Johannes von Heinsberg – Bildsprache – Wortsprache

Fotografie und Philosophie – Sehen und Erkennen

24. August 2024
von JvHS
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Weder Kunst noch Demokratie liegen nur im Auge des Betrachters – Befähigungsansätze sind notwendig

Befähigung zum Verständnis von Kunst ist genauso grundlegend zur eigenen Verwirklichung wie die Befähigung zu echtem demokratischen Denken und Handeln

Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden. Oder negativ ausgedrückt: Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstörerisch sind für die künftige Möglichkeit solchen Lebens.“  Hans Jonas –Das Prinzip Verantwortung

Demokratie ist das politische und gesellschaftliche System, in dem die Verwirklichungschancen für ein freiheitliches, friedliches und solidarisches Leben für alle Menschen am größten sind. Damit dies gelingen kann, ist einerseits die Befähigung zur politischen Willensbildung bei den Menschen notwendig, sowie die Menschenrechts-Ethik als Klammer und Grundlage der Verfassung/des Grundgesetzes allgemeine Akzeptanz ist.

Das bedeutet, dass mittels der Gewaltenteilung die darin gegebene gegenseitige Kontrolle keine einseitige Machtübernahme durch einzelne Personen oder Gruppierungen innerhalb der beteiligten Teile wie die Legislative (Parlament und direkte Demokratie-Formen), die Exekutive (Regierungen und Untergliederungen) oder die Jurisprudenz (Gerichte) erfolgen darf. In einem solchen Gesellschaftsvertrag ist der Fortbestand der Demokratie nur zu sichern, wenn die Beteiligung des Souveräns an der legislativen Entscheidung über Gesetzesvorhaben (Volksabstimmung; Bürgerräte) gesichert wird.

Freiheit (als normative Beschreibung) ist nur dann Freiheit, wenn die Freiheit des anderen mitgedacht wird. Ein Verständnis von Freiheit – welche einerseits Ausgrenzung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen fordert und zulässt (AfD-Weltbild) oder andererseits privilegierte Gesellschaftsschichten von ihren Verantwortungen für die Verpflichtungen als Staatsbürger und Steuerzahler freistellt (neoliberales Weltbild) – folgt einem verzerrten Freiheitsverständnis. Wenn innerhalb der Demokratie Parteien ihre auf Zeit übertragene Macht dazu nutzen, ihre Klientel zu bedienen und die Bedürfnisse und Daseinsfürsorge der Allgemeinheit opfern, diese Parteien sind Feinde der demokratischen und offenen Gesellschaft und damit Gefährder der  Freiheit.

Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ – Karl Popper

Freiheit im Sinne Poppers und Demokratie im Sinne des Grundgesetzes bedingen sich gegenseitig. Für die parlamentarische Demokratie und die Gewaltenteilung bedeutet eine gelungene Umsetzung, die Befähigung der Menschen (Amartya Sen:  Konzept der Befähigung [Capability Approach] ) zu stärken, die Aussagen und das Verhalten von Politikern zu hinterfragen, inwieweit sie den Zielen des Grundgesetzes und der Menschenrechte entsprechen,  sowie der Demokratie und Freiheit für alle dienlich sind!

Gesinnung versus Verantwortung in der Ampelkoalition – oder von Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und Solidarität

Parteien (AfD), die völkisch, nationalistisch oder neoliberal (FDP und Teile der CDU/CSU) verortete Ziele propagieren, in dem gruppenbezogene Menschfeindlichkeit oder ökonomische Ungleichheit gefördert werden, sind von der Machtteilhabe fernzuhalten. Eine Zusammenarbeit konservativer Parteien (FDP / CDU) mit der AfD, die Hetze und Hass verbreiten und vom Verfassungsschutz überwacht wird, ist der Beleg für die Aufgabe der Demokratie.

Haben Anti-Demokraten überhaupt einen Anspruch darauf, dass sie demokratische Strukturen missbrauchen dürfen? Sind  Hetze und Hass-Aktionen noch von der Meinungsfreiheit gedeckt? Sind Missbrauch und Lügen, wie sie Anti-Demokraten wie die Reichsbürger praktizieren, in dem sie sich als Juden bezeichnen, in Wirklichkeit aber antisemitisches Denken und Handeln belegen, noch vom Rechtsstaat geschützt, den sie offen bekämpfen? Muss nicht eine Demokratie wehrhaft sein, in dem sie der Zerstörung mit allen Mitteln entgegentritt? Jeder, der solche Parteien wählt, ist mitverantwortlich für die Gefährdung der Demokratie und verwirkt seine Rechte.

