Johannes von Heinsberg – Bildsprache – Wortsprache

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

6. Dezember 2025
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Hört auf, von „Rebellen“ zu faseln, die nur eine Demokratie gefährdende 18ner-Gruppe mit lobbyistischer Agenda ist!

Hört auf, von „Rebellen“ zu faseln, die nur eine Demokratie gefährdende 18ner-Gruppe mit lobbyistischer Agenda ist!

Cirrus Wolken – synonym für die zerfledderte Republik stehend. 

Wo bleibt der berechtigte Hinweis auf die Verantwortungslosigkeit der kleinen 18köpfigen Gruppe selbstüberschätzender Vabanque-Spieler im Bundestag und die transparente Aufklärung darüber, dass  dieses Grüppchen die Interessen weniger Privilegierter rücksichtslos vertretend sich verpflichtet sahen und bereit waren, die Demokratie zu gefährden und ihre Aufgabe als Abgeordneten ignorierten, Schaden vom Land und Volk abzuwenden. Sie  als „Rebellen“ im Kampf für Rentengerechtigkeit zu erhöhen, kommt nicht einmal in die Nähe einer faktenbezogenen Wahrheit!

Zur Transparenz gehört, ihr Gefährdungspotenzial und  ihre fremd- und selbsttäuschende Agenda zu benennen.

  1. Es ist schon eine Anmaßung, sich als die Vertretung der nachkommenden Generation zu bezeichnen und daraus abzuleiten, dass alle zwischen 20 und 40 ihnen für ihr Verhalten zustimmend einen Freibrief ausgestellt hätten.
  2. Es gibt keine Belege dafür, dass diese 18 Personen mit ihrer Agenda tatsächlich die „einzige und wahre Generationengerechtigkeit“ vertreten würden.
  3. Ihre Behauptung, das Rentenniveau über 2031 hinaus zu halten, sei zu teuer, ist faktisch unrichtig. Die alternativen und real auch durchsetzbaren Möglichkeiten des Einbezugs weiterer Einzahler in die Rentenkassen wurden nicht in Augenschein genommen. Stattdessen wurde unter der Decke gehalten, dass Kürzungen der Renten ohne die zusätzlichen Einzahler geplant sein würden, also auch der zukünftigen Renten der Generation, die sie sich anmaßten zu vertreten.
  4. Unberücksichtigt bleiben auch bei den – nunmehr gescheiterten – Blockierer, dass der Rentenbeitrag seit 2018 seit 8 Jahren bei 18,6 % liegt! Sowohl 1998 (bei 20,3 % unter Kohl (CDU) wie auch im Zeitraum 2007-2011 (bei 19,9 % unter dem Eindruck der Banken- und Finanzkrise). Langfristig sind also bis heute – trotz des steigenden Anteils der Altersrenten – die Rentenbeiträge stabil geblieben.
  5. Das Rentenniveau in Deutschland, besonders für die vielen Geringverdiener, liegt zudem weit unter dem Niveau vieler EU-Staaten. Damit haben wir in Deutschland ein äußerst unausgewogenes Rentensystem, auch weil Unternehmer, Freiberufler und Vermögende keine Einzahlungen in die Rentenkasse leisten!
  6. „Die Frage, die jetzt von der neuen Rentenkommission zu bearbeiten ist, kann daher unmöglich von einer weiteren Senkung der Leistungen handeln. Sie muss davon handeln, wie mit den bevorstehenden Veränderungen am Arbeitsmarkt so umzugehen ist, dass das System gerechter wird und Lasten gleichmäßiger verteilt werden!“ (Quelle: TAZ)
  7. Vor allem muss der zu erwartende Anteil weiterer Arbeitnehmer-Ausfallzahlen durch KI- und Robotik und deren sozialversicherungspflichtige Zahlungen in die Sozialversicherungssysteme mit bedacht werden! Auch dieses Belastungsmerkmal tauchte in der Agenda der 18 JU-Verweigerer nicht auf!                              
  8. Zudem blinkten aus allen Lücken ihrer Argumentation die tatsächlichen Pläne hervor: in Zukunft die so entstehenden Lücken der Rentenkürzung nach dem alten Muster des Neoliberalismus zu schließen: private Vorsorge zu leisten. Dass diese nur oberhalb einer bestimmten Einkommensebene überhaupt möglich ist, dürfte mittlerweile selbst Viertklässler einsichtig sein.
  9. Die erkennbaren Ziele dieser schon selbst als Privilegierte und Nutznießer staatlich finanzierter Einkommen (Diäten… etc.) lassen ihre Rolle als Vertreter der Arbeitgeberinteressen ersichtlich werden!
  10. Gleichzeitig machen sie die Erbärmlichkeit der Führungsschwäche von Kanzler Merz und Fraktionsvorsitzender Jens Spahn sichtbar! Wohlwollend könnte man bei diesen Beiden ihr Versagen als verfehlte und fehlende Kommunikation in der eigenen Fraktion und Partei deuten.
  11. Kommt auf die so beschädigte Partei und das verantwortungslose egoistische Verhalten und die Anbiederung der 18 Personen an die Unternehmerinteressen eine Schadensverantwortlichkeit zu, die nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Einerseits für das Ansehen der Regierung und den dadurch verursachten Vertrauensverlust, andererseits aber auch für die steigenden Zahlen auf Seiten der rechtsextremistisch und anti-demokratischen AfD.
  12. So perfide wie auch erbärmlich ist zugleich der Versuch der Unions-Parteien (CDU/CSU), in der Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) den „Sündenbock“ zu installieren! 
  13. „Die drittgrößte Exportnation müsste dann allerdings dafür sorgen, dass Bildung und Ausbildung auch so funktionieren, dass ebenso qualifizierte Facharbeiter-Innen nachkommen, wie jetzt bald gehen. (Bezugs-Quelle: TAZ)
  14. Sie (Die aktuelle Mehrheitsfraktion…) müsste sich eingestehen, dass das bisherige deutsche Erfolgsmodell – grob zusammengefasst: unter dem Schutz der USA, mit russischem Gas die Verbrenner-Autos für China bauen – jetzt am Ende ist. Es braucht neue, bessere Ideen für ein nachhaltiges und selbstverantwortliches und auf die EU bezogenes Wirtschaften. Dazu hört man von der Unternehmer-/Arbeitgeberseite leider ebenso wenig wie von der Jungen Union. Sie beherrschen nur den alten Song vom teuren Sozialstaat.“ (Bezugs-Quelle: TAZ)

