Die Landtags-Wahlen in drei der fünf neuen Bundesländer in Ostdeutschland stehen kurz bevor. Das rechtsnationalistische Denken mit anti-demokratischen Zielen á la AfD wird von bis zu einem Drittel der Bevölkerung in den Bundesländern Thüringen, Sachsen und Brandenburg wieder als gesellschaftsfähig betrachtet. Eine Entwicklung, die fatal für die Freiheit, für Toleranz und die Demokratie ist. Denn entgegen den erkennbar intoleranten, menschenfeindlichen und anti-demokratischen Zielen der AfD und seines Spitzenkandidaten Höcke, der verurteilt und des als gesichert rechtsextremistisch vom Verfassungsschutz eingestuften und verurteilten Straftäters, ist ein mehr als irrational agierendes Drittel der Bevölkerung dem Rechts-Extremismus alter Couleur zugetan!
Warum unterstützen die AfD-Wähler wieder eine Partei, die einen Unrechtsstaat etablieren wollen? Ist es eine versteckte und lang verborgene Gesinnung, die sich mal wieder Bahn bricht? Sind es Gefühle der Kränkung, die zu diesem widersinnigen Verhalten geführt hat? Sind es die Auswirkungen des Neoliberalismus, die aus Frust und aus Ängsten eine destruktive und brandstiftende Partei wählen lässt? Was versprechen sich die Wähler der anti-demokratischen und rechtsextremistischen AfD von dieser Partei, die bisher keine Konzepte zur Lösung der vielen Probleme gesellschaftlicher und ökonomischer Art gemacht haben?
Die Ankündigung Höckes – die kritischen und rechtsstaatlichen Aufklärungen, Beschlüsse und Urteile zurückzunehmen und abzuschalten, in dem alle Institutionen wie die öffentlich-rechtlichen Medien eingeschränkt werden sollen, Lehrinhalte in den Schulen nur noch mit dem Weltbild der rechtsextremistisch-nationalsozialistischem Denken zugelassen werden oder den Verfassungsschutz auszuschalten, der die Fakten zu Höckes Verurteilung zusammengetragen hat – als das verweist auf die Pläne der AfD zu einem neuen rechtsextremistischen Unrechtsstaat! Es hat dabei den Anschein, dass die AfD-Wähler und vor allem Höcke-Fans, bewusst wegschauen und den Aufbau eines Unrechtssystems unterstützen.
Wann beginnt die Lüge in der Politik? Wenn das eigene politische Hemd näher ist, als die Verantwortung der Politik für die Demokratie und die Menschen?
In einer Zusammenfassung dieser fatalen Entwicklung bei der CDU ist in nachfolgendem Text zu lesen. (Quelle: correctiv.org)
Feinde der offenen, freien und demokratischen Gesellschaft
“Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.” – Karl Raimund Popper
Nach Nietzsche sei der Nationalismus die kulturwidrigste Krankheit und Unvernunft, die es gäbe, lässt Arno Surminski in seinem Roman „Polninken- oder eine deutsche Liebe“ (*) einen seiner Protagonisten sagen. (* Ein Roman über die Verhinderung einer deutsch-deutschen Liebe zwischen einer DDR-Lehrerin und einem BRD-Verwaltungsbeamten aus Lübeck im Jahr 1980 und den Einflüssen darauf durch das Unrechtssystem und dem Terror der DDR gegen seine Bürger. Vielleicht sollten die Wähler der AfD diesen Roman vor ihren Wahlentscheidungen für die AfD lesen und wirken lassen.)
Denn wer kann mit Fug und Recht sagen, dass es ein angestammtes Land, eine angestammte Region oder ein angestammter Ort gäbe, auf den es ein Recht gäbe, „ewig“ darauf zurückgreifen zu dürfen! Dass dies die Sichtweise der ehemaligen Vertriebenenverbände war und ist, das kommt auch im genannten Roman zur Sprache. Sich von der Ideologie der Vertriebenen und ihres Nationalismus zu distanzieren, wäre ein notwendiger Ansatz zum friedlichen Nebeneinander auf der Welt.
Denn Völkerwanderungen gab es in den letzten 5000 Jahren menschlicher Zivilisationen genug, weil die Veränderungen durch Klimawechsel das Überleben an sogenannten angestammten Orten nicht mehr möglich gemacht hat. Oder weil geopolitische Machtausdehnungs-Ideen in dem genannten Zeitraum genug Kriege Zerstörung und Vertreibung herbeigeführt haben.
Feinde der offenen, freien und demokratischen Gesellschaft
Die bekannte Geschichtsschreibung kann sich nur verbessern, mehr in Richtung Wahrheit und Echtheit sich entwickeln, wenn z.B. in Europa durch gesichertes Wissen Geschichte als gemeinsame Geschichte in Europa verstanden wird. Lügen und Halbwahrheiten der Neonazis, der Reichsbürger und der verbohrten Nationalisten und neoliberalen Konservativen oder Parteien á la AfD müssen sich langsam rauswachsen aus vielen Geschichtsbüchern.
