass durch den Abperleffekt Materialien nicht mehr aneinanderkleben oder haften. Ideal für tausende Anwendungen bei Kleidung, Kochtöpfen und Pfannen, Verpackungskartons bis hin zur Zahnseide.

Als „Jahrhundertgift“ wird PFAS deshalb bezeichnet, weil es als krebserregend (Verdacht auf Hodenkrebs, Leberkrebs etc.) gilt und weil es so gut wie nicht in der Natur abgebaut werden kann. Und hier kommen dann die „Abwehrstrategien“ der Hersteller zum Tragen, in der Verbandsarbeit (konkret: FEC, der Verband der Kochgeschirr-Hersteller) werden durch Wissenschaftler „Gegengutachten“ erstellt, die sich auf Untersuchungen von Chemikern berufen, die Mitarbeiter der Herstellungsfirmen sind.

Und damit stehen die Menschen, die mit ihrer Arbeit ihre Existenz sichern, in einem Dilemma: Arbeit behalten und Lohn beziehen und die Loyalität (oder Vertragsverpflichtungen) über die Gefährdung der Umwelt und der Menschen stellen. Dieses Dilemma gilt für viele Berufe und Arbeitsplätze. Bei Heckler und Koch als Maschinenbau-Ingenieur oder Vertriebler arbeiten, wissend, dass die Produkte zu Verbrechen an und zum Töten von Menschen genutzt werden. Oder als Umwelttechniker bei einem städtischen Wasserbetrieb arbeiten, wissend, dass die Betriebsleitung durch den politischen Willen der Stadt ignoriert, dass durch Gülle-Tourismus und illegalem Eintrag das Grundwasser kontaminiert wird, jedoch der Sparzwang verhindert, dass Technologie eingesetzt werden müsste, welche nicht zur Verfügung stehen und belastetes Wasser an die Verbraucher geliefert wird, dass nur durch hohe Chlorgaben eine Verwendung ermöglicht.

Dazu hat Adorno mit seinem Werk „Minima Moralia“ eine Alternative ermöglicht. Ergänzt durch Paul Sailer-Wlasits` Streitschrift „Minimale Moral“, um das „beredte Schweigen in der Gesellschaft“ zu überwinden. Für eine reale Demokratie und eine Arbeit, die ohne Entäußerung und Entfremdung (Bloch) möglich ist, dafür muss jeder sich engagieren und jeder Einzelne hat dafür auch die Verantwortung.  

Der Rest ist Schweigen (Artem Zolotarov)

  • Ergebenheit in milden Zügen
    Verloren-Sein im Lebenstraum
    Die Tage streifen grell vorüber
    Die Klänge flüstern scharfe Klingen.

  • Vergebung, Nachsicht, Offenheit
    Rastlose Wärme – augenscheinlich
    Das Warten wundet freundlich kühl
    Der Schmerz wird wertvoll mit der Zeit.

  • So faszinierend diese Welt ist
    Sie scheint so uferlos entgleist
    Unsäglich fern in Beinahworten
    Und doch so nah, wenn sie nur schweigt

 

8. Mai 2024
von JvHS
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Verdammt noch mal … Die Grenzen der Zumutung sind erreicht!

Regierungsarbeit, Parlament und Mandat sowie Politik finden nicht im Märchenland der egomanischen Wunscherfüllungen statt!

„Verdammt noch mal – es reicht: Regierung und Abgeordnete ohne Sinn und Verstand oder der Vertrauensverlust“ – so lautete der Titel eines Blogbeitrages vom 18. August 2023 im alten Blog. Es hat sich seit dem Datum nichts geändert an dem Verweigerungs- und Blockierungsverhalten der FDP in der Ampel-Regierung. Es hat sich nichts geändert an der Ignoranz der Oppositionsführung und deren machtgieriges Führungspersonal. (Die Saat der neoliberalen nationalkonservativen Gesinnung geht auf! BlackRock schiebt einen Fuß in die Tür des Kanzleramts!) Es hat sich ebenso nichts geändert bei der AfD und ihrer „Armseligkeit für Deutschland“. 

Das einzige, was sich geändert hat, ist die graduelle Verschlechterung der beschriebenen Gesinnungshaltung o.g. Regierungs- und Oppositionsparteien und die wachsende Gewaltbereitschaft der anti-demokratischen Akteure sowie ihre menschenfeindliche Respektlosigkeit.