Es wird Zeit, dass die Demokratie aktiv verteidigt wird, in dem endlich die gewählten Vertreter ihre Klientel-Scheuklappen ablegen und Politik für die gesamte Gesellschaft macht, entlang der Inhalte des Grundgesetzes und einer Verantwortungsethik, die den lobbyistischen Klüngel abschafft und die Parteien dominierende Demokratie wieder zurück in eine parlamentarische Republik führt, ergänzt durch Bürgerräte und ihre konstruktive Mitarbeit!

Version vom 08.12.2025 / 18:45 Uhr (Ergänzungen fehlender Satzteile zur besseren Verständlichkeit)

18 Junge Union-Mitglieder – die „fünfte Kolonne“ des Neoliberalismus und des Finanzkapitalismus?

4. Dezember 2025
von JvHS
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50ster Todestag Hannah Arendt (gest. 04. Dezember 1975) – Denkwerke zur politischen Theorie

Heute jährt sich der Todestag der politischen Denkerin zum 50sten Mal – Hannah Arendt wird unterschiedlich vereinnahmt durch die Presse, je nach Verortung der Medienhäuser.

Neuschnee und die Spuren in der Zeit – Interview-Inhalte 1964 Gaus und Arendt – 2025 Weidel und Musk

Bestimmte gesellschaftliche Gruppen sahen und sehen bis heute ihre Welt durch Hannah Arendts Schriften bedroht. Insbesondere jene, die die offene Gesellschaft und die Freiheit des Denkens ablehnen und stattdessen Autokratien und Diktaturen an die Stelle der Demokratie setzen. Denen galt Hannah Arendts Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft “, in der sie die Feinde der Demokratie analysierte und beschrieb.  In den USA lehrte und schrieb sie seit ihrer Emigration und Flucht vor den Nazischergen und dem Holocaust, beobachtete die Funktionsweise von Lobbyismus, Parteidisziplin und politischer Konformität. Sie sah, dass Selbstschutz der Institutionen häufig Vorrang vor argumentativer Auseinandersetzung gewann– ein Phänomen, das sie in Deutschland wie in den USA als Bedrohung der Freiheit analysierte. Die McCarthy-Zeit des Antikommunismus war eine der extremistischen Aktionen Anfang der 1950er Jahre. 