Völkerverständigung bedarf einer anderen Weltsicht – zunächst müssen die ehemaligen Feinde sich versöhnen. Versöhnung beseitigt den Nationalismus. Vor allem kann Versöhnung nicht mit einer Lüge anfangen.
Es muss Schluss sein mit dem Denken und Handeln, du hast mir das angetan, ich werde dir was Gleiches antun. Auge um Auge führt nur dazu, dass am Ende alle blind sind! (Der Hass zwischen Palästina und Israel – angefeuert von den jeweiligen religiösen Ultras auf beiden Seiten – zeigt exemplarisch wohin das „Auge um Auge, Zahn um Zahn-Prinzip“ führt.
Wer Reisen verbietet, der verhindert auch Toleranz. (Allerdings ist mit Reisen nicht der Tourismus á la Malle-Terror auf Mallorca verstanden! Zumindest das Malle-Feeling und die daraus resultierenden Folgen für die Einheimischen ist Lebensqualität vernichtend!) Und Toleranz hat Grenzen, wenn die Intoleranz die bestimmende Form wird. Intoleranz beginnt, wenn das Prinzip „Gastfreundschaft“ nicht beachtet wird. Denn der Gast ist ebenso in der Verpflichtung, sich wie ein Gast zu benehmen (und eben nicht wie die „Axt im Walde“ oder wie die „Sau, die durchs Dorf tobt“!), wie der Gastgeber seine zugesagten Leistungen erbringen muss.
In Unrechtssystemen mit anti-demokratischen Staatsformen wird das Personal in Wissenschaft und Schule gezwungen, parteilich-programmatische und ideologische Inhalte zu vermitteln. Historisch lässt sich immer wieder nachvollziehen, dass das Bemühen um Objektivität und freie Erkenntnisgewinnung immer wieder durch Ideologien unterdrückt wurden. Objektivität der Wissenschaft, die mit den Worten Karl Poppers erreicht wird, wenn „Die Objektivität der wissenschaftlichen Sätze darin liegt, dass sie intersubjektiv nachprüfbar sein müssen“, also falsifizierbar sind!
Trump und Musk praktizieren mit ihren Lügen und haltlosen Behauptungen gerade das Gegenteil! Ihre Aussagen sind nicht nur propagandistisch, diskreditierend und menschenfeindlich, sie sind auch mit den damit verbundenen Zielen anti-demokratisch, willkürlich und gesellschaftsspaltend!
Wenn diese Machtübereignung an die Exemplare der egomanischen Machtgier nicht von der Gesellschaft eingedämmt wird, in dem der Lobbyismus und der Einfluss der Superreichen auf Politik und politische Funktionsträger unterbunden werden, dann wird die eigentliche Aufgabe der Menschen in der offenen und freien Gesellschaft die Feinde dieser Gesellschaft „wieder unblutig und loszuwerden…“ nicht rechtzeitig gelingen.
Dem notwendigen sachlichen Diskurs stellen diese „Gesinnungsbrüder im machtgierigen Geiste“ nur inquisitorische Ideologie der Unterdrückung entgegen. Ihre Parteilichkeit nach dem Motto „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns und wird aus dem Weg gedrängt!“ Wohin dies führen wird, das ist nachvollziehbar, wenn der Mensch sich vorstellen würde, Kopernikus und Galilei hätten parteilich-ideologische Wissenschaft nicht bekämpft! Dann würden die Menschen noch heute glauben, die Erde sei eine Scheibe und wäre der Mittelpunkt des Universums!
„Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann.“ – Karl Popper
„Freiheit gibt es nur, wenn rechtzeitig die Feinde der offenen Gesellschaft verhindert werden!“ – JWB
Die Ängste der FDP, in weiteren Landtagen und bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr als Partei „Für Die Privilegierten“ in die Abgeordneten Häuser gewählt zu werden, weil sie an der 5-Prozent-Hürde scheitern, verleitet die Parteiführung und ihre vier Bundesministerien zu schrillen Aktionen – von der Bürgergeldkürzung bis zur freien Fahrt für Autofahrer in die Innenstädte.
Das Kürzel „FDP“ verleitet selbst Redakteure in den Tageszeitungen zum Gebrauch von Synonymen á la „Für Die Provokation“ als Schlagzeile und Titel. Mit ihren täglichen Provokationen – gerichtet gegen die Koalitionspartner in der Bundesregierung – die an „Verzweiflungstaten“ der FDP grenzen, stellt diese Partei ihr politisches Überleben über alle Vereinbarungen mit ihren Regierungspartnern und den Verpflichtungen, dem Wohl der Bürger dieses Landes zu dienen.
Kein Wunder, dass sich die Synonyme häufen, die in den „sozialen Medien“ rundgereicht werden.