Wer Unfreiheit verhindern will, muss die Feinde der Demokratie von der politischen und ökonomischen Macht fernhalten.

Wer Unfreiheit verhindern will, muss für ein Bildungssystem sorgen, welche die Fähigkeitsentwicklung fördert, in dem personelle und sachliche Minderausstattung beseitigt werden und die dafür notwendigen Finanzmittel bereitgestellt werden.

  • Steigende(Kinder-)Armut bedingt zugleich den Mangel an Verwirklichungschancen; 
  • Armut und Verwirklichungs-Chancenungleichheit stehen in enger Beziehung;
  • Armut ist bedingt durch Familienstand, Geschlecht, religiöse oder kulturelle Familienhierarchie und durch die soziale Rolle in der Gesellschaft;
  • Armut bedeutet zugleich, der Hartz-IV–/Bürgergeld-Systematik (Jobcenter, privater Arbeitsvermittlung, Zeitarbeitsfirmen) ausgeliefert zu sein;

„Je größer die Machtfülle ist, umso höher muss der Anspruch an die eigene handlungsleitende Ethik im Sinne des kategorischen Imperativs und der Grund- und Menschenrechte sein. Das muss besonders für Politiker, Wirtschaftsführer (insbesondere der globalen Konzerne), Wissenschaftler, Journalisten. Juristen (besonders Richter), Ärzte, Eltern und Erziehende (Lehrer, Soziallarbeiter) gelten.“ (JWB)

Die Forderung, Respekt vor jeder Form von Arbeit zu haben (ob als Dienstleister, Handwerker, Zuarbeiter oder als Arzt, Wissenschaftler oder Polizist), ist vor allem im Bereich der Lohn-und Leistungseinkommen ohne eine Abkehr vom Neoliberalismus kaum umsetzbar. Respekt ist einzufordern vor allem von jeder Partei, die sich zur Wahl stellt.

Stattdessen wird Respektlosigkeit immer deutlicher sichtbar, wer die Skandale und das Kleben an den Machtpositionen seitens der Politiker betrachtet, (von den Höckes  und Kalbitze der AfD, über die Aiwangers der FW bis zu den Vertrauensverlust behafteten Akteuren der anderen Parteien!), insbesondere dann, wenn gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit praktiziert wird. Bei Parteien wie der AfD sowie anderen extremistischen Gruppierungen (Reichsbürger, Verschwörungsfanatiker) ist Respekt für die Mitmenschen und der Demokratie nicht zu erwarten.

Daraus darf abgeleitet werden, dass die Menschenrechts-Ethik die handlungsleitende Maxime sein muss, der die Politik und die Ökonomie untergeordnet werden muss. Die Privatisierung der Bereiche Gesundheit, Altersversorgung(Renten), der Infrastruktur im Verkehrswesen und des Bildungswesens (Schule und Hochschulen) sind Ursache für den Reform- und Reparaturstau.

Das Klagen der Wirtschaft und des Handwerks über fehlende Fachkräfte sind das Ergebnis der mangelhaften personellen und sachlichen Ausstattung des Bildungssystems und der Universitäten.  

Die Befähigung zur Mitbestimmung ist eine erlernbare Fähigkeit. Sie ist zugleich im politisch-gesellschaftlichen Umfeld eine zutiefst grundlegende Voraussetzung für echte Demokratie. Eine daraus sich entwickelnde soziale Gerechtigkeit entsteht erst dann, wenn die Menschen erkennen können, dass die finanziellen Lasten einer Gemeinschaft fair verteilt sind. Fairness bedeutet, dass diejenigen, die durch leistungslose Vermögensvermehrung, gerade und besonders in Anspruch genommen werden und nicht durch Parteien (FDP / Teile der CDU/CSU) verschont werden.

Solidarität und Kooperation sind ebenso essenzielle Bestandteile der Demokratie. Auch das ist im Grundgesetz gemeint, wenn formuliert wurde: „Eigentum verpflichtet!“

Politiker sind – unblutig und durch neue Gesetze gesichert – für bewusste Schädigung des Staates (Andreas Scheuer – CSU) haftbar zu machen und aus den Machtpositionen zu entfernen.   