Hannah Arendt formulierte aus ihrer Erkenntnis über Politik, was das Ziel totaler Herrschaft sei: „… die Vernichtung menschlicher Individualität, der Spontanität (als Katalysator für Kreativität) und der Pluralität.“  (Arendt gab damit vorab schon eine Beschreibung, die zielgenau auf die AfD und ihre Gesinnung passt!)

Jene Auswirkungen, die Arendt für den Totalitarismus der Nazi- und Stalin-Diktatur beschrieb, aktuell aber in den geopolitischen Aktionen von Putin, Xi Jinping und anderer Diktatoren ebenso zu finden sind, wie in den ungebremsten Ego-Visionen eines Elon Musk, Jeff Bezos oder eines Larry Fink (CEO BlackRock) und den Investoren in KI.

Der ewige Faschismus und Rechtsextremismus + Merkmale des Ur-Faschismus – in Memoriam Umberto Eco

Heute wird „Cancel culture“ betrieben, von rechts wie links, von konservativ bis kreativ. Wer außerhalb eines temporär populären und propagandistisch gepuschten Konsens spricht, gilt nicht mehr als Gegenüber, sondern als Gefährder. Und an diesem Punkt angekommen, kann die bürgerlich-populistische „Gleichmachung“ von Links- und Rechtsextremismus nicht wirklich weiterhelfen.

Hier ist jeder Demokrat an den Punkt angekommen, zu differenzieren, dass Rechtsextremismus daran zu erkennen ist, weil er die Vernichtung der Demokratie auf seine Fahnen geschrieben hat! (Umberto Eco – Ur-Faschismus …) Ihn zu verhindern ist Aufgabe einer wehrhaften Demokratie. Leider zeigt sich, dass Reichtum und Rechtsextremismus oft genug Verbindungen eingehen. Diese Gesinnungsbündnisse transparent aufzuzeigen, das ist Bestandteil der Verteidigung der Demokratie. (Exemplarisch steht für diese Haltung der Lobbyverband „Die Familienunternehmer“.)

Denn Verantwortung zu übernehmen in Krisenzeiten, das entsteht dann, in dem reflektiert wird über das, was jeder tut und wie er plant zu handeln.

Arendt sah in der Verschiebung der Bedeutung und im Kapern der Begrifflichkeiten (INSM / Wirtschaftsrat der CDU) eine Gefährdung für die Menschen: Vom Streit über Positionen hin zur Kontrolle der Informationen selbst. Das ist Realität und wäre Anlass für Hannah Arendt gewesen, auf die Entwicklung einer totalitären Herrschaft – auf politischer wie ökonomischer Ebene – hinzuweisen und zu rufen: „Haltet an, besinnt euch, denkt nach!“

Wenn nicht mehr gestritten, sondern nur noch abgegrenzt wird, wenn Dissens nicht mehr als notwendiges Moment der pluralen Öffentlichkeit begriffen wird, sondern durch Manipulation und Meinungsverbot die ersten schnellen Schritte hin zum Extremismus (á la Trumps-MAGA oder Putins Angriffskrieg) bedeuten, dann verliert die Demokratie ihren innersten Kern. Sie verkommt zu dem, was Arendt eine „Verhinderung des Politischen“ nannte. Die roten Lampen sollten dann aufleuchten, wenn die politischen Parteien, die temporär die Regierungsmehrheit haben, von Alternativlosigkeit faseln.

Angstfreies Leben muss erstritten werden, indem Ausbeutung von Menschen durch autoritäre Politik und Ökonomie verhindert werden.

Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entwickeln sich in Gesellschaften dann, wenn mitmenschliches Verhalten und aufgeklärte Toleranz verdrängt werden.

Die reale Komplexität des Lebens lässt bei der Mehrheit der Menschen, die das eigene Denken verlernt haben, die Bereitschaft steigen, ihre Verantwortung für die Gesellschaft abzugeben und auf „Führerschaft“ zu verlagern. Die Abgabe der Verantwortung für das politische Denken und Handeln stärkt die extremistischen und fundamentalistischen Feinde der Demokratie. Das ist eine der Ursachen, warum die Zustimmung und Wählerzahlen für die rechtsextremistische AfD steigen.

Verantwortung für die eigene Existenzsicherung zu übernehmen, gestaltet sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Realität für jeden Einzelnen wesentlich schwieriger aufgrund der Hierarchien, der Versagen der Unternehmensführungen und der hohen Entlassungszahlen!