Und was im nachfolgenden Text vom 18. August 2023 inhaltlich kritisiert wurde, gilt heute weiterhin! Deshalb wird der Text hier nochmals eingestellt.

Die Nachbarskinder
Wer andern gar zu wenig traut,
Hat Angst an allen Ecken;
Wer gar zu viel auf andre baut,
Erwacht mit Schrecken.
Es trennt sie nur ein leichter Zaun,
Die beiden Sorgengründer;
Zu wenig und zu viel Vertraun
Sind Nachbarskinder.

Wilhelm Busch


Verdammt noch mal – es geht um die Bevölkerung in Deutschland, dem sind die Abgeordneten verpflichtet und dass die bestmöglichen Lösungen partei- und fraktionsübergreifend erarbeitet werden. Nicht um eure eigene Karriere willens, nicht um
irgendwelche ideologischen Ideen zur Macht zu verhelfen seid ihr mit dem Mandat beauftragt worden, sondern um die gerechte
Verteilung der Belastungen zu beachten, damit ein Leben in Freiheit mit gleichen Startbedingungen und das Recht auf Bildung, Arbeitsplatz und Daseinsfürsorge gewahrt bleibt. 

Verdammt noch mal – ihr seid weder die Marionetten der Parteiführungen, noch der verlängerte Arm irgendeiner Klientel, um deren gesellschaftsschädigenden Interessen zur Durchsetzung zu verhelfen! Ihr seid den Menschen in unserem Land und in Europa verpflichtet, auf Zeit zu dienen! Nicht das Land, nicht die Menschen  haben euch zu dienen! Und die damit verbundenen Privilegien sind nicht auszunutzen, um des Profits oder der Macht willens! 

Verdammt noch mal – ihr seid als Regierungs-, Verwaltungs-, Exekutiv- und Legislativ-Mitglieder den Menschen in Deutschland und in der EU verpflichtet, sie vor Schaden zu bewahren, in dem ihr euch nicht gegenseitig bekämpft, sondern die Probleme löst. Und zwar mittels einer interfraktionellen Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Wissenschaft. 

Verdammt noch mal – nur durch echte Problemlösungen für die Menschen sind die Baustellen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu beheben. Nicht durch den ständigen Zank zwischen den Koalitionspartnern, nicht durch eine unsägliche Opposition, die gekennzeichnet ist, gierigen Postenjäger eine Bühne zu bieten! Nicht durch demokratiegefährdende Propaganda und durch menschenfeindliche Weltbilder wird Vertrauen in der Bevölkerung hergestellt. 

Verdammt noch mal – die Empörung der Menschen in Deutschland gründet auf der Erkenntnis, dass weder die Ampel-Koalition, noch die Parteien der Opposition echte Alternativen darstellen. Dass die Partei AfD real die Spitze der „Armseligkeit für Deutschland“
darstellt, was ihre Zielsetzung 
betrifft (Abschaffung der Demokratie, Aufbau eines neuen Unrechtsstaats und einer neuer Despotie bedeutet Unterdrückung und Missachtung der Menschenrechte), kann jeder selbstdenkende Mensch erkennen.

Die Verantwortungslosigkeit ist unfassbar, die sich quer durch das Parlament, durch die Regierung und das System der Parteien-Demokratie zeigt. Das lässt die Menschen sich abwenden und macht sie zugleich ratlos. Der Vertrauensverlust in die Fähigkeit der jetzigen Abgeordneten und Regierungsmitglieder ist noch nie so umfassend gewesen.

In dieser Situation fällt dem neuen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann nichts anderes ein, als von einer neuen „Agenda 2030“ und einem „Ruck2.0“ propagandistisch und gedankenleer zu blabbern, indem er Begrifflichkeiten kopiert, die schon in ihrer Bedeutung negativ besetzt sind – armseliger geht es nicht mehr! Wieder eine Figur ohne Qualität für eine politische Einfluss-Position! Er präsentiert Pseudoinhalte, die einer Demokratie nicht würdig sind. 

Korrigiert und hinterfragt endlich einmal euer Selbstbildnis, rückt ab von der Selbsttäuschung, dass ihr die Elite seid. Nehmt Abstand von den alten Gewohnheiten und Netzwerken, die längst vergiftet sind für eine gelungene Gestaltung der demokratischen Gesellschaft und für die Realisierung eines gelingenden Lebens für die Menschen in unserem Land.