In unserer Welt des Wegsehens und der Mitläufer auf allen Ebenen, formulierte Hannah Arendt noch treffender  im legendären Abschlusssatz ihrer Vorlesung  „Über das Böse“:

 „Diese Indifferenz stellt […] die größte Gefahr dar, auch wenn sie weit verbreitet ist. Und damit verbunden und nur ein bisschen weniger gefährlich ist eine andere gängige moderne Erscheinung: die häufig anzutreffende Tendenz, das Urteilen überhaupt zu verweigern. Aus dem Unwillen oder der Unfähigkeit, seine Beispiele und seinen Umgang zu wählen, und dem Unwillen oder der Unfähigkeit, durch Urteil zu Anderen in Beziehung zu treten, entstehen die wirklichen ’skandala‘, die wirklichen Stolpersteine, welche menschliche Macht nicht beseitigen kann, weil sie nicht von menschlichen oder menschlich verständlichen Motiven verursacht wurden. Darin liegt der Horror des Bösen und zugleich seine Banalität“ (150).

Ergänzung

Du lebst und bist, was und wie du denkst!

Was wir Menschen brauchen, um ein menschenwürdiges Leben zu führen – das Prinzip Verantwortung

23. August 2024
von JvHS
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AfD – Apokalypse für Deutschland

„Der heiße, oft blutige Kampf, den ein Teil der Menschheit seit Jahrtausenden um Freiheit, Humanität, Kultur und Menschenrechte führt, ist wesentlich ein Kampf gegen die – Unvernunft der Massen, verführt durch die Machtgier Einzelner.“

Höckes schneller Marsch ins thüringische „Heil“, sich selber gerierend als „Heils-Versprecher“ für die Gebeutelten und Gedankenlosen, und die altbekannte Formel „Heil“ als Führungsmotto für den Pfad ins braune Paradies versprechen. Dabei rote Sprenkel verstreuen als süße Früchtchen und für die Befriedigung der Bauchgefühle.

Das Grundschema bleibt: das Frühere und Idolhafte wird überhöht und per X/Twitter und TikTok in die Welt posaunt. Das Primitive wird gefördert und das gesellschaftlich Entwickelte zurückgedrängt. Die Kultur der Toleranz wird ersetzt durch den wilden Terror der Straße. Das Zurückholen der braunen Gesellschaftsformen wird zugesagt. Rechtsstaatlichkeit durch Willkür ersetzt. So führt die Spur der Destruktion von der Vielfalt des Lebens in die autokratisch gepresste Gleichheit und  Einfalt!

Im „Heil“ rufen hallt das Versprechen,  die Freiheit durch Repression umzuformen. Obwohl wissend, dass menschliche Freiheit nur leben kann von der Gewaltenteilung – und untergeht bei der Konzentration auf eine Person und der Macht in einer Hand!

So und ähnlich lauten die inhaltlichen Bruchstücke der wirren Utopie  in Form des Zurück in Vordemokratie bei einer AfD-Mehrheit. Und wo ein einst einmal Hoffnung sich regte, regiert dann mit Höckes AfD die „Apokalypse für Deutschland“ und das Prinzip Angst.

„Wir waren in der AfD“ – Dokumentation zur AfD durch ausgetretene Funktionäre

Vom Umgang mit AfD und Anti-Demokraten – Was ist notwendig und hinreichend? Konsequente Ablehnung … oder?

Informationen und Aufklärung über Parteien á la AfD – Hilfen zur Vermeidung der Wahl von Anti-Demokraten

 

 

22. August 2024
von JvHS
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Vom Umgang mit AfD und Anti-Demokraten – Was ist notwendig und hinreichend? Konsequente Ablehnung … oder?

„Wir waren in der AfD“ – Dokumentation zur AfD durch ausgetretene Funktionäre

Die Sozialisation und das politisch-gesellschaftliche Sein bestimmen das Bewusstsein und prägen den „gesunden Menschenverstand“.