Hannah Arendt formulierte gerade in diesem Zusammenhang: „Wir leben (in jeder Generation) in einer Welt, wie sie sich gerade darstellt. Wir müssen lernen, damit umzugehen!

Die weltweite Abhängigkeit der meisten Menschen von ökonomischer und politischer Macht durch wenige Machtinhaber – [Putin, Trump, Erdogan, Orban u.a. stehen für die Politik, Zuckerberg (Meta, Facebook) , sowie Musk (Twitter, Tesla), Bezos (Amazon), Larry Fink (BlackRock Inc.), Sundar Pichai (Google), Tim Cook (Apple) u.a. stehen für die Wirtschaft] – ausgeübt, denen die Menschen nicht vertrauen können, ob diese der eigenen Verfassung und Demokratie folgen! Stattdessen  erleben die Menschen jedoch den Umbau von Demokratien zu Autokratien und Diktaturen durch fundamentalistische Fanatiker und Egomanen á la Donald Trump oder Elon Musk.

Die Verhaltensweisen dieser Machtinhaber sind geprägt von Willkür und gewaltbejahender Sicht auf die Welt, in dem Denken und Handeln auf das Handlungsmuster „Dealen“ reduziert ist, und dies im schrecklisten Format des Zusammenlebens – der Unfreiheit und Unterdrückung – umgesetzt wird. Zudem von Gier angetrieben, und über „Leichen“ gehend, jegliche Mittel (von Krieg, Erpressung, Überwachung bis zur Einschüchterung) einsetzend.  Eine Gesinnung, in der jeder soziale Ansatz verloren gegangen ist! Es wird gehandelt im Ungeist einer menschenverachtenden Haltung!

Zurzeit befinden wir uns  – in vielen westlichen Ländern nach einer 80 Jahre kriegsfreien Zeit – in einer rasant veränderlichen Welt, die geprägt ist von einer Realität, in der die demokratischen Regeln (Gewaltenteilung) ignoriert werden. Die Freiheit des anderen Menschen nicht mehr mitzudenken, wenn von „Freiheit“ und „Förderung der Wirtschaft“ die Rede ist, wird ebenso erkennbar, wie der Verlust der Solidarität und des Respekts sich ausbreitet. Die Fähigkeit zu Konfliktlösungen geht auf allen Ebenen verloren.

Hannah Arendt vermittelt in ihren Werken, dass Politik, Ökonomie  und Staatsform seit jeher von den drei „Ismen“ geprägt werden: Antisemitismus/Rassismus – Imperialismus – Totalitarismus!

Die USA waren einmal ein Staat, der aus Ureinwohner (die fast vollständig vernichtet wurden) und freien Bürgern bestand. Bürger heißen jene Menschen, die der Verfassung zustimmen und danach handeln. Das sei das Band, welche das Zusammenleben regelt und die Gesellschaft zusammenhält und nicht spaltet.

Denken funktioniert nach Arendt nur im Dialog und Austausch der Positionen, nicht jedoch in der Durchsetzung einer Gesinnung, in der keine Rücksichtnahme auf  den Mitmenschen besteht. Freiheit bedeutet, die Freiheit der anderen mitberücksichtigen, die Gleichheit der Menschen zu akzeptieren und die Solidarität als Kit der Gesellschaft anzuerkennen. Die Realität in den USA ist jedoch weit entfernt von dieser Realisierung. Der Staat USA entwickelt sich unter Trump hin zum Totalitarismus. Korrumpierbarkeit ist Bestandteil der Ablehnung der Verantwortung für die Mitmenschen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist Bestandteil der heutigen Formen von Totalitarismus in den verschiedenen Regionen der Welt.

Hannah Arendt betonte, dass auch in einem solchen Staat jede Generation die Hoffnung haben kann. Der Gegenpol zum Totalitarismus sind weder Geheimbünde/Oligarchien oder Sektierertum, sondern Freundschaft, Menschenfreundlichkeit und Liebe.  

Von offenen und geschlossenen Gesellschaften – Gesinnung oder Verantwortung als Haltung und Sinn des Lebens

Verantwortung – ein weites Feld der Ethik zwischen persönlicher, politischer, ökonomischer und ökologischer Haftung

Gesinnung versus Verantwortung in Regierungen, Politik und Demokratie – von Freiheit und Sicherheit

Version vom 05.12.2025 / 22:15 Uhr (Korrektur Titel – richtige Schreibweise des Namen Arendt vorgenommen; Ergänzungen und Formulierungen zur Klarstellung)

1. Dezember 2025
von JvHS
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18 Junge Union-Mitglieder – die „fünfte Kolonne“ des Neoliberalismus und des Finanzkapitalismus?