FDP = Freie Deutsche Provokateure
FDP = Für Die Privatisierung – gegen die Gemeinwohl- und Daseinsfürsorge-Aufgaben des Staates
FDP = Für Die Privilegierten
FDP = Fern Der Privathaftung – für Politiker
Politische Hasardeure á la FDP oder AfD braucht unser Land nun garnicht!
In jedem demokratischen Staat ist es notwendig, dass die Menschen die Demokratie verteidigen und bewahren müssen, in dem sie weder Parteien noch Privatmenschen und egomanischen Typen, die sich der Privatisierung des Allgemeinwohls verschreiben, niemals Macht an die Hand geben dürfen!
10. August 2024
von JvHS Kommentare deaktiviert für Der Profi-Sport und die Menschenrechte
In einem Interview berührt der Historiker Dr. Nils Havemann (Verfasser der vom DFB- beauftragten Studie „Fußball unterm Hakenkreuz“) das Thema, ob Sport grundsätzlich unpolitisch sein sollte. Eine Ansicht, die der verstorbene Fernsehjournalist Hajo Friedrichs so formulierte: „Der Fußballsport sollte sich mit keiner politischen Haltung gemein machen.“
Dass Fußball unpolitisch zu handeln habe, ist eine illusorische Forderung und in der Welt der „Wünsche“ zu verorten. Denn diametral entgegengesetzt handeln die Fußballverbände FIFA, UEFA und die Pendants auf den anderen Kontinenten durch ihr politisch-ideologisches Führungspersonal mit ihren Netzwerken bis in Staatsführungen, die gegen die Menschenrechte permanent verstoßen.
Die jeweiligen hierarchischen Macht-Strukturen des Führungspersonals in den Verbänden ermöglichen auch die Umgehung der Forderungen des unpolitischen Handelns im Sport. (Exemplarische Beispiele dafür sind oft genug die Vergabe-Kungeleien von WM und EM bis hinein in die Korruption und das Prinzip, dass die Gewinne der Investoren privatisiert werden, die Kosten für die WM-/EM-Veranstaltungen der jeweiligen nationalen Bevölkerung aufgedrängt werden.)
Havemanns These im Rahmen des Interviewverlaufs: >Was „Menschenrechte“ sind, ist weltweit mitunter immer noch Ansichtssache<, ist höchst kritikwürdig. (Siehe Deklaration der Menschenrechte!)
Sport, erst recht populäre Mannschaftssportarten wie Fußball, findet nicht im unpolitischen und meinungsleeren Raum statt. Niemand gibt seine politische Gesinnung an der Garderobe ab. Die hochbezahlten Akteure jedoch können jederzeit durch ein Regelwerk gebunden werden, politische Signale und Symbole weder in Wort noch Bild oder Handzeichen zu nutzen.
Vor allem die Profiabteilungen der führenden Mannschaftssportarten stecken so tief im wirtschaftspolitischen Netzwerk des Neoliberalismus, dass von der historischen Entwicklung und der Aufarbeitung aus den Zeiten diktatorischer Unrechtssysteme, über den soziologischen Einfluss des Sports (Vorbilder, Fankultur und Gewaltbereitschaft der „Ultras“) auf die Gesellschaft, bis zu dem Investoren-Einfluss auf das Arbeitsrecht (Einschränkungen für Spieler) und die Renditeziele der Finanzinvestitionen mit geopolitischer Wirksamkeit an keiner Stelle im Profisport vom notwendigen unpolitischen Umfeld die Rede sein kann!
Der Wunsch und die Vermutung Havemanns, dass die meisten Zuschauer bei Sportevents keine politischen oder ideologischen Äußerungen haben wollen, ist nachvollziehbar, scheint aber von der Realität weit entfernt zu sein. Denn an der erfolgreichen Umsetzung, einen unpolitischen Sport zu praktizieren, daran wird es hapern, respektive zeigen die halbherzigen Reaktionen der Vereine gegen das strafbewehrte Abbrennen der „Bengalischen Feuern“ auf den Tribünen, wie es um diese Anforderung wirklich bestellt ist!
Auch die Gewaltexzesse der jeweils gegnerischen Fangruppen der „Ultras“ im Vorfeld belasten die Ordnungskräfte (Polizei) und die Gesellschaft durch verallgemeinerte Kosten, bleiben jedoch meistens ohne persönliche Konsequenzen für die Täter. Es sei denn, die Verantwortlichen der Fußballvereine entsprächen dem Verhalten von Forumsbetreibern, die gnadenlos jeglichen Versuch, politische Parolen und Diskussionen zu starten, mit Ausschluss der betroffenen Forumsmitglieder bestrafen. Dafür müssten dann im Fußballsport adäquat die persönlichen Daten der „Gewalttäter“ erfasst werden, zur Anzeige gebracht werden und parallel dazu Schadensersatzhaftung realisiert werden. Zudem sollten die Vereine verpflichtet werden, die Kontrolle der Besucher auf Feuerwerksmaterial sorgfältig und konsequent durchzuführen. Jedoch halbherzige Kontrollen durchzuführen, ist bewusste Fremdtäuschung.