Wie „gesund“ der Verstand ist, wird beeinflusst, ob der Gesellschaftsvertrag eine Demokratie, Autokratie, Tyrannei oder Diktatur ist, und ob Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und die Menschenrechten herrschen, die Menschenfreundlichkeit und Toleranz generieren  oder Unterdrückung und Menschenfeindlichkeit das Lebensgefühl füllen. – JWB

Dass die Mehrheit der Deutschen einen Konflikt mit der Partei „AfD“ hat, das ist nicht nur in Bezug auf  deren  programmatische Inhalte (Ablehnung der Demokratie – Ersetzung durch nationalistische und menschenausgrenzende Autokratie; Leugnung des Klimawandels) zu sehen,  sondern im Besonderen auch, dass Teile des Führungspersonals gerichtlich verurteilte Rechtsextremisten sind. Einen Konflikt zu lösen, bedeutet Bereitschaft zur Konfliktlösung. Ob die Wähler der AfD und erst recht die Funktionsträger (Abgeordnete, Vorsitzende etc.) und Parteimitglieder der AfD diese Bereitschaft haben, das darf bezweifelt werden. Wer den Berichten der ausgetretenen – also der EX-Mitglieder und Funktionsträger der AfD – sich anschaut, der wird in der Skepsis und im Zweifel über die Lauterbarkeit der AfD mehr als bestärkt.

Das Selbstverständnis der AfD, wie es von den Parteimitgliedern und seinen führenden Köpfen präsentiert wird, lässt in keiner Facette erkennen, dass auf der Seite der AfD diese Bereitschaft vorhanden ist. Zu zweifeln ist auch, ob die AfD mit ihrem rechtsextremistischen Flügel (Höcke und Konsorten)  und ihrer anti-demokratischer Gesinnung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bereit sind, ihre Handlungsmuster aus „Täter-Opfer-Helfer-Rolle“ zu hinterfragen. Bisher weisen keine Signale auf eine solche Entwicklung hin.

Als „Täter“ kommt auf das Konto der AfDler, dass ihre rechtspopulistischen Methoden zum Ziel haben:  Ressentiments zu wecken, Ängste zu schüren und brandstiftend Wut zu befeuern. Provokationen gegen gesellschaftliche Gruppen, die als „Fremde“ ausgegrenzt und verfolgt werden, sind weitere Mittel demagogischer und propagandistischer Meinungsmache. Bei berechtigter Kritik an der praktizierten Menschenfeindlichkeit – auf der Grundlage der völkisch-nationalistischen Werte – – setzt sich die „Täter-Rolle“  der AfD in Form rechtsextremistischer Gewaltbereitschaft fort. Als Variante flüchtet die AfD dann in die „Opfer-Rolle“, wenn die Kritiker analytisch und vernunftorientiert die politische Verortung der AfD beschreiben.

Eine Partei, die im Netzwerk der gleichgesinnten Demokratiefeinde durch Putin beeinflusst wird, und Orbans Autokratie mit antidemokratischer Struktur als Vorbild für das eigene Regierungsmodell sieht, agiert sie europaweit in der Rolle der „Helfer“, um die Erstarkung des Faschismus (Italien, Frankreich, Ungarn) zu unterstützen.

In diesem „Täter-Opfer-Helfer“-Rollen-Dreieck bleibt die AfD in ihrem Rechtsextremismus gefangen und stellt in der Tat eine Gefahr für die freiheitliche Demokratie und den Rechtsstaat dar.

Der bisher ambivalente Umgang von Teilen der politischen Gegner mit dieser AfD, muss zukünftig eindeutiger und von konsequenterer Natur sein. Wer die Brandmauer, keine Zusammenarbeit in politischen Koalitionen, einreißt, trägt zur Salonfähigkeit einer anti-demokratischen Partei bei.

Was die anderen Parteien betrifft, gehört auch an sie die Forderung gestellt, dass sie aus ihrem jeweils eigenen Dramadreieck von „Täter-Helfer-Opfer“-Verhalten heraustreten müssen, weil das Erstarken einer Partei á la AfD auch etwas mit den vielen unerledigten Problemen in Deutschland (Infrastrukturmängel und Investitionsstau; Bildungsprobleme; Wohnungsmangel; fehlende Regulierung der Mieten; Korruption und „Hemd-näher-als Rock-Verhalten“ der Politiker und ihrer Parteien anstelle der Daseinsfürsorge durch den Staat; fehlende Eindämmung der Finanzmacht;) zu tun hat.

Konstruktive Arbeit besteht darin, diese Baustellen der Politik zu Lasten der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Souverän, der Bevölkerung, gemeinsam zu bearbeiten. Nur wer Politik macht, die nicht nur für das einfluss- und finanzreichere Klientel Vorteile bringt, Politik also, die die Gesellschaft im Gesamten mitnimmt, kann die Spaltung der Gesellschaft aufhalten und wachsende Ungleichheit und Armut bewältigen! Parteien wie die AfD werden das niemals leisten, sondern nur das Gegenteil bewirken!