Lichtblick auf den Mond bei Wolkenverhangenem Himmel

Es ist weder kurzfristig noch langfristig rational, sondern unglaublich egomanisch und anti-sozial, das Rentenpaket abzulehnen, weil die eigentlichen Lösungsmöglichkeiten zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung und damit dem Bekenntnis zum Sozialstaat sowie der gesetzlichen Rente – einem seiner zentralen Bausteine –  bisher nicht in den Diskurs eingebracht wurden.

Was diese privilegierten sogenannten Rebellen mit ihrer Blockadehaltung auf den Weg bringen, ist die Zerstörung des Sozialstaates, die Kappung der letzten Reste der sozialen Marktwirtschaft und das Einfalltor für die trumpschen Agenden zu öffnen, so dass das Wirtschaftssystem in der BRD in der radikalsten Form des Neoliberalismus nur ausgewählten Privilegierten dienen soll. Sie verstecken sich hinter einer Rentenerzählung, dass die nachkommende Generation benachteiligt werden würde, dabei geht es um die „Streichung“ der Unterstützungsleistungen für Menschen mit geringen Einkommen und um gleichzeitige Abwehr der anteiligen Beitragszahlungsforderungen in die Rentenkasse und andere Sozialversicherungen (Arbeitslosigkeit, Gesundheit) durch alle Unternehmer, Freiberufler, Beamten, Erben großer Vermögen,  durch leistungslose Vermögensvermehrung an den Börsen,  sowie durch die zukünftige  menschenfreie  Produktivität durch KI und Robotik!

Die gesinnungsträchtige Selbstsicht und Selbsttäuschung der 18 Mitglieder der Jungen Union ist ohne Verantwortungsethik und lediglich der Selbstbezogenheit geschuldet. Wohlstand für die „Gemeinschaft der Gesellschaft“ in Deutschland bedeutet, alle Bürger und Staatsangehörige einzubeziehen, nicht nur eine sowieso schon privilegierte Gruppe. Das proklamierte Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung mit „Wohlstand für alle!“

Dieses Ziel, das der Ökonom Alfred Müller-Armack (nach 1945 CDU-Mitglied) und Bundeskanzler Ludwig Erhard gemeinsam in Form der sozialen Marktwirtschaft konzipiert haben, war immer – auch unter dem Kanzler Adenauer – von der Idee geprägt: „Wie bekommen wir alle gut versorgt!“ Und zum „gut versorgt“ heißt – wie schon im Grundgesetz verankert –  dass  „Eigentum verpflichtet“ – sowie zur Solidarität und zum Erhalt des Sozialstaates alles zu unternehmen ist! Das Verhalten der 18 Egomanen weist allem Anschein nach auf ein Defizit hin, weil dieses gesellschaftliche wie auch CDU-orientierte Erbe entweder – unverzeihlich – unbekannt ist oder es geht ihnen am A…. vorbei!

Es hat den Eindruck, diese 18 Personen sind die „fünfte Kolonne“ des Finanzkapitalismus und der leistungslosen Vermögensvermehrung sowie der Privatisierung auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Sie sind auf dem Weg, das Natur- und Sozialkapital in Deutschland zu zerstören und die Spaltung der Gesellschaft noch zu vertiefen. Und die Verteilung von „Sondervermögen“ durch Subventionen und Steuersenkungen an diejenigen Unternehmen, deren Management versagt hat, in dem die Kosten auf die Bevölkerung verteilt werden und zu deren Lasten führen, bei gleichzeitiger Rendite-Verteilung für die Investoren, ist keine nachhaltige „Wirtschaftsförderung“, sondern weitere Umverteilung von unten nach oben!

Neues Magische Vieleck zu Ökologie und Ökonomie

Denn einen „Markt“,  der alles mit fairem Wettbewerb und nachhaltig selbst regelnd in wirtschaftliche Stabilität bringt, den gibt es schon lange nicht mehr. Die Feinde der offenen und freiheitlichen Gesellschaft sind nicht die Rentner, noch die soziale Marktwirtschaft. Es sind diejenigen, die mit ihrer Macht die Welt zur Dealer-Bude umbauen, die „Friedenspläne“ konzipieren, in dem es nicht um Frieden und Eindämmung von Angriffskriegen mit genoziden Inhalten geht, sondern welche gewinnbringende Absprachen über die Köpfe der Betroffenen hinweg treffen, um zu „Deals“ zu kommen!