7. Mai 2024
von JvHS
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Die Burgruine Olbrück im Brohltal

Der Bergfried der Ruine Burg Olbrück ist schon von Weitem sichtbar. 

Bergfried der Burgruine Olbrück

Die Burgruine Olbrück im Brohltal bei Niederdürenbach,  nord-westlich der Benediktiner-Abtei Maria Laach (*)  gelegen, ist einer der ältesten Eifelburgen. Selbst als Ruine ist dieses Restbauwerk eine imposante Erscheinung und von weitem sichtbar! Dieses ehemalige Lehen des Grafen Theoderich von Wied wurde dem Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg um 1190 für eine Summe von 400 Mark verliehen. (lt. Hans-Peter Pracht – Autor des geschichtlichen Berichtes zur Burg Olbrück ) Als kurzfristiger Eigentümer im Jahr 1917 wird Dr. Hermann Hoesch aus Düren vom Autor Pracht genannt.

Zitat Nur kurzfristig allerdings gehörte ihm die Burg, denn im gleichen Jahr 1917 erwarb Dr. F. L. Schmidt aus Berlin-Lichterfelde die gesamte Anlage. Dieser richtete sich in dem gut erhaltenen und kürzlich erst wiederhergestellten Bergfried ein wohnliches Wochenenddomizil ein. Fast vierzig Jahre blieb F. L. Schmidt der Eigentümer, bis im Jahr 1956 der Düsseldorfer Architekt R. M. Schütter die Anlage käuflich erwarb. Verschiedentlich erfolgten Erhaltungsmaßnahmen, aber die großen Pläne des Wiederaufbaues konnten bislang nicht verwirklicht werden, sei es möglicherweise aufgrund finanzieller oder genehmigungstechnischer  Schwierigkeiten.“ Zitatende 

Eine Schautafel am Anfang der Wegstrecke zur Burgruine zeigt in einem grafischen Überblick, was den Besucher erwartet.

Restaurierter Bergfried

Unterhalb des hier gezeigten Ruinenteils befindet sich ein Kräutergarten.

Der Blick ins Umland ist auch heute noch imposant.

Relikte der Bewaffnung der ehemaligen Burg dürfen nicht fehlen.

Symbole-des-Rittertums / heute installiert als Element akustisch-elektronischer Informationen zur Ruine

(*)

Abtei Maria Laach – Klosterkirche und Kunstschmiede

 

 

7. Mai 2024
von JvHS
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Alltagsschnipsel III – Berufsrisiko

Berufsrisiko

Die Lösung (Kurt Tucholsky) 

  • Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt,
  • dann wird vor allem mal nicht berappt.
  • Wir setzen frisch und munter
  • die Löhne, die Löhne herunter
  • – immer runter!
  •  
  • Wir haben bis über die Ohren
  • bei unsern Geschäften verloren …
  • Unser Geld ist in allen Welten:
  • Kapital und Zinsen und Zubehör.
  • So lassen wir denn unser großes Malheur
  • nur einen, nur einen entgelten:
  •  
  • Den, der sich nicht mehr wehren kann,
  • Den Angestellten, den Arbeitsmann;
  • den Hund, den Moskau verhetzte,
  • dem nehmen wir nun das Letzte.
  • Arbeiterblut muß man keltern.
  • Wir sparen an den Gehältern
  • – immer runter!
  •  
  • Unsre Inserate sind nur noch ein Hohn.
  • Was braucht denn auch die deutsche Nation
  • sich Hemden und Stiefel zu kaufen?
  • Soll sie doch barfuß laufen!
  • Wir haben im Schädel nur ein Wort:
  • Export! Export!
  •  
  • Was braucht ihr eignen Hausstand?
  • Unsre Kunden wohnen im Ausland!
  • Für euch gibt´s keine Waren.
  • Für euch heißt´s: sparen! sparen!
  •  
  • Nicht wahr, ein richtiger Kapitalist
  • hat verdient, als es gut gegangen ist.
  • Er hat einen guten Magen,
  • Wir mußten das Risiko tragen …
  •  
  • Wir geben das Risiko traurig und schlapp
  • inzwischen in der Garderobe ab.
  • Was macht man mit Arbeitermassen?
  • Entlassen! Entlassen! Entlassen!
  •  
  • Wir haben die Lösung gefunden:
  • Krieg den eignen Kunden!
  • Dieweil der deutsche Kapitalist
  • Gemüt hat und Exportkaufmann ist.
  •  Wußten Sie das nicht schon früher –?
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