Den Wählern der AfD sei mitgeteilt, der „gesunde Menschenverstand“ als Urteilsgrundlage ist erst dann „gesund“, wenn erkannt wird, dass Behauptungen keine Belege sind. Beweise sind überprüfbar, im Gegensatz zur ungeprüften Behauptung und deren Weitergabe z.B.: „Warum wählen Sie AfD?“ – Antwort: „Weil sie sich um die Menschen kümmert“. Jedoch nicht weiter nachgefragt wird, wie die AfD sich kümmert und woran das nachvollziehbar ist! Ungeprüfte Realität ist nur als Propaganda-Aussage in den Köpfen der Menschen, ohne echte Sicherheit und Anspruch auf Wirklichkeit. Im Gegensatz zur beweisbaren Beschreibung. Woody Allen beschreibt im Film „Manhattan“ die Beziehung sachlich mit Fakten: „Wir lieben uns wenig – nur zweimal die Woche!“  Dagegen behauptet seine Ehefrau:“ Er will ununterbrochen Sex – zweimal die Woche!“ und agiert und kommuniziert konfliktträchtig aus dem Bauchgefühl. Sie praktiziert mit Emotionen als Basis der subjektiven, behaupteten Wirklichkeitsdarstellung. Aber es ist kein analytisches Urteil, das per se wahr ist.

Anders beschrieben: „Alle AfD-Mitglieder und Wähler sind Menschen“. Das ist zunächst ein analytisches Urteil, das per definitionem wahr ist.  Die moralische Wertung dieser „Wahrheit“ steht auf einem anderen Blatt.

Dagegen ist die Aussage: „Alle Menschen sind AfD-Wähler“ ist dagegen kein analytisches Urteil und auch nicht wahr! Ebenso wenig wahr ist, zu behaupten: „Alle AfD-Mitglieder und Wähler sind Demokraten!“ Analytisch und wahr ist dagegen: “Björn Höcke ist ein gerichtlich Verurteilter Straftäter und gerichtlich festgestellter Rechtsextremist, der vom Verfassungsschutz überwacht wird!“  

Daraus  berechtigte Kritik zu äußern und Skepsis basierte Fragen an die AfD-Partei und Wähler der AfD zu stellen, warum sie einen gerichtlich Verurteilten und Rechtsextremisten, der vom Verfassungsschutz überwacht wird, wählen und unterstützen wollen, ist mehr als notwendig und berechtigt.

Und ebenso berechtigt dürfte die Frage an diese Adressaten gestellt werden, ob die Schlussfolgerung zutreffend ist, dass bei den Mitgliedern und den Wählern die gleiche rechtsextremistische und anti-demokratische Gesinnung vorliegt!

 

21. August 2024
von JvHS
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Informationen und Aufklärung über Parteien á la AfD – Hilfen zur Vermeidung der Wahl von Anti-Demokraten

„Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ ( Karl Raimund Popper)

Das Jahr 2024 ist nicht nur ein Jahr der Landtagswahlen in drei östlichen Bundesländern (Thüringen, Sachsen, Brandenburg) und die Präsidentenwahl in den USA. In jeder der Wahlen muss um die Existenz der Demokratie jeder Wähler besorgt sein! Es ist zudem das Jahr, in dem der Geburtstag Immanuel Kants sich zum 300sten Mal jährt. An Kant zu erinnern, ist mehr als berechtigt, wer die Gefahr für die freien Gesellschaften durch egomanische Autokraten (Trump, Höcke (*), Orban, Erdogan, Le Pen) und Tyrannen (Putin u.a.) und rechtsextreme Parteien und religionsfanatische Gruppen (AfD, Trumps-Republikaner, Hamas, Hisbollah, IS) bedenkt.

Ergänzung II vom 21.08.2024

(*) Der andere Blick auf den verurteilten und gerichtlich festgestellten Rechtsextremisten Björn Höcke – AfD – ein Anti-Demokrat! Wer statt Text zu lesen, lieber ein Video als Informationsquelle nutzen will, findet den Bericht über Höcke hier!

Einen demokratischen Staat zu erhalten oder Autokratien abzulösen und Demokratien zu errichten, ist mit den genannten Figuren und Gruppen nicht möglich!

Kant ist der Autor von Schriften wie „Was ist Aufklärung?“ und „Zum ewigen Frieden“, die zum Basiswissen und Verständnis der Menschen gehören, um in freier Gesellschaft ein gelingendes Leben in Sicherheit führen zu können.