Gleichzeitig nehmen die 18 Pseudo-Rebellen in Kauf, dass den extremistischen und antidemokratischen Kräften der AfD in die Hände gespielt wird! Sie sind eine laute Minderheit, sind verblendet in ihrem selbstbetrügerischen Selbstverständnis und verstehen sich allem Anschein nach als die Avantgarde und Retter der eigenen Generation. Sie profitieren von einem aktuellen Erpressungsmoment, bei gleichzeitiger pluralistischer Ignoranz gegenüber der großen Mehrheit mit sozialer Bedürftigkeit.

Wenn sie nicht umschwenken, Einsicht und Verantwortung zeigen und die Abstimmung weiter blockieren, dann sind Chaos und Vertrauensverlust in Regierung und Politik unvermeidlich. Sie brechen die Regel, Schaden vom Volk und den Menschen abzuhalten! Denn eine Regel, nur zum Vorteil einer privilegierten Minderheit angeblichen „Schaden“ zu vermeiden, gibt es nicht. Zum Schaden der Bevölkerung und der BRD führt jedoch auch, dass der schon oben angesprochene Lösungsansatz, die Einnahmeseite zu steigern durch Beteiligung aller bisherigen Gesellschaftsgruppen (Unternehmer, Freiberufler, Beamte, Vermögensvermehrer etc.) nicht in den Diskurs eingeführt und praktiziert wird. Dafür sind auch diese 18 JU-Mietglieder wieder voll verantwortlich. 

18 Junge Union-Mitglieder, ihre Verweigerung der Zustimmung zum Rentengesetz – privilegierte Egomanen?

Die gesetzliche Rentenversicherung und die Altersrente – Vom Verwirrspiel der Regierungen zum Schaden der Altersrente!

Spaltungstäter unter uns – statt Solidarität und Gemeinschaft wird die Zerschlagung des Sozialstaats vorangetrieben

30. November 2025
von JvHS
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18 Junge Union-Mitglieder, ihre Verweigerung der Zustimmung zum Rentengesetz – privilegierte Egomanen?

Wer sich anschaut, aus welchem Personal die sogenannten Junge Union-„Verteidiger der Rentengerechtigkeit“ besteht, darf gehörigen Zweifel daran haben, dass sie die „Retter der so belasteten nächsten Generation“ sind. Das Kernargument der 18 privilegierten Steuergeld-Empfänger lautet, dass die Renten der Arbeitnehmer zu hoch seien und nicht mehr finanziert werden könnten! Dabei sind sie alle Einkommensempfänger aus Steuergeldern (bestehend aus Diäten- auch Aufwandsentschädigung genannt- in Höhen von 11.227,20 € brutto= zu versteuern, plus einer steuerfreien Aufwandspauschale in Höhen von 5.051,54 €, 12.000 Euro für Büroausstattung, sowie weiteren  25.874 Euro Bruttogehalt als Mittel zur Bezahlung von Büromitarbeitern!

Also aus Steuergeld finanzierten Mitteln in Form von Bruttogehalt, steuerfreien Aufwandspauschalen von gesamt 17.000 € sowie 25.874 für die Bezahlung von Mittarbeitern! Alle Summen werden von den Bundestagsabgeordneten in der Höhe und den periodischen Erhöhungen selber bestimmt! Zudem ist diesen Personen beruflich je nach Abschluss und Ausbildung erlaubt, darüber weiteres Einkommen zu generieren. Sie posaunen dennoch ihre Verweigerungshaltung als „Mantra der Wahrhaftigkeit in der Rentenreform“ in die Welt. Dabei wird das Solidarprinzip angegriffen mit dem Argument, dass die demografische  Entwicklung ein solches Prinzip nicht mehr finanzierbar machen könne.

Dazu ist an anderer Stelle auf diesem Blog schon geantwortet worden, dass dieses Argument nicht zutreffend ist, weil zu der Komplexität und den vielen bisher nicht vorgesehenen Problemlösungen (wie die Finanzierung der Renten durch weitere berechtigte Einnahmenquellen wie Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die Reform der Erbschaftssteuern, wie Transaktionssteuern für jede Aktion an der Börse etc.), auch weil politisch nicht opportun, geschwiegen und verdrängt wird! 