Denn ein freies Lebensmodell ist unter den genannten Autokraten und Tyrannen niemals möglich. Sie  nutzen Kriege, Verbrechen, virtuelle und reale Gewalt mit Lug und Trug, um ihre Macht zu sichern.

  • Kriege und Verbrechen sind niemals als akzeptables Mittel zum Erreichen von Zielen zuzulassen – Selbstverteidigung ausgeschlossen.
  • Freiheit ist niemals erreichbar, ohne die Freiheit der Mitmenschen mitzudenken.
  • Frieden ist das höchste Ziel von Menschlichkeit, realisierbar durch die Praktizierung der Menschenrechte.
  • Macht als Konzentration in einer Hand (Diktatur, Tyrannei, Autokratie) ist niemals zuzulassen und nur in Form rechtsstaatlicher Gewaltenteilung und zeitlicher Begrenzung sinnvoll. 
  • Freiheit und Sicherheit sind nur in rechtsstaatlicher Gewaltenteilung realisierbar, in der direkte Demokratie (außerhalb faschistisch-völkischer Formen á la AfD) als Teil der Gewaltenteilung wirksam installiert ist.

Orientierungshilfe ermöglichen unter anderen nachfolgende Wissenschaftler mit ihren Werken:

Christoph Butterwegge  – Politik- und Sozialwissenschaftler 

Christian Kreiß – Wirtschaftswissenschaftler 

Andreas Zick – Sozialisations-, Konflikt- und Gewaltforschungs-Wissenschaftler zum Thema: gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit 

Zudem steht von der Bundeszentrale für Politische Bildung aktuelles Material zu den Wahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg zur Verfügung. 

Die Otto-Brenner-Stiftung unterstützt die Leipziger Autoritarismus-Untersuchung – diese erhebt mit ihren Untersuchungen alle zwei Jahre repräsentativ die Verbreitung autoritärer, rechtsextremer und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland. 2022 wurde die letzte Studie veröffentlicht! Die Zusammenfassung ist hier zu finden! Die komplette Studie hier!

Und weitere Verweise zu Texten auf diesem Blog (von Kant bis Frieden und Aufklärung) 

„Wir waren in der AfD“ – Dokumentation zur AfD durch ausgetretene Funktionäre

20. August 2024
von JvHS
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Verharmlosender Meinungsbrei konservativer Medien über die Gefahr durch rechtsextreme AfD und ihre Wähler

Deutschland – immer wieder ein politisches Wintermärchen

CAPUT I – Heinrich Heine

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel. 

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.


Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen

 

Welche Sicht auf die politische Realität erkennbar wird – unter der Voraussetzung, dass faktenbezogene Sachlichkeit Basis der Urteilskraft für eine Einschätzung ist – das zeigt sich, wenn ein Herunterspielen der Gefährlichkeit und eine Vernebelung praktiziert werden im Umgang mit Anti-Demokraten! Eine Argumentationsweise, die teils im konservativen Milieu, teils in nostalgisch verblendeten oder auf ausschließlich der eigenen Erfahrung verbundenen Werteskalen zu finden ist. Wer glaubt, dass der nette Herr Nachbar Björn Höcke, der so freundlich grüßt – auch wenn er rechtsradikale Sprachmuster und Insignien der Nazis und Faschisten nutzt und seine Gesinnung hinausposaunt – doch kein Nazi und Anti-Demokrat mit gruppenbezogenen, menschenfeindlichen Absichten sei,  der ist entweder naiv oder im gleichen Denkmuster verfangen.

Lügner muss man Lügner nennen und Anti-Demokraten muss man Anti-Demokraten nennen, sowie Faschisten und Nazis eben auch Faschisten und Nazis. Denn Gauner und Diebe nennt man ebenso Gauner und Diebe, weil der Mensch weiß und wissen kann, dass es Gauner und Diebe sind.

Leider ist der sogenannte „normale Menschenverstand“ durchdrungen von konservativen Medienmeinungen, die der rechtsnationalistischen Gesinnung näher stehen, als einer toleranten linksfreiheitlich verorteten Weltsicht. Damit wird die sich so selber verortende „Mitte der Gesellschaft“ weiter nach rechts geschoben und die faschistischen, nationalistischen bis rechtsterroristischen Anti-Demokraten salonfähiger gemacht. Ein fataler und die Demokratie gefährdender Prozess. Denn so, wie der Dieb und Gauner laut schreiend auf andere verweist, funktioniert auch der lautschreiende Protest der anti-demokratischen Alt- und Neonazis, der rechtsnationalistischen und extremistischen, rassistischen und anti-semitischen Demokratieverächter, wenn sie von sich behaupten, „wir sind keine Nazis, keine Demokratie-Gefährder, wenn wir AfD und den strafrechtlich verurteilten Höcke wählen“. 

Ergänzung vom 21.08.2024 

Wie wenig die Wähler der AfD und der Höckes die Gründe für ihr Zustimmung zur rechtsextremen Höcke-AfD hinterfragen, kann an den Antworten der AfD-Wähler abgelesen werden auf die Frage: „Warum wählen Sie AfD?“ – Antwort: „Die kümmern sich um die Menschen!“  – Es folgen dann aber keine Antworten mehr, wenn Nachfragen kommen wie: „Woran machen Sie das fest? Wie sieht das Kümmern im Einzelnen aus?“! 

Es hat den Anschein, dass nicht die Sachargumente zählen, sondern es reicht das Bauchgefühl, das mit manipulierten Parolen auf den rechten Kanälen der sozialen Medien (X/Twitter und TikTok) die Menschen fluten. Selber mal prüfen, ob diese Meinungsmache der Rechtsextremisten á la Höcke & Co auf Tatsachen beruhen, das scheint entweder ungeübt zu sein, oder das ist das Weltbild, das generationsübergreifend in der Gesellschaft verankert ist und dem entspricht, was Umberto Eco als „Der ewige Faschismus und Rechtsextremismus“ beschrieb.

Es bedarf schon ein wenig mehr Engagement, als der AfD-Propaganda einfach zu folgen und für bare Münze zu halten, die AfD kümmere sich um die Menschen! Aber wer sich informieren will, kann das in unserer Parlamentarischen Demokratie ohne Einschränkung. Wer Fakten über die rechtsextremistische und anti-demokratische AfD erfahren will anstelle von Propaganda mit Täuschungsabsichten, der findet zum Beispiel bei  der  Otto-Brenner-Stiftung  die Leipziger Autoritarismus-Untersuchung – diese erhebt mit ihren Untersuchungen alle zwei Jahre repräsentativ die Verbreitung autoritärer, rechtsextremer und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland. 2022 wurde die letzte Studie veröffentlicht! Die Zusammenfassung ist hier zu findenDie komplette Studie hier! 

Verharmlosender Meinungsbrei der NZZ

Zitat: Die Botschaft, der sich die politische Konkurrenz der AfD gerne anschliesst, lautet: Sollten in Thüringen oder Sachsen falsche Parteien obsiegen, bricht in Deutschland die Barbarei aus. Ähnlich schrill agieren jene Unternehmer, die sich abermals zur Kampagne «Made in Germany, made by Vielfalt» zusammengeschlossen haben. Der Initiator sagt mit Blick auf die Landtagswahlen, es sei «hochgefährlich, was da gerade passiert, zum einen für unsere Demokratie und zum anderen für unseren Wirtschaftsstandort». Zitatende (Quelle: NZZ)   

Wer solche Formulierungen in einem reichweiten Medium veröffentlicht, agiert zynisch und zugleich mittels Umkehrung der Übertreibung – es werde Panik verbreitet – verharmlosend mit der Meinung, weil Höcke und Konsorten nicht gefährlich seien und politisch eingehegt werden könnten. Es reicht dafür nicht aus, eine beliebige Meinung als Meinung zu kennzeichnen, um damit Behauptungen möglichst lautstark herauszurülpsen und diese echogleich zu wiederholen.

Verharmlosung der Gefahr durch Texte dieser Provenienz zeigt sich an folgendem naiven Argument, weil „der Grundsatz gälte, dass Verträge alle Partner binden. Die AfD müsste Kompromisse … eingehen.“ Was von Koalitionsverträgen zu halten ist, zeigt vor allem die FDP Lindners, die blockiert, wo es nur geht, mit den verlogenen Pseudoargumenten, die „Schuldengrenze“ sei einzuhalten und deshalb müssten Einsparungen vor allem im Bereich der sozialstaatlichen Verpflichtungen vorgenommen werden. Dass die FDP aus existenziellen Gründen des politischen Überlebens gleichzeitig nicht über die Erhöhung der Einnahmen – und zwar in Form von Vermögenssteuern, Transaktionssteuern im Börsen-Zockerbereich und bei der Neugestaltung des Erbschaftsrechts – nachdenken will, ist Beleg für die Haltung: Verträge kann man ignorieren oder brechen.