Die „Schwarze Null“ als Mantra der CDU/CSU – Regierungen unter Merkel hat dabei der GRV (gesetzlichen Rentenversicherung Mrd. – Beträge für versicherungsfremde Nutzung entzogen und damit den Rentenbeitragszahlern geschadet. 

Die gesetzliche Rentenversicherung und die Altersrente – Vom Verwirrspiel der Regierungen zum Schaden der Altersrente!

Unterstützung finden die Verweigerer der JU für ihren Versuch der Blockade von konservativen Meinungsvertretern aus Wirtschaftsverbänden, neoliberalen Wirtschaftswissenschaftlern und Inhabern von dominierenden Presseverlagen mit gleichem Weltbild. Die Propaganda der Vertreter der Privilegierten hat zum Ziel, weitere Kürzungen (direkt oder indirekt z.B. durch Verschiebung der Altersrente auf 70 Jahre!) gesetzlich festzulegen. Das Prinzip der Privatisierung von Rente (durch Aktien, Sparanlagen, Rürup- oder Riester-Rentenkonzepte) ist weder realistisch noch sinnvoll! Es würde auf Dauer die gesetzliche Rente und das Solidarprinzip zerstören.

Wer also sind diese 18 jungen „Solidarprinzip-Zerstörer“ mit unfassbaren mtl. Einkommen, die sich anmaßen, die nachkommende Generation zu vertreten? Dass sie keineswegs die Generation der demografisch Belasteten vertreten, das zeigt der Widerspruch  anderer Jugendvertreter!

Welche Gesinnung vertreten die 18 JU-Mitglieder? Haben diese Privilegierten überhaupt das Solidarprinzip verstanden oder die Notwendigkeit des Sozialstaates als gerechteste Form von Liberalität und Verwirklichung von „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ für den Kern der Demokratie verstanden?

Die Tageszeitung „Tagesspiegel“ listet diese Personen auf. Darunter die – für nicht sehr seriöses Verhalten – bekannte Person des Philipp Amthor. 

In der Kurzbeschreibung des Tagesspiegels  (*) gehören die folgenden Bundestagsabgeordneten der Jungen Union zur Gruppe der Verweigerer der Zustimmung zum vorgesehenen Rentengesetz. Gesinnung ersetzt keine Verantwortung für die Abwehr der Gefahr der vorhandenen und drohenden Altersarmut! 

Zudem ist das Problem der Besteuerung und Sozialversicherungsbeträge der zukünftigen Produktivitätssteigerung durch KI und Robotik, der damit erfolgenden Verdrängung der menschlichen Arbeitsplätze und somit der Notwendigkeit der Versorgung dieser weiteren Millionen Menschen nicht berücksichtigt worden im Diskurs! Wie sollen dann die arbeitslosen und von Armut und Existenznot bedrohten Menschen leben? Das sind die wahren Diskursthemen, nicht das Geplänkel der „Rentenrebellen“ der Jungen Union mit ihren Scheuklappen-Wahrnehmungen!  

Ergänzung 

(*) Beitrag liegt hinter einer Bezahlschranke.

Ergänzung II

Namensliste der 18 Verweigerer (Quelle!

  1. Johannes Winkel
  2. Pascal Reddig
  3. Konrad Körner
  4. Catarina dos Santos-Wintz
  5. Philipp Amthor
  6. Florian Bilic
  7. Leif Eric Bodin
  8. Frederik Bouffier
  9. Johannes Volkmann
  10. Anna Aikens
  11. Yannik Bury
  12. Nicklas Kappe
  13. Daniel Kölbl
  14. Carl-Philipp Sassenrath
  15. Sebastian Schmidt
  16. Marvin Schulz
  17. Vivian Tauschwitz
  18. Johannes Wiegelmann

Von der Notwendigkeit, das Solidarprinzip bei der Rente beizubehalten + die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen

Spaltungstäter unter uns – statt Solidarität und Gemeinschaft wird die Zerschlagung des Sozialstaats vorangetrieben

Version vom 30.11.2025 / 19:40 

25. November 2025
von JvHS
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Von der Notwendigkeit, das Solidarprinzip bei der Rente beizubehalten + die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen

Zur Debatte über eine „Rentenreform“ gehören nicht nur demografische Eckdaten und ihre Interpretation – verbunden mit der Kampagne, das Solidarprinzip in den Sozialversicherungen abzuschaffen und durch eine Privatisierung in Teilen oder gänzlich zu ersetzten (Junge Union, erzkonservative Neoliberalisten) – sondern es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Lösung für den Erhalt des Solidarprinzips zu definieren und über den Tellerrand der demografischen Ansätze zu schauen. Dass nicht nur Nachwuchs (Kinder) fehlt, und eine Veränderung im Selbstverständnis von Familie, Frauen und Männer zu verzeichnen ist, sondern der technologische Fortschritt (KI und Produktivität ohne Menschen) bedroht das gesamte Solidarprinzip. Denn die Abschaffung der Notwendigkeit menschlicher Arbeitsplätze durch KI und Robotik wird zu noch weiteren Verzerrungen – auch ohne die Demografie-Berücksichtigung – führen. Woher sollen in diesem Szenarium dann die Mittel für die arbeitslosen, die jungen und alten, sowie die verarmten und Existenz bedrohten Anteile in der Bevölkerung kommen, damit diese leben können? 

Eine Lösung für den Erhalt des Solidarprinzips wäre, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass alle Berufs- und Tätigkeitsgruppen (vom Freiberufler, Unternehmer, Politiker, über die neoliberale Finanzwirtschaft, das Beamtentum und die Wissenschaftler an Hochschulen) in die Rentenkasse und die weiteren Sozialversicherungen einzahlen müssen! Wie bei allen, die ihre Existenz durch arbeitsbedingtes Einkommen sichern müssen und nicht durch leistungsloses Einkommen (Renditen, Dividenden, Zinseszins) erzielen, werden einkommens- und vermögensbezogene Beträge definiert und zur Berechnung herangezogen, diese direkt monatlich eingezogen und damit die Sozialversicherungen finanziert. Eine zeitgleiche Einführung von Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern und Transaktionssteuern an der Börse werden zudem die Einnahmeseite für die Haushalte des Staates – gerechter verteilt – verstärken. Und in Blick auf die KI- und Robotik-Produktivität sind auch Besteuerungen  und der gesetzliche Abgabenzwang  für dieser Elemente als Ersatz für die Sozialversicherungsbeiträge mitzudenken! Das aber steht bei der Jungen Union garnicht auf der Agenda und geht dieser Gruppe wohl auch am Ar… vorbei. 

Dagegen wettern die Vertreter aus Politik, Unternehmertum, Verbände und alle Angehörige der gesellschaftlichen Gruppen, die zu den privilegierten Schichten gehören (Freiberufler, Unternehmer, Politiker, die neoliberale Finanzwirtschaft, das Beamtentum und neoliberale Wirtschafts-Wissenschaftler sowie lobbyistischen Verbände dieser gesellschaftlichen Gruppen). Sie alle befürchten, ihre Privilegien zu verlieren. Die Pseudo-Argumentation der Jungen Union, sowie ihr Droh- und Erpressungspotenzial dient nur dazu, vom oben skizierten Lösungsweg abzulenken und die Privilegien für ihre Klientel zu erhalten. Das Mittel,  möglichst viele „Nebenkriegsschauplätze“ aufzubauen, mit dem Zweck der Verwirrung der Menschen, damit diese nicht in Form einer Volksabstimmung auf die Idee kommen, Politik und Regierung zur Umsetzung der Stützung des Erhalts des Solidarprinzip unter Druck zu setzen, begegnet dem aufmerksamen Mitbürger in Hülle und Fülle!

Stattdessen werden die Kampagnen (*) von den privilegierten Gruppen finanziert, in dem die Abwehr gegen den Erhalt des Solidarprinzips immer radikaler vorangetrieben und organisiert wird. Da sind Teile dieser Klientel (Verband der Familienunternehmen) sogar bereit, mit der antidemokratischen und rechtsextremistischen AfD ein Bündnis einzugehen (*) und die Demokratie für ihren Egoismus zu opfern! 

Es wird Zeit, dass die breite Mehrheit der Nicht-Privilegierten und um ihre Existenz bangenden gesellschaftlichen Gruppen ihre Zukunft sichert und ihre politische Stimme aktiv erheben! 

Ergänzung 

Nonkonformistische Betrachtung (*) zur Mainstream-Darstellung des Problems „Rentenreform“

Ergänzung II

Links zu weiteren Blogbeiträgen 

Spaltungstäter unter uns – statt Solidarität und Gemeinschaft wird die Zerschlagung des Sozialstaats vorangetrieben

Die gesetzliche Rentenversicherung und die Altersrente – Vom Verwirrspiel der Regierungen zum Schaden der Altersrente!

Version vom 25.11.2025 / 22:00Uhr  (Link-Ergänzungen (*))
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