Was der FDP billig ist, wäre der AfD rechtens und besonders genehm. „Was tun, immer das was opportun!“  wäre eine Schnittmenge der AfD und der Kemmerich-FDP. Ein anderes Beispiel für die Fehleinschätzung des Meinungsmacher in der NZZ ist  die Causa Christian Lüth, Mitarbeiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt: … Christian Lüth, der auf gut 20 Jahre Erfahrung im Bundestag zurück blickt, erst für die FDP, dann für die AfD. Den Posten als Sprecher der AfD verlor Lüth, weil er laut FAZ  menschenverachtende und menschenfeindliche Aussagen gemacht habe … im Gespräch mit einer rechten Aktivistin vor laufender Ka­­mera habe Lüth gesagt, dass man Migranten nach Deutschland lassen solle, damit es dem Land schlecht gehe, denn das sei gut für die AfD. Sowie: „Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!“ ((Quelle: FAZ vom 16.08.2024!)

Dabei verkennt eine solche Meinung á la NZZ-Meinungsautor, dass auch die Nazis bis 1933 noch keine KZs eingerichtet, Gewerkschaften und Opposition verboten und politische Gegner eingesperrt und gefoltert hatten, obwohl dieses Handeln in deren Köpfen schon längst verankert war. Das aber änderte sich schlagartig mit der „Machtübernahme und Wahl Hitlers zum Kanzler!“ und der Zusammenarbeit der damaligen Konservativen, die sich aus Parteikalkül nicht zu schade waren, eine Koalition mit Hitler-Nazis einzugehen.

Welche Ideen in den Köpfen des rechten Flügels und der Höcke-AfD schon rumgeistern, dass lässt sich an den Äußerungen Höckes ablesen: alleine die Auflösung des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks und die Abschaffung der TV-und Rundfunkgebührenpflicht zeigt, wohin der Weg führen wird, wenn die AfD Regierungsführerschaft übernehmen würde oder Regierungsmitglied in einer Koalition würde: die Zerstörung der demokratischen Strukturen und das zum Schweigenbringen jeglicher Kritik und Opposition voranzutreiben, das würde zu erwarten sein. Orban lässt grüßen. Erdogan hat´s vorgemacht. Putin bis zum Exzess gesteigert.

Dass es auch  koalitionäre Helferlein aus persönlichen Karrieregründen gibt, dass zeigten und zeigen wiederholend Personen wie der FDP-Spitzenkandidat der Landtagswahl in Thüringen, Thomas Kemmerich, FDP, der von sich sagt: „Es mache ihm nichts aus, dass die AfD hierbei mitgestimmt habe…“ meint damit, dass Gesetzesinitiativen, die ins jeweilige Bild von FDP und AfD passen, mittels gemeinsamer Abstimmung durchzuboxen. Quasi wie „unter Freunden“ agieren und „das eine Hand die andere wäscht!“  Das sich Gemein machen mit Anti-Demokraten á la Höcke ist vergleichbar mit den Aktionen der Wirtschaftskonservativen Anfang 1933! Das Motiv ist das gleiche: persönliche Vorteile erzielen und dafür Systeme der Autokratie und ihre Entwicklung zum Unrechtssystem zu unterstützen!

Ungeeignete Egomanen sollte man ungeeignete Egomanen nennen, weil sie persönliche Ziele und das eigene Wohl über die Verpflichtung der Abgeordneten stellen, zum Wohle der Bürger handeln zu müssen.

Die Brandmauer der anderen Parteien gegenüber der AfD, sie – weder heimlich, noch offen – nicht als Koalitionspartner zuzulassen, weicht durch Typen wie Kemmerich auf. Es ist eine Verharmlosung zu behaupten, mit der AfD in den kommunalen Gremien und Kreis-/Stadträten gemeinsam zu arbeiten, sei notwendig und habe keinen Einfluss auf die gesetzgebende Arbeit im Bundestag und den Landtagen. Das ist so irrenführend wie auch naiv und macht diese anti-demokratische Partei  AFD salonfähig.

Wehret den Anfängen“ muss weiterhin das Motto zum Schutz der Demokratie lauten!

Ergänzung vom 21.08.24

 

Der ewige Faschismus und Rechtsextremismus + Merkmale des Ur-Faschismus – in Memoriam Umberto Eco

 

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